OffeneUrteileSuche
Entscheidung

VII ZB 49/17

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2018:071118BVIIZB49
4Zitate
2Normen
Originalquelle anzeigen

Zitationsnetzwerk

4 Entscheidungen · 2 Normen

VolltextNur Zitat
Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2018:071118BVIIZB49.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VII ZB 49/17 vom 7. November 2018 in dem Zwangsvollstreckungsverfahren - 2 - Der VII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 7. November 2018 durch die Richter Halfmeier und Prof. Dr. Jurgeleit, die Richterinnen Graßnack und Dr. Brenneisen und den Richter Röhl beschlossen: Die Sache wird zur Entscheidung über die weitere Beschwerde der Gläubigerin gegen den Beschluss der 5. Zivilkammer des Landgerichts Schwerin vom 26. Juni 2017 an das Oberlandes- gericht Rostock abgegeben. Gerichtskosten für das Rechtsbeschwerdeverfahren werden nicht erhoben. Gründe: I. Die Gläubigerin betreibt die Zwangsvollstreckung gegen die Schuldner. Sie ließ im August 2016 durch den Obergerichtsvollzieher S. auf mehreren landwirtschaftlichen Flächen Weizen auf dem Halm pfänden. Nach Aberntung der Feldfrüchte wurde der Weizen bei der C. AG eingelagert. Mit Schreiben vom 10. April 2017 forderte der Obergerichtsvollzieher einen weiteren Kostenvorschuss in Höhe von 20.000 € binnen einer Frist von zwei Wochen für die notwendigen Maßnahmen zur weiteren Einlagerung des Weizens. Für den Fall, dass der Vorschuss nicht fristgerecht eingezahlt werde, drohte er die Aufhebung der Pfändung des eingelagerten Weizens an. 1 2 - 3 - Gegen die Vorschussanforderung hat die Gläubigerin Erinnerung einge- legt. Das Amtsgericht - Vollstreckungsgericht - hat die Erinnerung zurückgewie- sen. Die dagegen von der Gläubigerin eingelegte sofortige Beschwerde hat das Landgericht zurückgewiesen. Mit der vom Landgericht zugelassenen Rechtsbe- schwerde verfolgt die Gläubigerin ihr vorinstanzliches Begehren weiter. II. 1. Gegen die Beschwerdeentscheidung des Landgerichts bezüglich der Anforderung eines Kostenvorschusses seitens des Obergerichtsvollziehers ist die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof nicht statthaft. Das hat der Se- nat nach Erlass der angefochtenen Entscheidung in seinem Beschluss vom 10. Januar 2018 - VII ZB 65/17 (NJW 2018, 1606) eingehend dargelegt. Auf die Ausführungen in diesem Beschluss wird verwiesen. 2. Gegen die Beschwerdeentscheidung des Landgerichts ist nach § 5 Abs. 3 i.V.m. Abs. 2 Satz 2 GvKostG i.V.m. § 66 Abs. 4 GKG die weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht zulässig, weil das Landgericht sie wegen der grundsätzlichen Bedeutung der zur Entscheidung stehenden Frage in sei- nem Beschluss zugelassen hat. 3. Die Rechtsbeschwerde ist mit Rücksicht darauf, dass gegen die Be- schwerdeentscheidung des Landgerichts nicht die Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof, sondern die weitere Beschwerde zum Oberlandesgericht statthaft ist, nicht als unzulässig zu verwerfen, sondern in eine weitere Beschwerde umzudeuten und deshalb an das zuständige Oberlandesgericht abzugeben (BGH, Beschluss vom 10. Januar 2018 - VII ZB 65/17 Rn. 11, NJW 2018, 1606). 3 4 5 6 - 4 - 4. Wegen der im Rechtsbeschwerdeverfahren angefallenen Gerichtskos- ten macht der Senat von der Möglichkeit des § 21 Abs. 1 Satz 1 GKG Ge- brauch. Halfmeier Jurgeleit Graßnack Brenneisen Röhl Vorinstanzen: AG Wismar, Entscheidung vom 18.05.2017 - 14 M 995/16 - LG Schwerin, Entscheidung vom 26.06.2017 - 5 T 69/17 - 7