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Beschluss

II-3 UF 186/11

Oberlandesgericht Hamm, Entscheidung vom

OberlandesgerichtECLI:DE:OLGHAM:2012:1001.II3UF186.11.00
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Entscheidungsgründe
Tenor Auf die Be­schwer­de der weiteren Beteiligten zu 1. vom 26.07.2011 wird der am 09.06.2011 er­las­se­ne Be­schluss des Amtsgerichts - Familiengericht - Ahaus (Ak­ten­zei­chen 10 F 347/10) in Ver­bin­dung mit dem Be­rich­ti­gungs­be­schluss vom 15.07.2011 im Aus­spruch zum Ver­sor­gungs­aus­gleich teil­wei­se ab­ge­än­dert und wie folgt neu ge­fasst: I. Ein Aus­gleich zu Las­ten einer An­wart­schaft des An­trags­geg­ners bei der Ver­sor­gungs­an­stalt des Bun­des und der Län­der (Vers.-Nr. ####) fin­det nicht statt. II. Im Wege der in­ter­nen Tei­lung wird zu Las­ten des An­rechts der An­trag­stel­le­rin bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len, Vers.-Nr.: ###4, zu Guns­ten des An­trags­geg­ners ein An­recht in Höhe von 1,4888 Ent­gelt­punk­ten auf das vor­han­de­ne Ren­ten­ver­si­che­rungs­kon­to bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len, Vers.-Nr.: ###3, be­zo­gen auf den 30.06.2010, über­tra­gen. Im Üb­ri­gen fin­det ein Aus­gleich des An­rechts der An­trag­stel­le­rin bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len, Vers.-Nr.: ###4, wegen gro­ber Un­bil­lig­keit nicht statt. III. Im Wege der in­ter­nen Tei­lung wird zu Las­ten des An­rechts des An­trags­ge­gen­ers bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len, Vers.-Nr.: ###3, zu Guns­ten der An­trags­tel­le­rin ein An­recht in Höhe von 7,0165 Ent­gelt­punk­ten auf das vor­han­de­ne Ren­ten­ver­si­che­rungs­kon­to bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len, Vers.-Nr.: ###4, be­zo­gen auf den 30.06.2010, über­tra­gen. IV. Ein Aus­gleich der An­wart­schaft der An­trag­stel­le­rin bei der M Le­bens­ver­si­che­rung AG, Vers.-Nr.: #####/####, fin­det nicht statt. V. Ein Aus­gleich der An­wart­schaft des An­trags­geg­ners aus der fonds­ge­bun­de­nen Le­bens­ver­si­che­rung bei der M2 AG, Vers.-Nr.: ###2, fin­det nicht statt. Das Beschwerdeverfahren ist gerichtskostenfrei; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet. Der Ver­fah­rens­wert des Be­schwer­de­ver­fah­rens wird auf 3.780,00 EUR fest­ge­setzt. 1 Grün­de: 2 Die gemäß den §§ 58 Abs. 1, 59 Abs. 1, 63 Abs. 1 und 64 Abs. 1 FamFG zu­läs­si­ge, ins­be­son­de­re frist­ge­recht ein­ge­leg­te Be­schwer­de der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. hat in der Sache Er­folg und führt zu den aus dem Tenor die­ses Be­schlus­ses er­sicht­li­chen Ab­än­de­run­gen der Ent­sche­idung zum Ver­sor­gungs­aus­gleich. 3 Die wei­te­re Be­tei­lig­te zu 1. macht zu Recht gel­tend, dass der Ver­sor­gungs­aus­gleich wie in Zif­fer I., drit­ter Ab­satz des an­ge­foch­te­nen Be­schlus­ses nicht statt­zu­fin­den hat, wäh­rend der Senat auf der an­de­ren Seite zur Ver­mei­dung einer grob un­bil­li­gen Härte zum Nach­teil der An­trag­stel­le­rin gemäß § 27 Ver­sAusglG an­ge­ord­net hat, die in­ter­ne Tei­lung ihrer ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rungs­an­wart­schaf­ten genau um den Be­trag zu kür­zen, der dem Ka­pi­tal­aus­gleichs­wert ent­spricht, den sie un­ver­schul­det auf Grund des Aus­falls der in­ter­nen Tei­lung von An­wart­schaf­ten des An­trags­geg­ners bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. ver­lie­rt. Im Ein­zel­nen: 4 1) In die Er­geb­nis­fin­dung zum Ver­sor­gungs­aus­gleich kön­nen ent­ge­gen der Auf­fas­sung der An­trag­stel­le­rin auch nach rechts­kräf­ti­ger Ehe­schei­dung bis zum rechts­kräf­ti­gen Ab­schluss des Ver­sor­gungs­aus­gleichs­ver­fah­rens fest­ste­hen­de oder si­cher zu er­war­ten­de Ent­wick­lun­gen nach dem Ehe­zeit­en­de in die Ent­schei­dung mit ein­be­zo­gen wer­den (BGH, FamRZ 1988, S. 940; Pa­landt-Bru­der­mül­ler, BGB, 71. Auf­la­ge, § 27 Ver­sAusglG Rn. 14). Vor­lie­gend er­gibt sich aus der zu Be­weis­zwe­cken von Amts wegen bei­ge­zo­ge­nen Straf­ak­te 1 KLs 63 Js 975/10 AK 14/10 Land­ge­richt Müns­ter, dass der An­trags­geg­ner dort durch wegen Rechts­mit­tel­ver­zichts so­fort rechts­kräf­ti­ges Urteil vom 16.11.2010 wegen schwe­ren se­xu­el­len Miss­brauchs in sie­ben Fäl­len und se­xu­el­len Miss­brauchs in elf Fäl­len, je­weils be­gan­gen zum Nach­teil der ehe­li­chen Toch­ter der Be­tei­lig­ten zwi­schen 1996 und 2004, zu einer Ge­samt­frei­heits­stra­fe von fünf Jah­ren und sechs Mo­na­ten ver­ur­teilt wor­den ist. Auf Grund die­ser rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung zu einer Frei­heits­stra­fe von mehr als zwei Jah­ren wegen einer vor­sätz­li­chen Tat ist si­cher zu er­war­ten, dass das Er­lö­schen des An­spruchs des An­trags­geg­ners auf eine Ver­sor­gungs­ren­te wegen Er­werbs­min­de­rung bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. ab dem 01. De­zem­ber 2010 be­stands­kräf­tig ist oder wer­den wird. Seine Rechts­grund­la­ge fin­det die­ses Er­lö­schen ent­we­der in § 18 Abs. 2 Nr. 4 BetrAVG a. F. (gül­tig bis zum 31.12.2000) in Ver­bin­dung mit § 66 Abs. 3 S. 1 lit. a) der Sat­zung der VBL a. F. (Stand Juli 2000) oder in § 18 Abs. 1 Nr. 1, Abs. 5 BetrAVG n. F. in Ver­bin­dung mit § 42 Abs. 3 S. 1 lit. a) der ak­tu­el­len VBL-Sat­zung (Stand Ja­nu­ar 2011). Da­nach lässt die ge­setz­li­che Grund­la­ge des BetrAVG aus­drück­lich eine – durch Sat­zung zu tref­fen­de - Ver­sor­gungs­re­ge­lung öf­fent­li­cher Zu­satz­ver­sor­gungs­trä­ger wie der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. über das Er­lö­schen der Ver­sor­gungs­ren­te zu. 5 2) Der Senat geht davon aus, dass der Tat­be­stand der o. g. Er­lö­schens­nor­men – die (rechts­kräf­ti­ge) Ver­ur­tei­lung zu einer Frei­heits­stra­fe von min­des­tens zwei Jah­ren wegen einer vor­sätz­li­chen Tat – eben­so wie die kon­kre­te Maß­nah­me der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1., die Be­triebs­ren­te ein­zu­stel­len und das Er­lö­schen des An­spruchs fest­zu­stel­len, den An­trags­geg­ner ent­ge­gen sei­ner Auf­fas­sung nicht ver­fas­sungs­wid­rig in sei­nen Grund­rech­ten aus Art. 14 Abs. 1 GG und Art. 3 Abs. 1 GG ver­letzt. In­so­weit hat das Bun­des­ar­beits­ge­richt in einem ver­gleich­ba­ren Fall mit Urteil vom 21.11.2006 (Ak­ten­zei­chen 3 AZR 672/05, BAGE 120, S. 222 ff.) ent­schie­den, dass das Er­lö­schen einer Zu­satz­ver­sor­gungs­an­wart­schaft von Ar­beit­neh­mern im öf­fent­li­chen Dienst nach einer Straf­tat im Sinne des § 18 Abs. 2 Nr. 4 BetrAVG a. F. bzw. § 18 Abs. 2 Nr. 5 BetrAVG n. F. in Ver­bin­dung mit dem Ham­bur­gi­schen Zu­satz­ver­sor­gungs­ge­setz weder gegen Art. 14 Abs. 1 GG noch gegen Art. 3 Abs. 1 GG ver­stößt. Da sich aus der Ent­schei­dungs­ver­öf­fent­li­chung er­gibt, dass das Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richt die gegen das Urteil des Bun­des­ar­beits­ge­richts zum Ak­ten­zei­chen 1 BvR 875/07 ein­ge­leg­te Ver­fas­sungs­be­schwer­de durch Be­schluss vom 26.05.2009 nicht zur Ent­schei­dung an­ge­nom­men hat, sieht der Senat die Ver­fas­sungs­mä­ßig­keit der vor­lie­gend in Streit ste­hen­den Er­mäch­ti­gungs­grund­la­ge als höchst­rich­ter­lich ge­klärt an und ver­weist zur Ver­mei­dung von Wie­der­ho­lun­gen zur Be­grün­dung des vor­lie­gend fest­ge­stell­ten Er­geb­nis­ses der Ver­ein­bar­keit des Ent­zu­ges des An­spruchs auf eine öf­fent­li­che Zu­satz­ver­sor­gungs­ren­te mit den Art. 14 Abs. 1 GG und 3 Abs. 1 GG auf die Ent­schei­dun­gen des Bun­des­ar­beits­ge­richts und des Bun­des­ver­fas­sungs­ge­richts. 6 3) Da auf Sei­ten des An­trags­geg­ners nach all­dem zum Zeit­punkt der vor­lie­gen­den Ent­schei­dung des Se­nats mit si­che­rer Er­war­tung davon aus­ge­gan­gen wer­den muss, dass kein Zu­satz­ver­sor­gungs­an­recht bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. mehr für ihn be­steht oder be­ste­hen wird (zu die­sem Maß­stab siehe oben), fehlt es an einem An­recht im Sinne des § 2 Ver­sAusglG, das zu Guns­ten der An­trag­stel­le­rin aus­ge­gli­chen wer­den könn­te. Dies er­gibt sich auch aus der Kont­roll­über­le­gung, dass die An­trag­stel­le­rin eben­falls nicht mehr mit von der Ver­sor­gungs­an­wart­schaft des An­trags­geg­ners hätte pro­fi­tie­ren kön­nen, wenn der Er­lö­schens­tat­be­stand wäh­rend der Ehe ver­wirk­licht wor­den wäre und die Be­tei­lig­ten sich etwa nicht hät­ten schei­den las­sen. 7 4) Vor­ste­hen­des Er­geb­nis führt je­doch zu der ohne Kor­rek­tur nach § 27 Ver­sAusglG er­sicht­lich grob un­bil­li­gen Folge, dass der An­trags­geg­ner durch den wäh­rend der Ehe­zeit be­gan­ge­nen vor­sätz­li­chen mehr­fa­chen schwe­ren se­xu­el­len Miss­brauch zum Nach­teil der ge­mein­sa­men ehe­li­chen Toch­ter fak­tisch die be­rech­tig­ten Ver­sor­gungs­an­sprü­che der An­trag­stel­le­rin aus dem Ver­sor­gungs­aus­gleich schmä­lern würde, ohne dass diese hie­ran ein Ver­schul­den trifft oder sie die Mög­lich­keit hätte, diese un­vor­her­seh­ba­re Ver­sor­gungs­lü­cke noch nach­träg­lich zu schlie­ßen. Der Senat geht davon aus­, dass die an­ge­foch­te­ne Ent­schei­dung des Amts­ge­richts hin­sicht­lich sämt­li­cher An­ord­nun­gen zum Ver­sor­gungs­aus­gleich bis zu der vor­lie­gen­den Be­schwer­de­ent­schei­dung noch nicht rechts­kräf­tig ge­we­sen ist, da beide Ehe­gat­ten noch ohne Be­ach­tung von Fris­ten An­schluss­be­schwer­de gemäß § 66 FamFG hät­ten ein­le­gen kön­nen. In dem Ver­fah­ren über das Rechts­mit­tel des Trä­gers der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung oder der Ver­sor­gungs­last kann ein Ehe­gat­te daher noch gel­tend ma­chen, dass der Ver­sor­gungs­aus­gleich gemäß § 27 Ver­sAusglG aus­zu­schlie­ßen oder zu kür­zen sei (vgl. BGH, NJW 1985, S. 2266 – zur frü­he­ren Ge­set­zes­la­ge -; Bru­der­mül­ler, a.a.O, § 27 Ver­sAusglG Rn. 36). Der Senat legt das Vor­brin­gen der An­trag­stel­le­rin in dem Be­schwer­de­ver­fah­ren in ihrem Schrift­satz vom 17.10.2011 da­hin­ge­hend aus, dass diese sich er­kenn­bar sinn­ge­mäß auf eine grobe Un­bil­lig­keit im Sinne des § 27 Ver­sAusglG be­ru­fen will, so­weit wegen der Be­schwer­de ihre durch den Ver­sor­gungs­aus­gleich er­wor­be­nen An­wart­schaf­ten auf Grund eines ein­sei­ti­gen gro­ben Fehl­ver­hal­tens des An­trags­geg­ners un­wie­der­bring­lich ge­kürzt wür­den. Da der An­trag­stel­le­rin aus den obi­gen Grün­den das durch das Amts­ge­richt über­tra­ge­ne Ver­sor­gungs­an­recht bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. je­doch nicht er­hal­ten blei­ben kann, kann die Kor­rek­tur die­ser grob un­bil­li­gen Be­nach­tei­li­gung vor­lie­gend nur auf an­de­rem Wege er­fol­gen, wobei § 27 Ver­sAusglG eine Sank­ti­ons­norm ent­hält, die dem Fa­mi­lien­ge­richt eine den Be­son­der­hei­ten des Fal­les an­ge­pass­te He­rab­set­zung des Aus­gleichs ein­zel­ner An­rech­te bis hin zu deren völ­li­gem Aus­schluss ge­stat­tet (Bru­der­mül­ler, a. a. O., § 27 Rn. 5). Die ge­bo­te­ne Kor­rek­tur des Ge­samt­aus­gleichs kann vor­lie­gend nur in der Weise er­fol­gen, dass die An­trag­stel­le­rin als Kom­pen­sa­tion des Ver­lus­tes des Aus­gleichs­an­spruchs bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. von ihrem ei­ge­nen An­recht bei der be­tei­lig­ten Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len einen wert­mä­ßig ent­spre­chen­den An­teil nicht zu Guns­ten des An­trags­geg­ners aus­zu­glei­chen hat. Aus­weis­lich der erst­ins­tanz­li­chen Aus­kunft der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. vom 13.04.2011 be­trägt der mit dem te­no­rier­ten Aus­gleichs­wert von 54,55 Ver­sor­gungs­punk­ten kor­res­pon­die­ren­de Ka­pi­tal­aus­gleichs­wert 18.911,26 Euro. Um den ent­spre­chen­den Ge­gen­wert ist der Aus­gleichs­wert der ge­setz­li­chen Ren­ten­an­wart­schaft der An­trag­stel­le­rin zu kür­zen. Nach der Aus­kunft der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len vom 14.09.2010 be­trägt der Aus­gleichs­wert zu­guns­ten des An­trags­geg­ners an sich 4,4583 Ent­gelt­punk­te, was mit dem zum Ehe­zeit­en­de 30.06.2010 maß­ge­ben­den Um­rech­nungs­fak­tor von 6368,5970 (siehe S. 2 der Aus­kunft) mul­ti­pli­ziert zu einem Ka­pi­tal­aus­gleichs­wert von 28.393,12 Euro führt. Der vor­lie­gend zu Las­ten der An­trag­stel­le­rin ent­fal­len­de Ka­pi­tal­aus­gleichs­wert bei der wei­te­ren Be­tei­lig­ten zu 1. von 18.911,26 Euro ent­spricht dem­nach durch den Um­rech­nungs­fak­tor von 6368,5970 ge­teilt einem An­teil von 2,9695 Ent­gelt­punk­ten in der ge­setz­li­chen Ren­ten­ver­si­che­rung der An­trag­stel­le­rin. Um die al­lein durch den An­trags­geg­ner zu ver­ant­wor­ten­de grob un­bil­li­ge Schief­la­ge im Ver­sor­gungs­aus­gleichs-Ge­samt­er­geb­nis zu be­sei­ti­gen, ist daher der in­ter­ne Aus­gleich des An­rechts der An­trag­stel­le­rin bei der Deut­schen Ren­ten­ver­si­che­rung West­fa­len von in dem an­ge­foch­te­nen Be­schluss an­ge­ord­ne­ten 4,4583 Ent­gelt­punk­ten um 2,9695 Ent­gelt­punk­te – den Ge­gen­wert des Ka­pi­tal­aus­gleichs­werts von 18.911,26 Euro – auf le­dig­lich 1,4888 Ent­gelt­punk­te he­rab­zu­set­zen und im Üb­ri­gen in der Be­schluss­for­mel aus­zu­spre­chen, dass der Aus­gleich die­ser ge­setz­li­chen Ren­ten­an­wart­schaft an­sons­ten wegen gro­ber Un­bil­lig­keit unter­bleibt (vgl. § 224 Abs. 3 FamFG; Bru­der­mül­ler, a. a. O., § 27 Rn. 37). 8 5) Bzgl. der üb­ri­gen, nicht an­ge­foch­te­nen Re­ge­lun­gen zum Aus­gleich der ein­zel­nen An­rech­te ver­bleibt es bei der an­ge­foch­te­nen amts­ge­richt­li­chen Ent­schei­dung in Ver­bin­dung mit dem Be­rich­ti­gungs­be­schluss vom 15.07.2011. 9 6) Die Kos­ten­ent­schei­dung be­ruht auf den §§ 84, 80, 81 FamFG. 10 7) Die Fest­set­zung des Ver­fah­rens­wer­tes für das Be­schwer­de­ver­fah­ren be­ruht auf § 50 Abs. 1 S. 1 FamGKG. Aus­ge­hend von dem drei­fa­chen zu­sam­men­ge­rech­ne­ten Net­to­ein­kom­men gemäß dem erst­ins­tanz­lich fest­ge­setz­ten Schei­dungs­wert von 6.300,00 Euro und im iso­lier­ten Ver­sor­gungs­aus­gleichs­ver­fah­ren mit 20 % zu be­mes­sen­den be­trof­fe­nen An­rech­ten von drei Ver­sor­gungs­trä­gern im Be­schwer­de­ver­fah­ren er­gibt sich der fest­ge­setz­te Wert von 3.780,00 Euro. 11 Rechts­be­helfs­be­leh­rung: 12 Diese Ent­schei­dung ist un­an­fecht­bar.