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Entscheidung

XI ZR 199/18

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2020:240820BXIZR199
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2020:240820BXIZR199.18.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 199/18 vom 24. August 2020 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 24. August 2020 durch die Richterin Dr. Derstadt beschlossen: Die als Erinnerung anzusehende Eingabe des Klägers gegen den Kos- tenansatz des Bundesgerichtshofs vom 18. März 2020 - Kosten- rechnung mit dem Kassenzeichen vom 22. April 2020 - wird zurückgewiesen. Die Erinnerung gemäß § 66 GKG, deren Einlegung nicht die Vertretung durch einen beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt erfor- dert (§ 66 Abs. 5 Satz 1 Halbsatz 1 GKG), kann nur auf eine Verletzung des Kostenrechts gestützt werden (BGH, Beschluss vom 6. Juni 2013 - I ZR 8/06, juris Rn. 5; Senatsbeschluss vom 17. Juni 2014 - XI ZR 381/13, juris). Dagegen sind Einwendungen, die sich gegen die Kos- tenbelastung der Partei als solche richten, im Erinnerungsverfahren ausgeschlossen (BGH, Beschlüsse vom 29. November 2004 - VI ZB 2/04, juris Rn. 4 und vom 20. September 2007 - IX ZB 35/07, juris Rn. 3 f.). Hier macht der Kläger keine Verletzung des Kostenrechts gel- tend. Er beanstandet vielmehr, der Rechtsanwalt, der für ihn Nichtzu- lassungsbeschwerde eingelegt hat, habe auftragslos gehandelt. Diese Beanstandung kann nicht mit der Erinnerung geltend gemacht werden (vgl. BGH, Beschluss vom 8. Dezember 1997 - II ZR 139/96, juris; Se- natsbeschlüsse vom 17. Juni 2014 - XI ZR 381/13, juris und vom 15. Januar 2020 - XI ZR 271/19, juris). Der Kostenansatz ist auch rich- tig (GKG KV 1242). - 3 - Die Entscheidung ergeht gerichtsgebührenfrei. Außergerichtliche Kos- ten werden nicht erstattet (§ 66 Abs. 8 GKG). Derstadt Vorinstanzen: LG Nürnberg-Fürth, Entscheidung vom 22.08.2016 - 6 O 8350/13 - OLG Nürnberg, Entscheidung vom 28.02.2018 - 14 U 2009/16 -