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Entscheidung

1 StR 585/15

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2016:170316B1STR585
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2016:170316B1STR585.15.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 1 StR 585/15 vom 17. März 2016 in der Strafsache gegen wegen Untreue hier: Anhörungsrüge - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. März 2016 beschlossen: Die Anhörungsrüge des Verurteilten vom 11. Februar 2016 ge- gen den Beschluss des Senats vom 2. Februar 2016 wird auf seine Kosten zurückgewiesen. Gründe: Der Senat hat die Revision des Verurteilten mit Beschluss vom 2. Febru- ar 2016 als unbegründet verworfen. Dagegen wendet sich der Verurteilte mit der durch seinen Verteidiger erhobenen „Gegenvorstellung“ vom 11. Februar 2016. Die Gegenvorstellung ist als Rechtsbehelf gegen Revisionsentscheidun- gen gemäß § 349 Abs. 2 StPO nicht statthaft, weil diese grundsätzlich weder aufgehoben noch abgeändert oder ergänzt werden können (st. Rspr.; vgl. BGH, Beschlüsse vom 30. April 2014 – 2 StR 391/13 und vom 25. Juni 2013 – 1 StR 137/13). Die Gegenvorstellung erweist sich jedoch als Anhörungsrüge nach § 356a StPO. Sie ist unbegründet. Eine Verletzung rechtlichen Gehörs liegt nicht vor. Der Senat hat in seinem Beschluss vom 2. Februar 2016 zum Nachteil des Verurteilten weder Tatsachen oder Beweisergebnisse verwertet, zu denen dieser nicht gehört worden wäre, noch hat er zu berücksichtigendes entschei- dungserhebliches Vorbringen des Verurteilten übergangen oder in sonstiger Weise dessen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt. Der Senat hat bei sei- ner Entscheidung das Revisionsvorbringen des Verurteilten in vollem Umfang 1 2 3 4 - 3 - – auch im Hinblick auf die in der „Gegenvorstellung“ und auch bereits in der Revisionsbegründung näher ausgeführten Gesichtspunkte – bedacht und ge- würdigt, es aber nicht für durchgreifend erachtet. Dass auf diese Gesichtspunk- te in der Entscheidung nicht ausdrücklich eingegangen wurde, stellt – insbe- sondere im Hinblick auf die zutreffenden Ausführungen im angefochtenen Urteil und im Antrag des Generalbundesanwalts – keine Verletzung rechtlichen Ge- hörs dar (vgl. auch BVerfG [Kammer], Beschluss vom 30. Juni 2014 – 2 BvR 792/11, wistra 2014, 434 mwN). Die Kostenentscheidung folgt aus einer entsprechenden Anwendung des § 465 Abs. 1 StPO (vgl. u.a. Senatsbeschluss vom 2. September 2015 – 1 StR 207/15). Raum Graf Jäger Cirener Fischer 5