Entscheidung
XI ZR 68/24
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2025:090725BXIZR68
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2025:090725BXIZR68.24.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS XI ZR 68/24 vom 9. Juli 2025 in dem Rechtsstreit - 2 - Der XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 9. Juli 2025 durch den Vizepräsidenten Prof. Dr. Ellenberger, den Richter Dr. Grüneberg, die Richterin Dr. Derstadt, den Richter Dr. Sturm und die Richterin Ettl beschlossen: Die Gegenvorstellung des Klägers gegen die Festsetzung des Ge- genstandswerts in dem Beschluss des Senats vom 24. Juni 2025 wird zurückgewiesen. Gründe: Die Gegenvorstellung hat in der Sache keinen Erfolg. Der Streitwert der Vollstreckungsabwehrklage bestimmt sich nach dem Nennwert der titulierten Forderung. Das gilt auch dann, wenn Teile der Forderung erfüllt oder beigetrieben sind, es sei denn, aus den Klageanträgen oder aus der Klagebegründung ergibt sich, dass die Vollstreckung aus der Urkunde nur teil- weise für unzulässig erklärt werden soll (vgl. BGH, Beschluss vom 22. Feb- ruar 2023 - V ZR 70/21, juris Rn. 13). Zwar hat der Kläger mit der Klage zunächst begehrt, die Zwangsvollstre- ckung nur Zug um Zug gegen Abtretung einer Grundschuld in der Höhe der In- anspruchnahme des Klägers aus der Bürgschaft für unzulässig zu erklären. Da- bei hat der Kläger mehrfach auf eine Forderungshöhe von 137.951,22 € Bezug genommen. Mit Schriftsatz vom 15. Juli 2022, den er ausdrücklich als Klageer- 1 2 3 - 3 - weiterung bezeichnet hat, hat der Kläger jedoch beantragt, die Zwangsvollstre- ckung insgesamt für unzulässig zu erklären, da seiner Inanspruchnahme wegen der Nichtigkeit des Darlehensvertrags eine dauernde Einrede entgegenstehe. Diesen Antrag hat der Kläger erstinstanzlich und auch im Berufungsverfahren gestellt und wollte diesen mit der Revision in vollem Umfang weiterverfolgen. Für den Streitwert maßgeblich ist demnach der gesamte titulierte Wert der Forderung in Höhe von 600.000 €. Soweit der Kläger ausführt, der Streitwert für die Streithelfer sei lediglich mit bis zu 20.000 € zu beziffern, ist bereits nicht ersichtlich, inwiefern dies bei der Wertfestsetzung für die Gerichtsgebühren zu berücksichtigen sein sollte. Im Üb- rigen haben die Streithelfer ihren Beitritt nicht beschränkt; vor dem Landgericht haben sie sich dem Antrag der Beklagten angeschlossen (vgl. BGH, Beschluss vom 30. Oktober 1959 - V ZR 204/57, NJW 1960, 42 f.). Ellenberger Grüneberg Derstadt Sturm Ettl Vorinstanzen: LG Aachen, Entscheidung vom 16.05.2023 - 10 O 161/22 - OLG Köln, Entscheidung vom 08.05.2024 - 13 U 77/23 - 4