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Entscheidung

XII ZB 500/17

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2018:170118BXIIZB500
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2018:170118BXIIZB500.17.1 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XII ZB 500/17 vom 17. Januar 2018 in der Betreuungssache - 2 - Der XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 17. Januar 2018 durch den Vorsitzenden Richter Dose, die Richter Schilling, Dr. Günter und Dr. Botur und die Richterin Dr. Krüger beschlossen: Die Rechtsbeschwerde der weiteren Beteiligten zu 4 gegen den Beschluss der 3. Zivilkammer des Landgerichts Ulm vom 9. August 2017 wird verworfen, weil sie nicht innerhalb der bis zum 27. Dezember 2017 verlängerten Frist begründet worden ist, §§ 71 Abs. 2, 74 Abs. 1 FamFG. Das Verfahren der Rechtsbeschwerde ist gerichtskostenfrei. Au- ßergerichtliche Kosten werden nicht erstattet. Die Anträge der weiteren Beteiligten zu 4 und 5 auf Beiordnung eines Notanwalts werden zurückgewiesen. Gründe: Die Anträge auf Bestellung eines Notanwalts gemäß § 10 Abs. 4 Satz 3 FamFG in Verbindung mit § 78 b ZPO haben keinen Erfolg. I. Die Beteiligte zu 4 hat keine hinreichenden Gründe vorgetragen, die die Beiordnung eines Notanwalts rechtfertigen könnten. 1 2 - 3 - Die Voraussetzungen hierfür sind - unbeschadet des Vorliegens der Er- folgsaussicht und des Fehlens von Mutwilligkeit - nur erfüllt, wenn der Beteiligte zumutbare Anstrengungen unternommen und seine vergeblichen Bemühungen, einen zu seiner Vertretung bereiten Rechtsanwalt zu finden, dem Gericht sub- stantiiert dargelegt sowie gegebenenfalls nachgewiesen hat. Hat der Beteiligte - wie hier - zunächst einen zu seiner Vertretung bereiten Rechtsanwalt manda- tiert, kommt im Fall der späteren Mandatsniederlegung die Bestellung eines Notanwalts nur dann in Betracht, wenn der Beteiligte die Beendigung des Man- dats nicht zu vertreten hat. Das hat der Beteiligte ebenfalls darzulegen (vgl. BGH Beschluss vom 18. Dezember 2013 - III ZR 122/13 - NJW-RR 2014, 378 Rn. 9). Hierzu hat die Beteiligte zu 4 indes nichts vorgetragen. II. Der Notanwaltsantrag des Beteiligten zu 5 ist zurückzuweisen, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung aussichtslos erscheint (vgl. Senatsbeschluss vom 12. September 2012 - XII ZB 18/12 - FamRZ 2012, 1865 Rn. 3 mwN). An- ders als die Beteiligte zu 4 hat der Beteiligte zu 5 innerhalb der Monatsfrist kei- ne Rechtsbeschwerde eingelegt. Sein Antrag auf Beiordnung eines Notanwalts 3 4 - 4 - ist zwar noch innerhalb der verlängerten Begründungsfrist beim Bundesge- richtshof eingegangen, aber deutlich nach Ablauf der einmonatigen Rechtsbe- schwerdefrist, die am 23. August 2017 zu laufen begann. Dose Schilling Günter Botur Krüger Vorinstanzen: LG Ulm, Entscheidung vom 09.08.2017 - 3 T 71/17 - Notariat Göppingen, Entscheidungen vom 16.08.2016, 15.09.2016, 25.10.2016, 18.04.2017 - VI VG 33/2015 -