Beschluss
19 A 2875/17.A
Oberverwaltungsgericht NRW, Entscheidung vom
ECLI:DE:OVGNRW:2019:0321.19A2875.17A.00
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Tenor
Die Berufung wird zugelassen.
Die Entscheidung über die Kosten des Antragsverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache.
Entscheidungsgründe
Die Berufung wird zugelassen. Die Entscheidung über die Kosten des Antragsverfahrens folgt der Kostenentscheidung in der Hauptsache. Gründe: Der Berufungszulassungsantrag ist zulässig und begründet. Die Berufung ist wegen der dargelegten grundsätzlichen Bedeutung der Rechtssache nach § 78 Abs. 3 Nr. 1 AsylG zuzulassen. Grundsätzlich klärungsbedürftig ist die von den Klägerinnen sinngemäß bezeichnete fallübergreifende Frage, ob bei drohender Einberufung zum Nationalen Dienst Eritreas und/oder bei drohenden Maßnahmen wegen Entziehung von diesem Dienst ein Verfolgungsgrund nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit § 3b Abs. 1 AsylG gegeben ist. Diese Frage ist in der Senatsrechtsprechung ungeklärt und wird von den Verwaltungsgerichten in Nordrhein-Westfalen unterschiedlich beantwortet. Bejahend VG Aachen, Urteil vom 16. Dezember 2016 ‑ 7 K 2327/16.A ‑, juris, Rn. 53; VG Arnsberg, Urteil vom 27. Juni 2018 ‑ 12 K 3982/16.A ‑, juris, Rn. 58; VG Minden, Urteil vom 13. November 2014 ‑ 10 K 2815/13.A ‑, Asylmagazin 2015, 77, juris, Rn. 45; verneinend VG Arnsberg, Urteil vom 4. Mai 2018 ‑ 12 K 5098/16.A ‑, juris, Rn. 53; VG Düsseldorf, Urteil vom 23. März 2017 ‑ 6 K 7338/16.A ‑, juris, Rn. 61; VG Gelsenkirchen, Urteil vom 9. Juli 2018 ‑ 1a K 902/18.A ‑, juris, Rn. 20; VG Münster, Urteil vom 23. August 2017 ‑ 9 K 325/15.A ‑, juris, Rn. 19.