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Entscheidung

III ZR 52/21

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2021:160921BIIIZR52
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2021:160921BIIIZR52.21.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS III ZR 52/21 vom 16. September 2021 in dem Rechtsstreit - 2 - Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 16. September 2021 durch die Richter Dr. Remmert, Reiter, Dr. Kessen, Dr. Herr und Liepin beschlossen: Die Beschwerde des Klägers gegen die Nichtzulassung der Revi- sion in dem Urteil des Oberlandesgerichts Karlsruhe - Senate in Freiburg - 4. Zivilsenat - vom 12. März 2021 - 4 U 10/20 - wird zu- rückgewiesen. Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens (§ 97 Abs. 1 ZPO). Streitwert: 81.915 € Gründe: Die Rechtssache hat weder grundsätzliche Bedeutung (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 1 ZPO) noch ist eine Entscheidung des Revisionsgerichts zur Fortbil- dung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erfor- derlich (§ 543 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 ZPO). Die von der Beschwerde als rechtsgrundsätzlich aufgeworfene Frage des dringenden Beratungsbedarfs durch eine „andere Behörde“ in einer gewichtigen sozialrechtlichen Angelegenheit ist nicht entscheidungserheblich, weil es jeden- falls am Verschulden der Mitarbeiter der Beklagten im Sinne des § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB fehlt. Das Berufungsgericht hat als Kollegialgericht eine Amtspflicht- verletzung nach sorgfältiger Prüfung verneint. Es greift daher die Kollegialge- richts-Richtlinie ein. Danach trifft den Amtsträger kein Verschulden im Sinne des 1 2 - 3 - § 839 Abs. 1 Satz 1 BGB, wenn ein mit mehreren Berufsrichtern besetztes Kol- legialgericht die Amtstätigkeit als objektiv rechtmäßig angesehen hat (st. Rspr. des Senats; vgl. nur Urteile vom 2. August 2018 - III ZR 466/16, VersR 2019, 28 Rn. 24; vom 9. Juli 2020 - III ZR 245/18, VersR 2020, 1185 Rn. 17 und vom 11. März 2021 - III ZR 27/20, VersR 2021, 1043 Rn. 20; jew. mwN). Von einer weiteren Begründung wird gemäß § 544 Abs. 6 Satz 2 Halb- satz 2 ZPO abgesehen. Remmert Reiter Kessen Herr Liepin Vorinstanzen: LG Offenburg, Entscheidung vom 18.12.2019 - 2 O 626/18 - OLG Karlsruhe in Freiburg, Entscheidung vom 12.03.2021 - 4 U 10/20 - 3