Entscheidung
IV ZR 511/15
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2017:270917BIVZR511
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2017:270917BIVZR511.15.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS IV ZR 511/15 vom 27. September 2017 in dem Rechtsstreit - 2 - Der IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat durch den Richter Felsch, die Richterin Harsdorf-Gebhardt, den Richter Lehmann, die Richterinnen Dr. Brockmöller und Dr. Bußmann am 27. September 2017 beschlossen: Die Beschwerde gegen die Nichtzulassung der Revision in dem Beschluss des Oberlandesgerichts München - 25. Zi- vilsenat - vom 22. Oktober 2015 wird auf Kosten des Klä- gers zurückgewiesen. Die Rechtssache hat keine grund- sätzliche Bedeutung und weder die Fortbildung des Rechts noch die Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung e r- fordert eine Entscheidung des Revisionsgerichts (§ 543 Abs. 2 Satz 1 ZPO). Ergänzend bemerkt der Senat: Nach der hier maßgeblichen Fassung der Gliedertaxe in den Unfallversi- cherungsbedingungen (§ 2 Nr. 1.2 Buchst. a AUB 99-L) können Beein- trächtigungen des Schultergürtels nicht mehr unmittelbar nach dem Armwert der Gliedertaxe eingestuft werden (vgl. dazu Senatsurteil vom 1. April 2015 - IV ZR 104/13, VersR 2015, 617 Rn. 12 ff.). Gleichwohl ist der Tatrichter nicht gehindert, bei einer Schädigung, die zwar im Hals- wirbelbereich ihren Sitz hat, sich unter anderem auf die Schulter, letztlich aber vorwiegend auf die Funktionsfähigkeit eines Armes auswirkt, im Rahmen der Invaliditätsbemessung für nicht in der Gliedertaxe aufge- führte Körperteile (hier nach § 2 Nr. 1.2 Buchst. c AUB 99 -L), die Wer- tungen der Gliedertaxe in deren entsprechender Anwendung heranzuzie- hen, um Wertungswidersprüche zu den pauschalierten Invaliditätsgraden - 3 - der Gliedertaxe zu vermeiden (vgl. dazu OLG Karlsruhe, Urteil vom 30. Dezember 2016 - 12 U 97/16, VersR 2017, 747 [juris Rn. 43 ff.]; Gundlach, VersR 2017, 733, 734). Der Senat hat auch die Rügen der Verletzung von Verfahrensgrundrech- ten (Art. 3 Abs. 1 GG; Art. 103 Abs. 1 GG) geprüft und für nicht durc h- greifend erachtet. Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 4 Satz 2 Halb- satz 2 ZPO abgesehen. Streitwert: 23.100 € Felsch Harsdorf-Gebhardt Lehmann Dr. Brockmöller Dr. Bußmann Vorinstanzen: LG Ingolstadt, Entscheidung vom 03.03.2015 - 21 O 943/12 Ver - OLG München, Entscheidung vom 22.10.2015 - 25 U 2545/15 -