Entscheidung
VIII ZA 6/25
Bundesgerichtshof, Entscheidung vom
ZivilrechtBundesgerichtECLI:DE:BGH:2025:050825BVIIIZA6
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Entscheidungsgründe
ECLI:DE:BGH:2025:050825BVIIIZA6.25.0 BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS VIII ZA 6/25 vom 5. August 2025 in dem Rechtsstreit - 2 - Der VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 5. August 2025 durch den Vorsitzenden Richter Dr. Bünger, den Richter Kosziol sowie die Richterinnen Dr. Liebert, Wiegand und Dr. Matussek beschlossen: Die Ablehnungsgesuche des Klägers gegen den Vorsitzenden Richter am Bundesgerichtshof Dr. Bünger, die Richterin am Bundesgerichtshof Dr. Liebert, den Richter am Bundesgerichtshof Dr. Schmidt sowie die Richterinnen am Bundesgerichtshof Wiegand und Dr. Matussek werden als unzulässig verworfen. Die Anträge des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde gegen den Beschluss des Landge- richts Heidelberg vom 30. April 2025 (5 S 32/23) und auf Beiord- nung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsan- walts werden zurückgewiesen. Gründe: 1. Die Ablehnungsgesuche des Klägers gegen die im Tenor bezeichneten, an den Beschlüssen des Senats (jeweils) vom 7. Mai 2024 und vom 2. Juli 2024 in den vorhergehenden Verfahren VIII ZA 7/23 und VIII ZA 5/24 beteiligten Richter sind of- fensichtlich unzulässig und deshalb unter Mitwirkung der abgelehnten Richter, soweit diese nach der Geschäftsverteilung des Senats aktuell zur Entscheidung berufen sind, zu verwerfen (vgl. Senatsbeschlüsse vom 28. August 2018 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 1; vom 7. Mai 2024 - VIII ZA 5/24, juris Rn. 1 mwN; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, juris Rn. 1 mwN; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, juris Rn. 1). 1 - 3 - Ein Ablehnungsgesuch, das lediglich Ausführungen enthält, die zur Begrün- dung der Besorgnis der Befangenheit gänzlich ungeeignet sind, ist offensichtlich un- zulässig (BVerfGE 153, 72 Rn. 2; 159, 147 Rn. 2; Senatsbeschlüsse vom 28. August 2018 - VIII ZR 127/17, aaO Rn. 3 mwN; vom 4. Juli 2023 - VIII ZB 25/23, juris Rn. 2; vom 25. April 2023 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 4; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, juris Rn. 2; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO Rn. 2). So verhält es sich hier. Objektive Gründe, die geeignet erscheinen könnten, vom Standpunkt des Klägers bei vernünf- tiger Betrachtung aller Umstände die Befürchtung zu erwecken, die abgelehnten Richter hätten der Sache nicht unvoreingenommen und damit nicht unparteiisch ge- genübergestanden, sind mit den Eingaben des Klägers weder aufgezeigt noch sonst erkennbar (vgl. Senatsbeschlüsse vom 4. Juli 2023 - VIII ZB 25/23, aaO; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, aaO Rn. 2; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, aaO; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO). Auch der Einholung von dienstlichen Stellungnahmen der abgelehnten Richter bedarf es insoweit nicht (vgl. Senatsbeschlüsse vom 13. Juni 2023 - VIII ZR 127/17, juris Rn. 2 mwN; vom 28. Mai 2024 - VIII ZA 14/23, aaO Rn. 2; vom 2. Juli 2024 - VIII ZA 5/24, aaO; vom 3. Juni 2025 - VIII ZB 62/24, aaO). 2. Die Anträge des Klägers auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe für eine Rechtsbeschwerde und auf Beiordnung eines beim Bundesgerichtshof zugelassenen Rechtsanwalts (§ 121 ZPO) sind abzulehnen, weil die beabsichtigte Rechtsverfol- gung keine Aussicht auf Erfolg bietet (§ 114 Abs. 1 Satz 1 ZPO). Eine Rechtsbe- schwerde gegen den angegriffenen Beschluss des Berufungsgerichts wäre zwar (le- diglich) hinsichtlich der darin erfolgten Verwerfung der Berufung als unzulässig statt- haft (§ 574 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 iVm § 522 Abs. 1 Satz 4 ZPO). Sie hätte jedoch auch insoweit keine Aussicht auf Erfolg, da der vorbezeichnete Beschluss auch unter Be- rücksichtigung der Begründung des Prozesskostenhilfeantrags des Klägers keinen der in § 574 Abs. 2 ZPO geregelten, auch bei einer Rechtsbeschwerde gegen einen die Berufung - wie hier - als unzulässig verwerfenden Beschluss erforderlichen (siehe 2 3 - 4 - hierzu nur Senatsbeschlüsse vom 21. Februar 2023 - VIII ZB 17/22, juris Rn. 14; vom 10. Oktober 2023 - VIII ZB 29/22, juris Rn. 8; jeweils mwN) Zulässigkeitsgründe er- kennen lässt. Die Rechtssache wirft weder entscheidungserhebliche Fragen von grundsätzlicher Bedeutung auf noch erfordert sie eine Entscheidung des Rechtsbe- schwerdegerichts zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung. Dr. Bünger Kosziol Dr. Liebert Wiegand Dr. Matussek Vorinstanzen: AG Heidelberg, Entscheidung vom 10.11.2020 - 25 C 267/13 - LG Heidelberg, Entscheidung vom 30.04.2025 - 5 S 32/23 -