Entscheidung
I ZB 96/15
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2016:120116BIZB96
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2016:120116BIZB96.15.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS I ZB 96/15 vom 12. Januar 2016 in dem Zwangsvollstreckungsverfahren - 2 - Der I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 12. Januar 2016 durch den Vorsitzenden Richter Prof. Dr. Büscher, die Richter Prof. Dr. Schaffert, Dr. Kirchhoff, Dr. Löffler und Feddersen beschlossen: Die Anhörungsrüge und die Gegenvorstellung gegen den Be- schluss vom 26. November 2015 wird auf Kosten des Schuldners als unzulässig verworfen. Gründe: I. Die vom Schuldner erhobene Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO ge- gen den Beschluss vom 26. November 2015 ist unzulässig, weil sie nicht von einem beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalt eingelegt worden ist. Im Rechtsbeschwerdeverfahren besteht Anwaltszwang (§ 78 Abs. 1 ZPO; vgl. BGH, Beschluss vom 21. März 2002 - IX ZB 18/02, NJW 2002, 2181). Das gilt auch für eine in diesem Verfahren erhobene Anhörungsrüge (st. Rspr.; vgl. nur BGH, Beschluss vom 18. Mai 2005 - VIII ZB 3/05, NJW 2005, 2017; Be- schluss vom 15. April 2015 - I ZB 16/15, juris mwN). II. Die vom Schuldner weiterhin erhobene, gesetzlich nicht geregelte Ge- genvorstellung gegen den Beschluss vom 26. November 2015 ist unstatthaft und damit unzulässig, weil dieser Beschluss als letztinstanzliche Entscheidung in materielle Rechtskraft erwachsen ist. Neben der Anhörungsrüge gemäß § 321a ZPO kommt eine in der Zivilprozessordnung nicht vorgesehene Durch- 1 2 - 3 - brechung der materiellen Rechtskraft im Wege einer Gegenvorstellung nicht in Betracht (BGH, Beschluss vom 22. Oktober 2015 - VI ZR 25/14, juris Rn. 1). Büscher Schaffert Kirchhoff Löffler Feddersen Vorinstanzen: AG Überlingen, Entscheidung vom 15.07.2015 - 4 M 3588/15 - LG Konstanz, Entscheidung vom 21.09.2015 - A 12 T 175/15 -