Entscheidung
3 StR 133/17
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
StrafrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2017:250417B3STR133
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2017:250417B3STR133.17.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS 3 StR 133/17 vom 25. April 2017 in der Strafsache gegen wegen schwerer Brandstiftung Der 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf Antrag des Generalbundesanwalts und nach Anhörung des Beschwerdeführers am 25. April 2017 einstimmig beschlos- sen: Die Revision des Angeklagten gegen das Urteil des Landgerichts Oldenburg vom 19. Dezember 2016 wird als unbegründet verworfen, da die Nachprüfung des Urteils auf Grund der Revisionsrechtfertigung keinen durchgreifenden Rechtsfehler zum Nachteil des Angeklagten ergeben hat (§ 349 Abs. 2 StPO). Der Beschwerdeführer hat die Kosten des Rechtsmittels zu tragen. Ergänzend bemerkt der Senat: Die im Rahmen der Strafzumessung von der Jugendkammer zu Unguns- ten des Angeklagten angeführte Erwägung, er habe den Ausgang und die Folgen der Brandlegung allein dem Zufall überlassen, indem er sich nach der Tat umgehend vom Tatort entfernte, erscheint vor dem Hinter- ECLI:DE:BGH:2017:250417B3STR133.17.0 grund des § 306e StGB bedenklich. Die Formulierung lässt besorgen, dass die Kammer dem Angeklagten das Fehlen eines Strafmilderungs- grundes angelastet hat (vgl. BGH, Beschluss vom 15. März 2011 - 3 StR 62/11, juris Rn. 5 mwN). Es ist indes auszuschließen, dass die maßgeb- lich nach erzieherischen Aspekten zu bemessende Jugendstrafe auf dem Rechtsfehler beruht. Becker Schäfer Tiemann Berg Hoch