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Entscheidung

1 StR 454/17

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2019:040619B1STR454
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2019:040619B1STR454.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 1 StR 454/17 vom 4. Juni 2019 in der Strafsache gegen wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung hier: Antrag auf Pauschvergütung - 2 - Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag der Verteidigerin und nach Anhörung der Vertreterin der Bundeskasse am 4. Juni 2019 beschlossen: Der gerichtlich bestellten Verteidigerin, Rechtsanwältin G. , wird für die Vorbereitung und Wahrnehmung der Revisionshaupt- verhandlung anstelle der gesetzlichen Gebühr eine Pauschvergü- tung in Höhe von 560 Euro bewilligt. Gründe: Rechtsanwältin G. aus H. (S. ) ist für die Revisionshauptver- handlung mit Verfügung des Vorsitzenden vom 19. September 2018 zur Pflicht- verteidigerin des Angeklagten Y. bestellt worden. Die Pflichtverteidigerin hat die Bewilligung einer Pauschgebühr in Höhe von 560 € für die Vertretung in der Hauptverhandlung sowie für das Revisions- verfahren in Höhe von 1.110 € beantragt. Der Bundesgerichtshof ist gemäß § 51 Abs. 2 Satz 2 RVG für die Ent- scheidung über die Höhe der Terminsgebühr zuständig. Nach Anhörung der Staatskasse hat der Senat antragsgemäß eine Pauschgebühr in Höhe von 560 € bewilligt. 1 2 3 - 3 - Zur Vorbereitung der Hauptverhandlung vor dem Senat hatte sich die An- tragstellerin mit umfangreichen und schwierigen Fragestellungen aus dem Steuerstrafrecht im Bereich der Abgrenzung von Täterschaft und Teilnahme zu befassen, die auch eine Einarbeitung in das französische Recht erforderten. Angesichts dessen war der Zeitaufwand für die Vorbereitung des Termins höher als bei anderen Verfahren. Die gesetzlich vorgesehene Terminsgebühr für den Pflichtverteidiger in Höhe von 272 Euro war daher angemessen zu erhöhen, da eine besonders umfangreiche Vorbereitung der Revisionshauptverhandlung erforderlich war, die den üblichen mit einer Revision verbundenen Aufwand überstieg. Der Senat setzt deshalb antragsgemäß eine Pauschgebühr in Höhe von 560 € fest. Dies entspricht dem Höchstbetrag für die Wahlanwaltsvergütung. Die von der Antragstellerin beantragte Pauschvergütung für das Verfah- ren betrifft nicht die Revisionshauptverhandlung. Über die Höhe der Verfah- rensgebühr hat das zuständige Oberlandesgericht zu entscheiden (§ 51 Abs. 2 Satz 1 RVG). Raum Fischer Bär Leplow Pernice 4 5 6