Entscheidung
6 StR 523/23
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2024:100124B6STR523
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2024:100124B6STR523.23.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 6 StR 523/23 vom 10. Januar 2024 in der Strafsache gegen wegen besonders schwerer Vergewaltigung u.a. - 2 - Vorinstanz: Landgericht Saarbrücken, 05.05.2023 - 8 KLs 28/22 13 Js 120/22 Der 6. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 10. Januar 2024 gemäß § 349 Abs. 2 StPO beschlossen: Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Saarbrücken vom 5. Mai 2023 wird als unbegründet verworfen. Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels und die der Nebenklägerin im Revisionsverfahren entstandenen notwendi- gen Auslagen zu tragen. Ergänzend zu der Antragsschrift des Generalbundesanwalts bemerkt der Senat: Die in Tat II.2.1 der Urteilsgründe verwirklichte Verletzung des höchstpersönli- chen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten durch Bildaufnahmen (§ 201a Abs. 1 Nr. 5 StGB) steht mit der Verletzung des Intimbereichs durch Bild- aufnahmen (§ 184k Abs. 1 Nr. 3 StGB) sowie mit der Verbreitung pornographi- scher Inhalte (§ 184 Abs. 1 Nr. 6 StGB) in Tateinheit. Aufgrund ihrer unterschied- lichen Schutzrichtungen (vgl. LK-StGB/Berghäuser, 13. Aufl., § 184k Rn. 26, 52; LK-StGB/Valerius, 13. Aufl., § 201a Rn. 127, beide mwN) sind sämtliche vorge- nannten Straftatbestände in den Urteilstenor aufzunehmen, um den Schuldgehalt der Tat zu erfassen. Sander Wenske Fritsche von Schmettau Arnoldi