Beschluss
2 W (pat) Ep 24/22
Bundespatentgericht, Entscheidung vom
PatentrechtBundesgerichtECLI:DE:BPatG:2024:071124U2Wpat24.22EP.0
9Zitate
1Normen
Zitationsnetzwerk
9 Entscheidungen · 1 Normen
VolltextNur Zitat
Entscheidungsgründe
BUNDESPATENTGERICHT ECLI:DE:BPatG:2024:071124U2Wpat24.22EP.0 IM NAMEN DES VOLKES URTEIL 2 Ni 24/22 (EP) verbunden mit 2 Ni 31/22 (EP) (Aktenzeichen) In Patentnichtigkeitssache … - 2 - - 3 - betreffend das europäische Patent EP 3 404 660 (DE 60 2010 067 180) hat der 2. Senat (Nichtigkeitssenat) des Bundespatentgerichts auf Grund der mündlichen Verhandlung vom 7. November 2024 unter Mitwirkung des Richters Dr. Himmelmann als Vorsitzendem sowie der Richter Eisenrauch, Dipl.-Phys. Dr. rer. nat. Zebisch, Dr.-Ing. Kapels und der Richterin Dipl.-Phys. Dr. Schenkl für Recht erkannt: I. Das europäische Patent EP 3 404 660 wird mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland in vollem Umfang für nichtig erklärt. II. Die Kosten des Rechtsstreits trägt die Beklagte. III. Das Urteil ist gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 120 % des zu vollstreckenden Betrages vorläufig vollstreckbar. T a t b e s t a n d Die Beklagte ist Inhaberin des auch mit Wirkung für die Bundesrepublik Deutschland erteilten und am 1. Juli 2010 in der Verfahrenssprache Englisch international angemeldeten europäischen Patents EP 3 404 660, das die Bezeichnung „SYSTEM AND METHOD UTILIZING DISTRIBUTED BYTE-WISE BUFFERS ON A MEMORY MODULE“ („SYSTEM UND VERFAHREN MIT VERWENDUNG VERTEILTER BYTE-BASIERTER PUFFER AUF EINEM SPEICHERMODUL“) trägt und die Prioritäten US 50413109 vom 16. Juli 2009 und US 76117910 vom 15. April 2010 in Anspruch nimmt. Es wird vom Deutschen Patent- und Markenamt unter der Nummer DE 60 2010 067 180 geführt. Der - 4 - Veröffentlichungstag der mit der EP 3 404 660 B1 (Streitpatentschrift) publizierten Patenterteilung ist der 23. Juni 2021. Das Streitpatent umfasst die unabhängigen Vorrichtungsansprüche 1 und 8 (jeweils betreffend ein Speichermodul) und die abhängigen Ansprüche 2 bis 7 sowie 9 bis 14. Die Klägerin 1 begehrt die Nichtigerklärung des deutschen Teils des Streitpatents im Umfang der Ansprüche 1, 3, 4 und 7. Die Klägerinnen 2, 3 und 4 begehren jeweils die Nichtigerklärung des deutschen Teils des Streitpatents in vollem Umfang. Die Beklagte verteidigt das Streitpatent unbeschränkt und hilfsweise beschränkt mit 14 Hilfsanträgen. Die Klägerinnen stützen ihre Klage auf den Nichtigkeitsgrund der mangelnden Patentfähigkeit mit Blick auf fehlende Neuheit und fehlende erfinderische Tätigkeit und den Nichtigkeitsgrund der unzulässigen Erweiterung. Zur Stützung ihres Vorbringens hat die Klägerin 1 die folgenden Dokumente genannt: NK1 Verletzungsklageschrift der Beklagten gegen die M…, Inc. (USA) und die M1… (Deutschland) GmbH, M…, an das LG D…vom 31. März 2022; NK2 EP 3 404 660 B1 (Streitpatentschrift); NK3 WO 2011/008580 A1; NK4a US 12/504,131 (Prioritätsunterlagen); NK4b US 12/761,179 (Prioritätsunterlagen); NK5 EP 3 404 660 A1; NK6 DPMA, Registerauszug zum Aktenzeichen 60 2010 067 180.1, Stand am 29. August 2022 (letzte Aktualisierung in DPMAregister am 4. Juni 2022); NK7 LG M…Endurteil vom …; NK8 DE 20 2010 018 501 U1; NK9 DPMA (20 2010 018 501.7), Beschluss vom 28. Mai 2019; - 5 - NK10 Unterlagen zur parallelen Verletzungsstreitigkeit; Klageschrift der Beklagten gestützt auf EP 2 454 735 und gerichtet an das LG D… vom 31. März 2022; NK11 US 2006/0277355 A1; NK12 US 7,024,518 B2; NK13 US 2009/0248969 A1; NK14 JEDEC Solid State Technology Association, JEDEC Standard JESD79-2B, „DDR2 SDRAM Specification“, Januar 2005; NK15a Merkmalsgliederung des Anspruchs 1 des Streitpatents – (Englisch); NK15b Merkmalsgliederung des Anspruchs 1 – (deutsche Übersetzung); NK15c Merkmalsgliederung des Anspruchs 1 – (korrigierte Fassung von NK15b); NK16 Wikipedia „Power-on self-test“, https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Power-on_self- test&oldid=301955093; NK17 Wikipedia „Serial presence detect“, https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Serial_presence_detect&oldid=30 2285905; NK18 Wikipedia “DIMM”, https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=DIMM&oldid=299394638. Zur Stützung ihres Vorbringens hat die Klägerin 2 die folgenden Dokumente genannt: QE 1 Verletzungsklageschrift der Beklagten u. a. gegen G… Limited (Irland), G1… GmbH, H…, und G2… (USA) an das LG D… vom 26. Juli 2022; QE 2 Nichtigkeitsklageschrift der Klägerinnen 3 und 4 (2 Ni 31/22 (EP)) vom 28. Oktober 2022 an das BPatG; QE 3 Gegenüberstellung des Anspruchs 1 in erteilter Fassung mit Anspruch 1 der Ursprungsanmeldung, WO 2011/008580 A1 (NK3); QE 4 US 7,464,225 B2. - 6 - Zur Stützung ihres Vorbringens haben die Klägerinnen 3 und 4 die folgenden Dokumente genannt: SP1 EP 3 404 660 B1 (Streitpatentschrift); SP2 EP 3 404 660 A1; SP3 WO 2011/008580 A1; SP4 US 12/504,131 (Prioritätsunterlagen); SP5 US 12/761;179 (Prioritätsunterlagen); SP6 DPMA, Registerauszug zum Aktenzeichen 60 2010 067 180.1, Stand am 28. Oktober 2022 (letzte Aktualisierung in DPMAregister am 6. Oktober 2022); SP7 Verletzungsklageschrift der Beklagten gegen die Klägerinnen 3 und 4 an das LG D… vom 3. Juni 2022; SP7a Schriftsatz der Beklagten an das LG D… vom 1. Juni 2023; SP7b Merkmalsgliederung des Anspruchs 1 (geänderte Fassung in deutscher Übersetzung); SP8 Erwiderung der Beklagten vom 18. September 2023 auf die Stellungnahme der Klägerinnen vom 3. Juli 2023 zum qualifizierten Hinweis des Senats (Nichtigkeitsklage 2 Ni 23/22 (EP) verb. m. 2 Ni 30/22 (EP)); ZP1 US 2006/0277355 A1; ZP2 Bruce Jacob et al., „Memory Systems Cache, DRAM, Disk“, Elsevier Inc. 2008, ISBN: 978-0-12-379751-3, Seiten 315-352, 377-456; ZP3 JEDEC Solid State Technology Association, JEDEC Standard JESD79F, „Double Data Rate (DDR) SDRAM”, Februar 2008; ZP4 U. Tietze, Ch. Schenk, „Halbleiter-Schaltungstechnik“, 6. Auflage, ISBN: 3- 540-12488-8, Springer-Verlag, 1983, Seite 634-637; ZP5 Harold S. Stone, „Microcomputer Interfacing“, Addison-Wesley Publishing Company, Inc., 1982, ISBN-0-201-07403-6, Seiten 126-160; ZP6 Paul Horowitz / Winfield Hill, „The Art of Electronics“, 2. Auflage, Cambridge University Press, 1989, ISBN 0 521 37095 7 hardback, Seite 471-490; ZP7 US 7,024,518 B2; ZP8 JEDEC Solid State Technology Association, JEDEC Standard JESD79-2A, „DDR2 SDRAM SPECIFICATION”, Januar 2004; - 7 - ZP9 US 2009/0248969 A1; ZP10 = ZP4; ZP11 US 7,532,537 B2; ZP12 WO 2008/063251 A2; ZP13 Texas Instruments (Datenblatt), SN54LS245, SN74LS245 OCTAL BUS TRANSCEIVERS WITH 3-STATE OUTPUTS. Die Klägerin zu 1 stellt den Antrag, das europäische Patent EP 3 404 660 mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland im Umfang der Ansprüche 1, 3, 4 und 7 für nichtig zu erklären. Die Klägerinnen zu 2, 3 und 4 stellen jeweils den Antrag, das europäische Patent EP 3 404 660 mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland in vollem Umfang für nichtig zu erklären. Die Beklagte hat in der mündlichen Verhandlung vom 7. November 2024 dem Senat die neuen Hilfsanträge 11a, 12a und 13a überreicht, wobei die Klägerinnen Kopien dieser Hilfsanträge erhalten haben. Die Beklagte stellt zuletzt den Antrag, die Klagen abzuweisen, hilfsweise das europäische Patent EP 4 404 660 unter Klageabweisung im Übrigen mit Wirkung für das Hoheitsgebiet der Bundesrepublik Deutschland insoweit für nichtig zu erklären, als seine Ansprüche über die Fassung eines der Hilfsanträge 1 bis 10, jeweils vom 31. Juli 2023, sowie des Hilfsantrags 11 vom 7. Juni 2024, des Hilfsantrages 11a, wie in der mündlichen Verhandlung übergeben, des Hilfsantrags 12 vom 7. Juni 2024, des Hilfsantrags 12a, wie in der mündlichen Verhandlung übergeben, des Hilfsantrags 13 vom 7. Juni 2024, des Hilfsantrags 13a, wie in der mündlichen Verhandlung übergeben, und des Hilfsantrags 14 vom 7. Juni 2024 – und zwar in - 8 - aufsteigender numerischer Reihenfolge – hinausgehen. Die Beklagte erklärt in der mündlichen Verhandlung vom 7. November 2024, dass sie die Patentansprüche gemäß Hauptantrag und Hilfsanträgen jeweils als geschlossenen Anspruchssatz ansieht, der insgesamt beansprucht wird. Die Beklagte tritt der Argumentation der Klägerinnen in allen wesentlichen Punkten entgegen und vertritt die Auffassung, dass die erteilten Ansprüche neu seien, auf einer erfinderischen Tätigkeit beruhen würden und nicht unzulässig erweitert seien. Das Streitpatent sei jedenfalls in der Fassung eines der Hilfsanträge patentfähig. Der erteilte Patentanspruch 1 lautet in der Verfahrenssprache Englisch gemäß EP 3 404 660 B1 (Streitpatentschrift NK 2) mit hinzugefügter Merkmalsgliederung des Senats: 1. A memory module (402') 1.1 having a bit width of N 1.2 for use in a computer system including a system memory controller, 2. the computer system including control lines (440) and N-bit-wide data lines (450) coupling the memory module to the system memory controller, comprising: 3. a printed circuit board, PCB, (410') mountable in a module slot of the computer system, 3.1 the PCB has an edge connector comprising a plurality of electrical contacts 3.1.a which are positioned on an edge of the PCB and 3.1.b are positioned to be releasably coupled to corresponding contacts of a computer system socket to provide electrical conductivity between the system memory controller and the memory module; 4. memory devices (412') each having a bit width of 4 bits, 4.1 the memory devices being mechanically coupled to the PCB and 4.2 arranged in multiple N-bit-wide ranks such that only one N-bit-wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory controller in response to the memory module receiving from the memory controller a set of control signals for a memory read or write operation; - 9 - 5. a control circuit (430') mechanically coupled to the PCB and operatively coupled to the memory devices via registered control lines, the control circuit configurable to 5.1 register first control signals for a memory read operation received from the system memory controller via the control lines and 5.2 to produce first module control signals, 5.3 the control circuit being further configurable to register second control signals for a memory write operation received from the system memory controller via the control lines and 5.4 to produce second module control signals; and 6. n/2 data transmission circuits (416') mechanically coupled to the PCB and distributed at corresponding positions along the edge connector of the PCB, 6.1 the n/2 data transmission circuits configurable to be 6.1.a operatively coupled to the system memory controller and 6.1.b configurable to receive module control signals from the control circuit, 6.2 each respective data transmission circuit (416') of the of the n/2 data transmission circuits having a bit width of 8 bits and 6.2.a having a first side that is operatively coupled to a respective byte-wise section of the data lines, and 6.2.b a second side that is operatively coupled to two associated memory devices in each of the multiple ranks, 6.3 the respective data transmission circuit 6.3.a including a byte-wise read data path from the second side to the first side, 6.3.a.1 the byte-wise read data path including read tristate buffers (509), 6.3.b a byte-wise write data path from the first side to the second side, 6.3.b.1 the byte-wise write data path including write tristate buffers (504, 506), and 6.3.c control logic circuitry controlling the byte-wise read data path and the byte- wise write data path in response to module control signals received from the control circuit; 7. wherein, in the memory read operation, a first one of the multiple ranks is selected to output N-bit wide read data in response to registered control signals for the memory read operation from the control circuit, - 10 - 7.1 and the control logic circuitry is configurable to enable, in response to the first module control signals, the byte-wise read data path for a first time period 7.1.a when a respective byte-wise section of the N-bit wide read data is passing from the associated two memory devices in one of the multiple ranks to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines via the byte-wise read data path, 7.1.b whereby the read tristate buffers are enabled for the first time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide read data to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines and 7.1.c the read tristate buffers are disabled after the first time period; 8. wherein, in the memory write operation, a second one of the multiple ranks is selected to receive N-bit wide write data in response to registered control signals for the memory write operation from the control circuit, 8.1 and the control logic circuitry is configurable to enable, in response to the second module control signals, the byte-wise write data path for a second time period 8.1.a when a respective byte-wise section of the N-bit wide write data is passing from the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks via the byte-wise write data path, 8.1.b whereby the write tristate buffers are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks and 8.1.c the write tristate buffers are disabled after the second time period. In deutscher Übersetzung gemäß der EP 3 404 660 B1 lautet der erteilte Patentanspruch 1 wie folgt (mit Merkmalsgliederung des Senats): 1. Speichermodul (402'), 1.1 das eine Bitbreite von N hat, 1.2 zur Verwendung in einem Computersystem mit einem Systemspeichercontroller, - 11 - 2. wobei das Computersystem Steuerleitungen (440) und N-Bit-breite Datenleitungen (450) hat, die das Speichermodul mit dem Systemspeichercontroller verbinden, aufweisend: 3. eine gedruckte Leiterplatte (410'), die in einem Modulschlitz des Computersystems installiert werden kann, 3.1 wobei die gedruckte Leiterplatte einen Kantenstecker hat, der eine Vielzahl elektrischer Kontakte aufweist, 3.1.a die an einer Kante der gedruckten Leiterplatte positioniert sind und 3.1.b dazu positioniert sind, lösbar mit korrespondierenden Kontakten eines Computersystemsockels verbunden zu werden, um elektrische Leitfähigkeit zwischen dem Systemspeichercontroller und dem Speichermodul bereitzustellen; 4. Speichervorrichtungen (412'), die jeweils eine Bitbreite von 4 Bits haben, 4.1 wobei die Speichervorrichtungen mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte verbunden und 4.2 in mehreren N-Bit-breiten Reihen derart angeordnet sind, dass nur eine N- Bit-breite Reihe auf dem Speichermodul N-Bit-breite Daten mit dem Speichercontroller im Ansprechen darauf kommuniziert, dass das Speichermodul von dem Speichercontroller einen Satz von Steuersignalen für eine Speicherlese- oder -schreiboperation empfängt; 5. eine Steuerschaltung (430'), die mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte verbunden ist und über registrierte Steuerleitungen betriebsbereit mit den Speichervorrichtungen verbunden ist, wobei die Steuerschaltung dazu konfigurierbar ist, 5.1 erste Steuersignale für eine Speicherleseoperation zu registrieren, die von dem Systemspeichercontroller über die Steuerleitungen empfangen werden, und 5.2 erste Modulsteuersignale zu erzeugen, 5.3 wobei die Steuerschaltung des Weiteren dazu konfigurierbar ist, zweite Steuersignale für eine Speicherschreiboperation zu registrieren, die von dem Systemspeichercontroller über die Steuerleitungen empfangen werden, 5.4 und zweite Modulsteuersignale zu erzeugen; und - 12 - 6. n/2 Datenübertragungsschaltungen (416'), die mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte verbunden und an korrespondierenden Stellen entlang des Kantensteckers der gedruckten Leiterplatte verteilt sind, 6.1 wobei die n/2 Datenübertragungsschaltungen dazu konfigurierbar sind, 6.1.a mit dem Systemspeichercontroller betriebsbereit verbunden zu werden, und 6.1.b dazu konfigurierbar sind, Modulsteuersignale von der Steuerschaltung zu empfangen, 6.2 wobei jede jeweilige Datenübertragungsschaltung (416') der n/2 Datenübertragungsschaltungen eine Bitbreite von 8 Bits hat und 6.2.a eine erste Seite hat, die betriebsbereit mit einem jeweiligen byteweisen Abschnitt der Datenleitungen verbunden ist, und 6.2.b eine zweite Seite, die betriebsbereit mit zwei zugehörigen Speichervorrichtungen in jeder der mehreren Reihen verbunden ist, 6.3 wobei die jeweilige Datenübertragungsschaltung 6.3.a einen byteweisen Lesedatenpfad von der zweiten Seite zu der ersten Seite aufweist, 6.3.a.1 wobei der byteweise Lesedatenpfad Lese-Tristate-Puffer (509) aufweist, 6.3.b einen byteweisen Schreibdatenpfad von der ersten Seite zu der zweiten Seite, 6.3.b.1 wobei der byteweise Schreibdatenpfad Schreib-Tristate-Puffer (504, 506) aufweist, und 6.3.c Steuerlogikschaltung, die den byteweisen Lesedatenpfad und den byteweisen Schreibdatenpfad im Ansprechen auf Modulsteuersignale, die von der Steuerschaltung empfangen werden, steuert; 7. wobei bei der Speicherleseoperation eine erste der mehreren Reihen ausgewählt wird, um N-Bit-breite Lesedaten im Ansprechen auf registrierte Steuersignale für die Speicherleseoperation aus der Steuerschaltung auszugeben, 7.1 und die Steuerlogikschaltung dazu konfigurierbar ist, im Ansprechen auf die ersten Modulsteuersignale den byteweisen Lesedatenpfad für eine erste Dauer zu aktivieren, - 13 - 7.1.a wenn ein jeweiliger byteweiser Abschnitt des N-Bit-breiten Lesedatenpfads von den zugehörigen zwei Speichervorrichtungen in einer der mehreren Reihen zu dem jeweiligen byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen über den byteweisen Lesedatenpfad übergeht, 7.1.b wobei die Lese-Tristate-Puffer für die erste Dauer aktiviert werden, um den byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Lesedaten zu dem jeweiligen byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen zu treiben, und 7.1.c die Lese-Tristate-Puffer nach der ersten Dauer deaktiviert werden; 8. wobei bei der Speicherschreiboperation eine zweite der mehreren Reihen ausgewählt wird, um N-Bit-breite Schreibdaten im Ansprechen auf registrierte Steuersignale für die Speicherschreiboperation von der Steuerschaltung zu empfangen, 8.1 und die Steuerlogikschaltung dazu konfigurierbar ist, im Ansprechen auf die zweiten Modulsteuersignale den byteweisen Schreibdatenpfad für eine zweite Dauer zu aktivieren, 8.1.a wenn ein jeweiliger byteweiser Abschnitt der N-Bit-breiten Schreibdaten von dem jeweiligen byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen zu den zugehörigen zwei Speichervorrichtungen in der zweiten der mehreren Reihen über den byteweisen Schreibdatenpfad übergeht, 8.1.b wobei die Schreib-Tristate-Puffer für die zweite Dauer aktiviert werden, um den byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Schreibdaten zu den zugehörigen zwei Speichervorrichtungen in der zweiten der mehreren Reihen zu treiben, und 8.1.c die Schreib-Tristate-Puffer nach der zweiten Dauer deaktiviert werden. Der erteilte selbständige Patentanspruch 8 entspricht dem Anspruch 1, wobei die Speichervorrichtungen jeweils eine Bitbreite von 8 statt 4 Bits haben (Merkmal 4) und das Speichermodul n statt n/2 Datenübertragungsschaltungen aufweist (Merkmale 6, 6.1 und 6.2). Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 1 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem erteilten Anspruch 1 (Hauptantrag), indem die folgenden Merkmale geändert bzw. aufgenommen wurden (Änderungen unterstrichen): - 14 - 4a HA1 wherein, when the system memory controller executes a memory read or write operation, the memory read or write operation is targeted at a specific one of the multiple N-bit-wide ranks of the memory module; 6.2.b HA1 a second side that is operatively coupled to two associated memory devices in each of the multiple ranks via a respective set of module data lines (452’), 6.4 HA1 wherein each module data line (452') of the respective set of module data lines (452') is connected to a respective memory device (412') in each of the multiple N-bit-wide ranks, 6.4.a HA1 such that each data line (450') of the N-bit-wide data lines (450') and a corresponding module data line (452') of the respective set of module data lines (452') carry data from the system memory controller through the respective data transmission circuit (416') to the respective memory device (412') in each of the multiple N-bit-wide ranks; Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 2 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 1, indem einige Merkmale geändert (Merkmale 4.2 HA2 , 5.1 HA2 und 5.3 HA2 ) und das weitere Merkmal 5.5 HA2 aufgenommen wurde (Änderungen unterstrichen): 4.2 HA2 arranged in multiple N-bit-wide ranks such that only one N-bit-wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory controller in response to the memory module receiving from the memory controller a set of control signals, including chip-select signals, for a memory read or write operation; 5.1 HA2 register first control signals, including chip-select signals, for a memory read operation received from the system memory controller via the control lines and 5.3 HA2 the control circuit being further configurable to register second control signals, including chip-select signals, for a memory write operation received from the system memory controller via the control lines and 5.5 HA2 the control circuit (430') being further configured to transmit the registered first or second control signals, including the registered chip-select signals, to the memory devices (412') via the registered control lines for activating - 15 - the specific one of the N-bit-wide ranks to perform the memory read or write operation; Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 3 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem erteilten Anspruch 1 (Hauptantrag), indem einige Merkmale geändert (Merkmale 4.2 HA3 , 5.1 HA3 und 5.3 HA3 ) und das Merkmal 4a HA1 des Hilfsantrags 1 sowie weitere Merkmale (5.5 HA3 , 9 HA3 und 9.1 HA3 ) aufgenommen wurden (Änderungen unterstrichen): 4.2 HA3 arranged in multiple N-bit-wide ranks such that only one N-bit-wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory controller in response to the memory module receiving from the memory controller a set of control signals, including column address signals, for a memory read or write operation; 5.1 HA3 register first control signals, including column address signals, for a memory read operation received from the system memory controller via the control lines and 5.3 HA3 the control circuit being further configurable to register second control signals, including column address signals, for a memory write operation received from the system memory controller via the control lines and 5.5 HA3 the control circuit (430') being further configured to transmit the registered first or second control signals, including the registered column address signals, to the memory devices (412') via the registered control lines to access a particular column in the specific one of the N-bit-wide ranks to perform the memory read or write operation; 9 HA3 wherein the memory module is further configured to control operation of the data transmission circuits (416') by using a column address strobe, CAS, latency, 9.1 HA3 wherein the CAS latency is a delay time which elapses between the moment the system memory controller informs the memory module to access the particular column in the specific one of the N-bit-wide ranks and the moment the data for or from the particular column is on output pins of the specific one of the N-bit-wide ranks. - 16 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 4 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 3, indem die Merkmale 6.2.b HA1 , 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 des Hilfsantrags 1 aufgenommen wurden. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 5 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 2, indem das folgende Merkmal 9 HA5 aufgenommen wurde: 9 HA5 wherein each respective data transmission circuit is configured to present to the system memory controller one memory device load on each data line of the respective byte-wise section of the data lines during the memory write operation Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 6 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 2, indem das Merkmal 9 HA3 des Hilfsantrags 3 aufgenommen wurde. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 7 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 1, indem das Merkmal 9 HA3 des Hilfsantrags 3 und das Merkmal 9 HA5 des Hilfsantrags 5 aufgenommen wurden. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 8 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem erteilten Anspruch 1 (Hauptantrag), indem das Merkmal 4a HA1 des Hilfsantrags 1, das Merkmal 9 HA3 des Hilfsantrags 3 und das Merkmal 9 HA5 des Hilfsantrags 5 aufgenommen wurden. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 9 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 8, indem die Merkmale 4.2 HA3 , 5.1 HA3 , 5.3 HA3 und 5.5 HA3 des Hilfsantrags 3 aufgenommen wurden. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 10 vom 31. Juli 2023 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 5, indem das Merkmal 9 HA3 des Hilfsantrags 3 sowie weitere Merkmale (10 HA10 , 10.1 HA10 und 10.2 HA10 ) aufgenommen wurden: 10 HA10 wherein the memory module is one of a plurality of memory modules, each of the plurality of memory modules being coupled to the system memory - 17 - controller via the set of control lines (440) and the N-bit-wide data lines (450); 10.1 HA10 wherein when the system memory controller executes read or write operations, each specific operation is targeted at a specific memory module of the plurality of memory modules, and 10.2 HA10 wherein the data transmission circuits (416') on the memory module are disabled when data is driven between the system memory controller and another memory module of the plurality of memory modules. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 11 vom 7. Juni 2024 ergibt sich aus dem erteilten Anspruch 1 (Hauptantrag), indem das Merkmal 4a H1 des Hilfsantrags 1, sowie die folgenden Merkmale geändert bzw. aufgenommen wurden (Änderungen unterstrichen): 4a HA11 wherein the multiple N-bit-wide ranks are divided into a first group and a second group; 6.3.b.2 HA11 wherein the byte-wise write data path is branched into two byte-wise data paths A and B, with data path A associated with the first group of ranks and data path B associated with the second group of ranks, and with data path A comprising first write tristate buffers (504) and data path B comprising second write tristate buffers (506); 8.1.b HA11 whereby, if the second one of the multiple ranks is part of the first group of ranks, the write tristate buffers of data path A are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks and 8.1.c HA11 the write tristate buffers of data path A are disabled after the second time period; 8.1.d HA11 whereby, if the second one of the multiple ranks is part of the second group of ranks, the write tristate buffers of data path B are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks and 8.1.e HA11 the write tristate buffers of data path B are disabled after the second time period. - 18 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 11a vom 7. November 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 11, indem die Merkmale 8.1.b HA11 und 8.1.d HA11 wie folgt geändert wurden (Änderungen unterstrichen): 8.1.b HA11a whereby, if the second one of the multiple ranks is part of the first group of ranks, the write tristate buffers of data path A are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks, while the write tristate buffers of data path B are disabled, and 8.1.d HA11a whereby, if the second one of the multiple ranks is part of the second group of ranks, the write tristate buffers of data path B are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks, while the write tristate buffers of data path A are disabled, and Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 12 vom 7. Juni 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 11, indem das Merkmal 6.3.b.2 HA11 gestrichen und die folgenden Merkmale aufgenommen wurden: 6.3.a.2 HA12 wherein the byte-wise read data path comprises a multiplexer (508) to merge data signals read from the memory devices (412’) of a rank and received at first terminals Y1 of the data transmission circuit if the rank is part of the first group of ranks or received at second terminals Y2 of the data transmission circuit if the rank is part of the second group of ranks; 6.3.b.2 HA12 wherein the byte-wise write data path is branched into two byte-wise data paths A and B, with data path A associated with the first terminals Y1 of the data transmission circuit and the first group of ranks and data path B associated with the second terminals Y2 of the data transmission circuit and the second group of ranks, and with data path A comprising first write tristate buffers (504) and data path B comprising second write tristate buffers (506); 8.1.b.1 HA12 while the write tristate buffers of data path B and the read tristate buffers (509) are disabled for the second time period, and 8.1.d.1 HA12 while the write tristate buffers of data path A and the read tristate buffers (509) are disabled for the second time period, and - 19 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 12a vom 7. November 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 12, indem das Merkmal 6.3.a.2 HA12 wie folgt geändert wurde (Änderungen unter- bzw. durchgestrichen): 6.3.a.2 HA12a wherein the byte-wise read data path comprises a multiplexer (508) to select merge data signals read from the memory devices (412’) of a rank and received at first terminals Y1 of the data transmission circuit if the rank is part of the first group of ranks or received at second terminals Y2 of the data transmission circuit if the rank is part of the second group of ranks and route the selected data signals to its output; Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 13 vom 7. Juni 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 12, indem die folgenden Merkmale geändert bzw. aufgenommen wurden (Änderungen unterstrichen): 7.1.b HA13 whereby, if the first one of the multiple ranks is part of the first group of ranks, the multiplexer (508) selects data from the first terminals Y1, the read tristate buffers (509) are enabled for the first time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide read data to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines, and 7.1.b.1 HA13 the first write tristate buffers (504) and the second write tristate buffers (506) are disabled for the first time period, and 7.1.d HA13 whereby, if the first one of the multiple ranks is part of the second group of ranks, the multiplexer (508) selects data from the second terminals Y2, the read tristate buffers (509) are enabled for the first time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide read data to the respective byte- wise section of the N-bit-wide data lines, and 7.1.d.1 HA13 the first write tristate buffers (504) and the second write tristate buffers (506) are disabled for the first time period, and 7.1.e HA13 the read tristate buffers (509) are disabled after the first time period; Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 13a vom 7. November 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 13, indem das Merkmal 6.3.a.2 HA12 durch das Merkmal 6.3.a.2 HA12a ersetzt wurde: - 20 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 14 vom 7. Juni 2024 ergibt sich aus dem Anspruch 1 des Hilfsantrags 13, indem die Merkmale 4.2 HA2 , 5.1 HA2 , 5.3 HA2 und 5.5 HA2 des Hilfsantrags 2 aufgenommen wurden. Der Senat hatte den Parteien zuvor mit einem qualifizierten Hinweis nach § 83 Abs. 1 PatG vom 25. April 2023 die Gesichtspunkte mitgeteilt, die für die Entscheidung voraus- sichtlich von besonderer Bedeutung sein würden. Wegen der weiteren Einzelheiten wird auf den Akteninhalt, insbesondere auf die zwischen den Parteien gewechselten Schriftsätze sowie auf das Protokoll zur mündlichen Verhandlung vom 7. November 2024 verwiesen. E n t s c h e i d u n g s g r ü n d e Die Klagen, mit denen der Nichtigkeitsgrund der fehlenden Patentfähigkeit nach Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. a) EPÜ i. V. m. Art. 52, 54 und 56 EPÜ und der Nichtigkeitsgrund der unzulässigen Erweiterung nach Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. c) EPÜ i. V. m. Art. 83 100 lit. c) EPÜ geltend gemacht werden, sind zulässig. Die Klagen sind auch begründet. Das Streitpatent ist für nichtig zu erklären, weil es weder in der erteilten Fassung nach Hauptantrag noch in der Fassung eines der Hilfsanträge Bestand hat. I. 1. Das Streitpatent betrifft Speichersubsysteme von Computersystemen und insbesondere Systeme, Vorrichtungen und Verfahren zum Verbessern der Leistung und der Speicherkapazität von Speichersubsystemen oder Speicherkarten, insbesondere Speicherkarten, die DIMMS („dual in-line memory modules“) enthalten (vgl. Abs. [0002] der Streitpatentschrift (NK 2)). - 21 - Speicherplatinen umfassen typischerweise ein oder mehrere Speichermodule, jedes mit einer Vielzahl von Speichervorrichtungen (wie etwa DRAMs oder SDRAMs) in einer Konfiguration in Zeilen, Spalten und Bänken, die eine Gesamtspeicherkapazität für das Speichermodul bereitstellen. Die Speichervorrichtungen eines Speichermoduls sind als Ränge („ranks“) oder Speicherreihen („rows of memory“) angeordnet, wobei jeder Speicherrang eine Bitbreite aufweist. Beispielsweise wird ein Speichermodul, bei dem jeder Rang des Speichermoduls 64 Bit breit ist, als eine „x64“- oder „64“-Organisation beschrieben. Die Anzahl von Speichervorrichtungen eines Speichermoduls kann erhöht werden, indem die Anzahl von Speichervorrichtungen pro Rang erhöht wird oder indem die Anzahl von Rängen erhöht wird (vgl. NK 2, Abs. [0003] bis [0005]). Die Ränge werden somit auch als Reihen bezeichnet. Während des Betriebs werden die Ränge eines Speichermoduls durch Steuersignale, die von dem Prozessor empfangen werden, ausgewählt oder aktiviert. Solche Steuersignale umfassen Rank-Select-Signale, auch Chip-Select- Signale genannt. Die meisten Computer- und Serversysteme unterstützen eine begrenzte Anzahl von Rängen pro Speichermodul, welches die Speicherdichte, die in jedes Speichermodul eingebaut werden kann, begrenzt. Der Speicherplatz in einem elektronischen System ist durch den physikalisch adressierbaren Raum begrenzt, der durch die Anzahl der Adressbits oder durch die Anzahl der ausgewählten Chips definiert ist. Sobald der Speicherplatz für ein elektronisches System definiert ist, ist es nicht möglich, den Speicherplatz ohne eine umfangreiche Konstruktionsänderung zu modifizieren. Dies gilt insbesondere für den Fall, dass ein Speicherraum von einem Konsortium wie dem Joint Electron Device Engineering Council (JEDEC) definiert wird. Ein Problem entsteht, wenn die Anwendung eines Benutzers einen größeren adressierbaren Speicherplatz erfordert als der Speicherplatz, den das aktuelle elektronische System unterstützt (vgl. NK 2, Absätze [0006] und [0007]). Eine zunehmende Speicherdichte führt zu einer höheren Verlustleistung, einer langsameren Betriebsgeschwindigkeit und höheren Kosten. Auch kann die - 22 - physikalische Größe des Speichermoduls die Dichte des Moduls begrenzen (vgl. NK 2, Abs. [0008] bis [0010]). Das Streitpatent beschreibt in den Figuren 1A bis 2D Speichersubsysteme nach dem Stand der Technik. Figur 1A des Streitpatents mit farbiger Illustration des Senats Figur 2C des Streitpatents mit farbiger Illustration des Senats Die Figur 1A veranschaulicht einen Ansatz nach dem Stand der Technik zum Erhöhen der Anzahl von Speichervorrichtungen. Diese zeigt ein herkömmliches Speichersubsystem (100) mit mindestens einem JEDEC-Standard-Zwei-Reihen- Speichermodul (110), von denen nur eines gezeigt ist. Jede Reihe des Speichermoduls (110) umfasst mehrere Speichervorrichtungen (112). Ein Register (130) empfängt mehrere Steuerleitungen (140) von der Systemspeichersteuerung (120) und ist über Steuerleitungen (142) mit den Speichervorrichtungen (112) jeder Reihe des Speichermoduls (110) verbunden. Dieses Speichersubsystem (100) verbindet jede Datenleitung eines Arrays von Datenleitungen (150) von einer Systemspeichersteuerung (120) zu entsprechenden Speichervorrichtungen (112) in den zwei Rängen in jedem Speichermodul (110). Daher sieht die Systemspeichersteuerung (120) während einer Schreiboperation alle Speichervorrichtungen (112) als ihre Last über die Datenleitungen (150). Während einer Leseoperation sieht jede Speichervorrichtung (112) mehrere andere Speichervorrichtungen (112) sowie die Systemspeichersteuerung (120) als ihre Last über die Datenleitungen (150) (vgl. NK 2, Abs. [0016] und Fig. 1A). - 23 - In einer "Fly-by"-Konfiguration werden Steuersignale entlang der Steuerleitungen (z.B. in einer Einweg-Daisy-Chain) von dem Register zu den Speichervorrichtungen eines gegebenen Ranges gesendet. Diese Steuersignale erreichen sequentiell jede Speichervorrichtung der Reihe nach. So erreicht ein Steuersignal die Speichervorrichtung mit der längsten Steuerleitung erst eine beträchtliche Zeitspanne später, nachdem dasselbe Steuersignal die Speichervorrichtung mit der kürzesten Steuerleitung erreicht hat. Die Zeitunterschiede begrenzen die Betriebsgeschwindigkeit und die Leistung des Speichermoduls. Außerdem leiden die "Fly-by"-Speichersubsysteme unter großen Lasten, die zu langsameren Taktgeschwindigkeiten führen (vgl. NK 2, Abs. [0021] und [0022]). Ein bekannter Vorschlag besteht darin, einen Speicherpuffer vorzusehen, der sowohl die Steuersignale als auch die Datensignale handhabt. Die Figur 2C veranschaulicht ein herkömmliches zweireihiges Speichermodul (310), das einen Speicherpuffer (330) umfasst. Die Konfiguration der Figur 2C strebt danach, dass sowohl die Datensignale als auch die Steuersignale zu dem Speicherpuffer (330) gehen. Solche Konfigurationen haben jedoch erhebliche Nachteile. Um die Datensignale an die verschiedenen Speichervorrichtungen (312) zu senden, umfasst das Speichermodul (310) eine extrem große Anzahl von Datenleitungen, die den Speicherpuffer (330) mit den Speichervorrichtungen (312) koppeln. Beispielsweise ist der Speicherpuffer (330) für einen LRDIMM (Load Reduced DIMM) eine sehr große 628-Pin-Vorrichtung. Außerdem ist die Logistik des Anpassens der Zeitverzögerungen dieser vielen Datenleitungen, um die gewünschte zeitliche Abstimmung von Datensignalen von dem Speicherpuffer (330) zu den Speichervorrichtungen (312) bereitzustellen, schwierig. Zudem übernimmt der Speicherpuffer (330) einen Teil der Steuerung des Datensignaltimings. Trotzdem kann das Speichermodul (310) der Figur 2C aufgrund der langen Fly-By-Zeiten im Hinblick auf die gewünschten Taktfrequenzen nur im asynchronen Modus und nicht im synchronen Modus arbeiten (vgl. NK 2, Abs. [0023] und [0024]). Vor diesem Hintergrund liegt dem Streitpatent als technisches Problem die objektive Aufgabe zugrunde, ein Speichermodul mit hoher Speicherdichte und - 24 - Zugriffsgeschwindigkeit bereitzustellen (vgl. NK 2, Abs. [0008] - [0010], [0022], [0025]). Diese Aufgabe wird durch das Speichermodul des erteilten Anspruchs 1, sowie durch das Speichermodul des erteilten selbstständigen Anspruchs 8 des Streitpatents gelöst. Der hier zuständige Fachmann ist ein Elektrotechniker oder technischer Informatiker mit Schwerpunkt Halbleitertechnik oder Mikroelektronik mit Hochschulabschluss und mehrjähriger Berufserfahrung sowie einschlägigen Kenntnissen in dem Bereich der Entwicklung von Speichermodulen. 2. Die Merkmale bedürfen der Auslegung. Die hier mit Illustrationen des Senats wiedergegebenen Figuren 3B und 3C des Streitpatents (NK 2) zeigen Ausführungsformen des beanspruchten Speichermoduls: Figur 3B der NK 2 mit Illustrationen des Senats Figur 3C der NK 2 mit Illustrationen des Senats - 25 - Der Anspruch 1 ist auf ein Speichermodul (402‘) (grün umrandet) mit einer Bitbreite von N Bits gerichtet (Merkmale 1, 1.1). Als Beispiele werden unter anderem Bitbreiten von 64 Bits, 72 Bits, 128 Bits und 256 Bits genannt (vgl. NK 2, Abs. [0027]). Das Speichermodul ist zur Verwendung in einem Computersystem mit einem Systemspeichercontroller (420‘) (helles orange) geeignet (Merkmal 1.2). Der Speichercontroller ist somit Teil des Computersystems und nicht des Speichermoduls. Das Computersystem beinhaltet zudem Steuerleitungen (440‘) (violett) und N-Bit-breite Datenleitungen (450‘) (rot), die das Speichermodul (402‘) mit dem Systemspeichercontroller (420‘) verbinden (Merkmal 2). Das Speichermodul (402‘) weist eine gedruckte Leiterplatte (410‘) auf, die in einem Modulschlitz des Computersystems installiert werden kann (Merkmal 3). Die gedruckte Leiterplatte (410‘) hat einen Kantenstecker (vgl. Figur 3D des Streitpatents), der eine Vielzahl elektrischer Kontakte aufweist (Merkmal 3.1), die an einer Kante der gedruckten Leiterplatte (410‘) positioniert sind (Merkmal 3.1.a) und lösbar mit korrespondierenden Kontakten eines Computersystemsockels verbunden werden können, um eine elektrische Leitfähigkeit zwischen dem Systemspeichercontroller (420‘) und dem Speichermodul (402‘) bereitzustellen (Merkmal 3.1.b). Das Speichermodul (402‘) weist darüber hinaus Speichervorrichtungen (412‘) (hellgelb, hellblau, gelb, blau), wie DRAMs oder SDRAMs (vgl. NK 2, Abs. [0029]) auf, die jeweils eine Bitbreite von 4 Bits haben (Merkmal 4). Die Speichervorrichtungen sind mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte verbunden (Merkmal 4.1). Die Speichervorrichtungen (412‘) sind in mehreren, also mindestens zwei, N-Bit-breiten Reihen angeordnet; somit hat jede Reihe von Speichervorrichtungen (412‘) eine Bitbreite von N Bits, die der Bitbreite des Speichermoduls (402‘) entspricht. Dabei kommuniziert nur eine N-Bit-breite Reihe auf dem Speichermodul (402‘) N-Bit-breite Daten mit dem Speichercontroller (420‘) im Ansprechen darauf, dass das Speichermodul (402‘) von dem Speichercontroller (420‘) einen Satz von Steuersignalen für eine Speicherlese- oder -schreiboperation empfängt (Merkmal 4.2). Die Verwendung des bestimmten Artikels („the memory controller“) im Merkmal 4.2 weist den Fachmann darauf hin, dass es sich bei dem Speichercontroller um den im Merkmal 1.2 eingeführten Systemspeichercontroller (420‘) handelt. In dem Ausführungsbeispiel - 26 - der Figur 3B sind die Reihen („ranks“) vertikal angeordnet und mit A, B, C und D bezeichnet (vgl. NK 2, Abs. [0034], sowie Sp. 16, Z. 14). Das Merkmal 4.2 versteht der Fachmann so, dass gemäß Figur 3B vier Reihen (A, B, C und D) vorhanden sind, und aufgrund der vom Systemspeichercontroller (420‘) empfangenen Steuersignale nur eine Reihe mit dem Systemspeichercontroller kommuniziert. Das Speichermodul (402‘) weist des Weiteren eine Steuerschaltung (430‘) (violett) auf, die mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte (410‘) und über registrierte Steuerleitungen (442‘) betriebsbereit mit den Speichervorrichtungen (412‘) verbunden ist (Merkmal 5). Die Steuerschaltung (430‘) ist dazu konfigurierbar, erste Steuersignale für eine Speicherleseoperation zu registrieren, die von dem Systemspeichercontroller (420‘) über die Steuerleitungen (440‘) (violett) empfangen werden (Merkmal 5.1) und erste Modulsteuersignale zu erzeugen (Merkmal 5.2). Die Steuerschaltung (430‘) ist des Weiteren dazu konfigurierbar, zweite Steuersignale für eine Speicherschreiboperation zu registrieren, die von dem Systemspeichercontroller (420‘) über die Steuerleitungen (440‘) empfangen werden (Merkmal 5.3) und zweite Modulsteuersignale zu erzeugen (Merkmal 5.4). Die ersten und zweiten Steuersignale werden somit von dem Systemspeichercontroller (420‘) an die Steuerschaltung (430‘) übertragen und beziehen sich auf eine Speicherlese- oder Speicherschreiboperation. Diese Steuersignale werden von der Steuerschaltung (430‘) empfangen und registriert. Die ersten und zweiten Modulsteuersignale werden hingegen von der Steuerschaltung (430‘) erzeugt und an die Datenübertragungsschaltungen (416‘) übertragen (vgl. Merkmal 6.1.b). Gemäß Merkmal 6 weist das Speichermodul (402‘) n/2 Datenübertragungsschaltungen (416') (rot) auf, die mechanisch mit der gedruckten Leiterplatte (410‘) verbunden und an korrespondierenden Stellen entlang des Kantensteckers der gedruckten Leiterplatte verteilt sind. Der Anspruchswortlaut definiert die Anzahl n zwar nicht, jedoch gibt das Merkmal 6.2.b an, dass jede Datenübertragungsschaltung (416') mit zwei Speichervorrichtungen (412‘) in jeder der mehreren Reihen verbunden ist und der Absatz [0034] des Streitpatents (NK 2) beschreibt, dass n die Anzahl der Speichervorrichtungen (412‘) pro Reihe („rank“) des Speichermoduls (402‘) ist. Nur im Ausführungsbeispiel der Figur 3B weist das Speichermodul (402‘) n = 6 - 27 - Speichervorrichtungen (412‘) pro Reihe und somit n/2 = 3 Datenübertragungsschaltungen (416‘) auf. Die Anzahl der Reihen hat auf die Bestimmung der Anzahl n/2 keinen Einfluss. Damit gibt es halb so viele Datenübertragungsschaltungen wie Speichervorrichtungen pro Reihe. Das Ausführungsbeispiel der Figur 3A ist somit nicht anspruchsgemäß. Die n/2 Datenübertragungsschaltungen (416‘) sind außerdem dazu konfigurierbar, mit dem Systemspeichercontroller (420‘) betriebsbereit verbunden zu werden (in Fig. 3B über die N-Bit-breiten Datenleitungen (450‘) (rot)) und Modulsteuersignale von der Steuerschaltung (430‘) zu empfangen (in Fig. 3B über die Leitungen 432‘ (vgl. NK 2, Abs. [0033], [0034])) (Merkmale 6.1, 6.1.a, 6.1.b). Jede Datenübertragungsschaltung (416') hat eine Bitbreite von 8 Bits (Merkmal 6.2). Eine erste Seite der Datenübertragungsschaltung (416‘) ist mit einem 8 Bit großen (byteweisen) Abschnitt der Datenleitungen (450‘) verbunden (Merkmal 6.2.a). Eine zweite Seite der Datenübertragungsschaltung (416‘) ist mit zwei Speichervorrichtungen in jeder Reihe (z. B. 412’A 1 und 412’A 2 in Figur 3B) verbunden (Merkmal 6.2.b). Da die Speichervorrichtungen (412‘, z. B. 412‘A 1 und 412‘A 2) jeweils eine Bitbreite von 4 Bits haben (Merkmal 4), entspricht die Bitbreite der zwei Speichervorrichtungen (412‘, z. B. 412‘A 1 und 412‘A 2) pro Reihe der Bitbreite der Datenübertragungsschaltung (416‘) (2 x 4 Bit = 8 Bit). Das Streitpatent offenbart in Figur 4B (die allgemein Figur 3B entspricht) eine Datenübertragungsschaltung (416) mit einer Gesamtbitbreite von 8 Bits, die Datenbits 0–7 von der Systemspeichersteuerung (420) empfängt und selektiv die Datenbits 0–3 zu einer ersten Speichervorrichtung (412A 1, 412B 1, 412C1, 412D1) und die Datenbits 4–7 an eine zweite Speichervorrichtung (412A 2, 412B 2, 412C2, 412D2) überträgt (vgl. NK 2, Abs. [0039] und Fig. 4B). So kann eine Datenübertragungsschaltung (416’) die Datenbits 0 bis 7 von dem Systemspeichercontroller (420‘) empfangen und die Datenbits 0 bis 3 an eine der zwei Speichervorrichtungen (412‘) und die Datenbits 4 bis 7 an die andere der zwei Speichervorrichtungen des gleichen Rangs senden (vgl. NK 2, Abs. [0039]). Auch der Beschreibung zur Figur 3B ist zu entnehmen, dass entweder die Speichervorrichtungen - 28 - A1, A2, C1 und C2 oder die Speichervorrichtungen B1, B2, D1 und D2 gekoppelt werden (vgl. NK 2, Abs. [0035], Sp. 12, Z. 6 bis 14). In Figur 4B ist 412A 2 fälschlicherweise als 412A bezeichnet. Figur 4B der NK 2 mit Illustrationen des Senats Figur 5 der NK 2 mit Illustrationen des Senats Die Datenübertragungsschaltung (416) weist einen byteweisen (8 Bit) Lesedatenpfad von der zweiten Seite zu der ersten Seite, der Lese-Tristate-Puffer (509) aufweist, auf (Merkmale 6.3, 6.3.a, 6.3.a.1), sowie einen byteweisen (8 Bit) Schreibdatenpfad von der ersten Seite zu der zweiten Seite, der Schreib-Tristate-Puffer (504, 506) aufweist, auf (Merkmale 6.3.b, 6.3.b.1) und eine Steuerlogikschaltung (502), die den byteweisen Lesedatenpfad und den byteweisen Schreibdatenpfad im Ansprechen auf Modulsteuersignale, die von der Steuerschaltung (430) empfangen werden, steuert (Merkmal 6.3.c). Ein Tri-State- oder Drei-Zustands-Puffer ist eine Art digitaler Puffer, der drei stabile Zustände hat: einen hohen Ausgangszustand, einen niedrigen Ausgangszustand und einen hochohmigen Zustand. Im hochohmigen Zustand ist der Ausgang des Puffers vom Ausgangsbus getrennt, sodass andere Geräte den Bus ohne Störung durch den Tri-State-Puffer ansteuern können (vgl. Wikipedia „Three-state logic“). So zeigt die Figur 5 des Streitpatents einen ersten Lesedatenpfad vom ersten Anschluss Y1 der zweiten Seite über den Multiplexer (508) und den Lese-Tristate-Puffer (509) (braun) zur Datenleitung (450) der ersten Seite (vgl. NK 2, Abs. [0043], [0044], [0047], [0055]). Dabei liefert die Steuerschaltung (430) Steuersignale an eine Steuerlogikschaltung (502), um den Multiplexer (508) zu veranlassen, Daten des ersten - 29 - Lesedatenpfads oder eines zweiten Lesedatenpfads (vom zweiten Anschluss Y2 der zweiten Seite über den Multiplexer 508 und den Lese-Tristate-Puffer 509 zur Datenleitung 450 der ersten Seite) auszuwählen und zur ersten Seite zu übertragen (vgl. NK 2, Abs. [0047], [0056]). Die Figur 5 offenbart darüber hinaus einen ersten Schreibdatenpfad von der Datenleitung (450) der ersten Seite über einen Schreibpuffer (503) und einen Tristate-Puffer (504) (grün) zum Anschluss Y1 der zweiten Seite (vgl. NK 2, Abs. [0043] bis [0046]). Statt des ersten Schreibdatenpfads kann auch ein zweiter Schreibdatenpfad von der Datenleitung (450) der ersten Seite über den Schreibpuffer (503) und einen Tristate-Puffer (506) (grün) zum Anschluss Y2 der zweiten Seite aufgrund der Freigabesteuersignale von der Steuerschaltung (430) von der Steuerlogikschaltung (502) ausgewählt werden (vgl. Abs. [0046], [0053]). Die Ausführungsform der Figur 5 ist 1 Bit breit und schaltet eine einzelne Datenleitung (518) zwischen der Speichersteuerung (420) und den Speichervorrichtungen (412) um. Die Datenübertragungsschaltung (416) kann aber auch 8 Bit (1 Byte) breit sein und eine entsprechende Anzahl von Datenleitungen (518) schalten (vgl. Abs. [0043]). Werden beispielsweise die Speichervorrichtungen 412A 1 (Bits 0-3) und 412A 2 (Bits 4-7) mit dem ersten Anschluss Y1 und die Speichervorrichtungen 412B 1 (Bits 0-3) und 412B 2 (Bits 0- 7) mit dem zweiten Anschluss Y2 verbunden, können die Daten entweder über den Anschluss Y1 oder über den Anschluss Y2 byteweise geschrieben werden. Dabei entnimmt der Fachmann der Streitpatentschrift, dass die Steuerlogikschaltung (502) den Lesedatenpfad derart steuert, dass entweder das vom Anschluss Y1 oder das vom Anschluss Y2 kommende Signal weitergeleitet wird (vgl. NK 2, Abs. [0047], Sp. 18, Z. 31 bis 34), und dass die Steuerlogikschaltung (502) den Schreibdatenpfad derart steuert, dass entweder der Schreibpfad A zum Anschluss Y1 oder der Schreibpfad B zum Anschluss Y2 ausgewählt wird (vgl. Abs. [0046]). Die Steuerlogikschaltung steuert somit sowohl den Lese- als auch den Schreibdatenpfad im Sinne einer Weiche. Bei der Speicherleseoperation wird eine erste der mehreren Reihen ausgewählt (Merkmal 7, erster Teil). Da die Datenübertragungsschaltung (416‘) mit zwei zugehörigen Speichervorrichtungen in jeder Reihe verbunden ist (vgl. Merkmal 6.2.b), werden folglich zwei Speichervorrichtungen ausgewählt, beispielsweise in Figur 3B/4B die Reihe A mit den Speichervorrichtungen 412A 1 und 412A 2 oder die Reihe B mit den Speichervorrichtungen 412B 1 und 412B 2, oder die Reihe C mit den - 30 - Speichervorrichtungen 412C1 und 412C2, oder die Reihe D mit den Speichervorrichtungen 412D1 und 412D2. Die Auswahl erfolgt, um N-Bit-breite Lesedaten im Ansprechen auf registrierte Steuersignale für die Speicherleseoperation aus der Steuerschaltung (430‘) auszugeben (Merkmal 7, zweiter Teil). Dem Absatz [0033] des Streitpatents entnimmt der Fachmann, dass die Steuerschaltung (430) über die Steuerleitungen (440) Steuersignale (z. B. Zeilenadresssignale, Spaltenadresssignale und Chip-Select-Signale) vom Systemspeichercontroller (420) empfängt und zusätzliche („additional“) Chip- Select-Signale oder „output enable“ Signale erzeugt. Diese beruhen auf der Adressdekodierung, wie der entsprechende Satz aussagt („The control circuit 430, 430' may produce additional chip-select signals or output enable signals based on address decoding“). Für ein Beispiel der Steuerschaltung (430) verweist die Streitpatentschrift auf die US 7,532,537 B2 (ZP11), die in ihrer Gesamtheit durch Bezugnahme in die Streitpatentschrift aufgenommen ist. Dieser Druckschrift ist in Spalte 16, Zeile 45 bis Spalte 17, Zeile 67 zu entnehmen, dass basierend auf zwei Chip-Select-Signalen (CS 0 -CS 1) und einem Zeile/Spalte Adresssignal (A n+1) vier Chip-Select-Signale (CS 0A , CS 0B , CS 1A , CS 1B) für vier Ränge erzeugt werden. Somit offenbart der Absatz [0033] des Streitpatents, dass bei der Lese- oder Schreiboperation durch die Eingangssteuersignale (CS 0-CS 1 und A n+1) von der Systemspeichersteuerung (420) eine bestimmte Reihe (0A, 0B, 1A, 1B) ausgewählt wird. Dieses ist so zu verstehen: Der Systemspeichercontroller (420) geht von einer bestimmten Speicherkapazität der Chips aus. Hier sei beispielsweise 1 Gbit angenommen. Dies bedeutet, dass es eine Adresskodierung für 1 Gbit gibt und zudem mehrere Ränge, beispielsweise 2 Ränge aus Sicht des Systemspeichercontrollers (420) vorhanden sind. Der Systemspeichercontroller (420) gibt an, welcher der 2 Ränge angesprochen werden soll und er gibt die Speicheradresse vor. Physikalisch sind aber Chips kleinerer Speicherkapazität, so beispielsweise nur Chips mit einer Kapazität von 512 Mbit vorhanden. Diese werden mit einer Adresscodierung für 512 Mbit codiert. Die Steuerschaltung (430) wandelt nun die Adresscodierung für 1 Gbit in eine für 512 Mbit um und erzeugt ein weiteres Chip-Select-Signal, mittels dessen er aus zwei 512 Mbit Chips jeweils - 31 - einen auswählt. Dazu kann er das MSB (Most Significant Bit) der Adresscodierung für 1 Gbit, oder im Prinzip jedes beliebige der Bits verwenden. Erhalten bleiben aber die vom Systemspeichercontroller (420) angegebenen Rangauswahlsignale, die das Paar von Speicherchips angeben, das angesprochen werden soll, und die die Steuerschaltung (430) in neue Chip-Select-Signale umsetzt. Genau genommen hat sich die Ranganzahl im Speichermodul verdoppelt, die Steuerschaltung (430) fingiert aber nach außen ein Speichermodul mit der vom Systemspeichercontroller (420) angenommenen Anzahl von Rängen. Insgesamt bedeutet dies, dass der Systemspeichercontroller (420) den Rang auswählt. Speichermodulintern kann ein Rang aber in mehrere Unterränge (hier A, B, C, D) aufgeteilt sein und die Steuerschaltung (430) wählt den Unterrang (A, B, C oder D) aus. Auf Basis der Steuersignale von der Systemspeichersteuerung (420) (vgl. Abs. [0045]: „address and control signals pass from the memory controller 420 to the control circuit 430“) werden von der Steuerschaltung (430) erste Modulsteuersignale (Steuersignale für eine Leseoperation (vgl. Abs. [0047]); Merkmal 5.2) oder zweite Modulsteuersignale (Freigabesteuersignale für eine Schreiboperation (vgl. Abs. [0046]: „enable control signals”); Merkmal 5.4) erzeugt und über Leitungen (432) an die Datenübertragungsschaltungen (416) gesendet (vgl. Abs. [0045]: „the control circuit 430 which produces controls sent to the control logic circuitry 502 (e.g., via lines 432) which then controls operation of the components of the data transmission circuits 416“). Im Ansprechen auf die ersten Modulsteuersignale aktiviert die Steuerlogikschaltung (502) den byteweisen Lesedatenpfad für eine erste Dauer (Merkmal 7.1). Das Aktivieren des ausgewählten Lesedatenpfads, also der entsprechenden Bauelemente zum Lesen entweder aus der Reihe A (412A 1 und 412A 2) bzw. C (412C1 und 412C2) oder aus der Reihe B (412B 1 und 412B 2) bzw. D (412D1 und 412D2) (vgl. NK 2, Abs. [0047]) versteht der Fachmann dabei im Sinne einer Weichenstellung für den ausgewählten Lesedatenpfad. In der ersten Dauer geht ein byteweiser (8-Bit) Abschnitt des N-Bit-breiten Lesedatenpfads von den zwei Speichervorrichtungen in einer Reihe zu dem jeweiligen byteweisen (8-Bit) Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen über den byteweisen - 32 - (8-Bit) Lesedatenpfad über (Merkmal 7.1.a). Bei Auswahl der Reihe A mit den beiden Speichervorrichtungen 412A 1 und 412A 2 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3B/4B erfolgt eine Übertragung der Bits 0-3 und 4-7, also eines Bytes. Um den byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Lesedaten zu dem jeweiligen byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen zu treiben, werden die Lese-Tristate-Puffer (509) für die erste Dauer aktiviert (Merkmal 7.1.b). Im Ausführungsbeispiel der Figur 6 des Streitpatents, treibt der Puffer 509 während der sechsten Zeitspanne 606 aktiv ein vom Multiplexer 508 kommendes Datensignal (vgl. in Fig. 6 „Enable D Buffer (508)“, offensichtlich „Enable D Buffer (509)“ ist während Zeitspanne 606 „High“), das den Lesedaten entspricht (vgl. NK 2, Abs. [0056] und Fig. 5, 6). Nach der ersten Dauer (606) werden die Lese-Tristate-Puffer (509) deaktiviert (vgl. Zeitspanne 607 in Figur 6 des Streitpatents) (Merkmal 7.1.c). Figur 6 des Streitpatents Bei der Speicherschreiboperation wird eine zweite der mehreren Reihen ausgewählt (Merkmal 8, erster Teil). Beispielsweise wird in Figur 3B/4B die Reihe A mit den Speichervorrichtungen 412A 1 und 412A 2 oder die Reihe B mit den Speichervorrichtungen 412B 1 und 412B 2, oder die Reihe C mit den Speichervorrichtungen 412C1 und 412C2, oder die Reihe D mit den Speichervorrichtungen 412D1 und 412D2 ausgewählt. Die Auswahl erfolgt, um N-Bit- - 33 - breite Schreibdaten im Ansprechen auf registrierte Steuersignale für die Speicherschreiboperation von der Steuerschaltung (430‘) zu empfangen (Merkmal 8, zweiter Teil). Im Ansprechen auf die zweiten Modulsteuersignale aktiviert die Steuerlogikschaltung (502) den byteweisen Schreibdatenpfad für eine zweite Dauer (Merkmal 8.1). Das Aktivieren des ausgewählten Schreibdatenpfads, also der entsprechenden Bauelemente zum Schreiben entweder in die Reihe A (412A 1 und 412A 2) bzw. C (412C1 und 412C2) oder in die Reihe B (412B 1 und 412B 2) bzw. D (412D1 und 412D2) (vgl. NK 2, Abs. [0046]) versteht der Fachmann dabei im Sinne einer Weichenstellung für den ausgewählten Schreibdatenpfad. In der zweiten Dauer geht ein byteweiser Abschnitt der N-Bit-breiten Schreibdaten von dem jeweiligen byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Datenleitungen zu den zwei Speichervorrichtungen in der zweiten Reihe über den byteweisen Schreibdatenpfad über (Merkmal 8.1.a). Bei einer beispielhaften Auswahl der Reihe B mit den beiden Speichervorrichtungen 412B 1 und 412B 2 in dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 3B/4B erfolgt eine Übertragung der Bits 0-3 und 4-7, also eines Bytes, in diese beiden Speichervorrichtungen. Um den byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Schreibdaten zu den zwei Speichervorrichtungen in der zweiten Reihe zu treiben, werden die Schreib- Tristate-Puffer für die zweite Dauer aktiviert (Merkmal 8.1.b). Dem Streitpatent entnimmt der Fachmann diesbezüglich, dass nicht gleichzeitig beide im Merkmal 6.3.b.1 mit den Bezugszeichen 504 und 506 versehenen Schreib-Tristate-Puffer aktiviert werden, sondern, dass im Sinne einer Weiche, zum Treiben der Daten in die zweite und nicht in die andere Reihe, entweder nur der Puffer 504 zur Aktivierung des Pfades A oder nur der Puffer 506 zur Aktivierung des Pfades B aktiviert wird (vgl. Abs. [0046]: „the control logic circuitry 502 selects either path A or path B to direct the data. Accordingly, when the control logic circuitry 502 receives, for example, an "enable A" signal, a first tristate buffer 504 in path A is enabled and actively drives the data value on its output, while a second tristate buffer 506 in path B is disabled with its output in a high impedance condition. … Similarly, if an "enable B" signal is received, the first tristate 504 opens path A and the second tristate 506 closes path B, thus directing the data to a second terminal Y2“). Im Ausführungsbeispiel der Figur 6 des Streitpatents - 34 - treibt beispielsweise der Puffer 506 während der dritten Zeitspanne (603) die Schreibdaten zum Anschluss Y2 und somit zu den mit dem Anschluss Y2 verbundenen beiden Speichervorrichtungen 412B 1 und 412B 2. Der Puffer 504 ist in dieser Zeitspanne 603 deaktiviert (vgl. NK 2, Abs. [0054] und Fig. 5, 6). Nach der zweiten Dauer (603) werden die Schreib-Tristate-Puffer (506) deaktiviert (vgl. Zeitspanne 604 in Figur 6 des Streitpatents) (Merkmal 8.1.c). Die Beklagte argumentiert, dass die Behauptung der Klägerin, dass das „Treiben“ der Lese- oder Schreibdaten, von dem in den Merkmalen 7.1.b und 8.1.b gesprochen werde, als „selektives Zulassen und Verhindern von Datenübertragungen von ganz bestimmten Speichervorrichtungen“ verstanden werden müsste, weder eine Grundlage im Anspruch noch in der Beschreibung habe. Auch dass die patentgemäße Datenübertragungsschaltung zwingend so ausgestaltet sein müsse, dass sie „selektiv zwischen Speichervorrichtungen [schalte], sodass nur bestimmte Speichervorrichtungen an den Systemspeichercontroller gekoppelt seien, während alle übrigen Speichervorrichtungen vom Systemspeichercontroller isoliert werden“, könne dem Streitpatent nicht entnommen werden. Die streitpatentgemäßen Absätze [0026] und [0035], die die Klägerin in Bezug nehme, beinhalteten keine Definition des Begriffs „Treiben“. Diese von der Klägerin in Bezug genommene Ausführungsform aus der Beschreibung habe in den Anspruchswortlaut keinen Einzug gefunden. Ein selektives Zulassen und Verhindern auf eine Speichervorrichtung einer einzigen entsprechenden Reihe zu beschränken, sei mit der gesamten Beschreibung des Streitpatents nicht vereinbar, denn aus dem Absatz [0035] folge gerade, dass in diesem Ausführungsbeispiel stets Speichervorrichtungen aus zwei unterschiedlichen Reihen über eine Datenleitung miteinander verbunden und gleichzeitig mit dem Systemspeichercontroller gekoppelt seien. Erfindungsgemäß sei der Begriff des Treibens vielmehr dahingehend auszulegen, dass Daten von einem Ausgangsort zu einem Zielort befördert werden. Aus dem Absatz [0041] ergebe sich, dass das Streitpatent den Begriff “treiben” / “drive” nicht in einer speziellen Bedeutung für die Datenübertragungsschaltungen benutze. Auch ergebe sich aus Absätzen [0035] und [0042] des Streitpatents nicht, dass ein selektives Zulassen und Verhindern von Datenpfaden zu Speichervorrichtungen zwingend für das Erreichen einer patentgemäßen Lastenreduktion erforderlich wären. Absatz [0035] spreche die - 35 - Lastenreduktion gar nicht an. Aus Absatz [0042] ergebe sich, dass der Speichercontroller die Datenübertragungsschaltung als einzige Last sehe, und von den Lasten der mit der Datenübertragungsschaltung verbundenen Speichervorrichtungen unbeeinträchtigt sei. Dabei komme es nicht darauf an, wie viele Speichervorrichtungen mit der Datenübertragungsschaltung verbunden seien, und auch nicht darauf, wie viele dieser Speichervorrichtungen gleichzeitig selektiv freigeschaltet würden. Die lastreduzierende Wirkung komme allein schon durch das Verwenden der Datenübertragungsschaltungen mit ihren Lese- und Schreibpuffern zustande, und sei losgelöst davon, ob Datenpfade selektiv aktiviert und deaktiviert werden könnten. Dem Streitpatent ginge es nicht um das Öffnen und Schließen bestimmter Datenpfade zwischen Speichercontroller und bestimmten Speichervorrichtungen, sondern darum, dass die Datenpfade und die Logik zum Steuern der Datenpfade so arbeiteten, dass die Datenübertragungsschaltung Datensignale zwischen dem Speichercontroller und der von dem Speichercontroller über die Eingangssteuersignale bestimmten von den mehreren Reihen von Speichervorrichtungen auf dem Speichermodul treibe. Auf das Ausführungsbeispiel nach Figur 5 und ein selektives Schalten zwischen Zweigen mit Speichervorrichtungen in unterschiedlichen Reihen durch die Datenübertragungsschaltung sei das Streitpatent nicht beschränkt, so dass die Ausführungen des Landgerichts M… in Anlage NK 7 schon grundsätzlich nicht auf das vorliegende Verfahren übertragbar seien. Die Lastreduzierung ergebe sich daraus, dass die Datenübertragungsschaltung zwischen den Speichercontroller und alle mit ihr verbundenen Speichervorrichtungen geschaltet sei, so dass der Speichercontroller eben nicht die Speichervorrichtungen als Last wahrnehme (egal wie viele), sondern nur die Datenübertragungsschaltung. Diese präsentiere sich dem Speichercontroller über die Datenleitungen, mit denen sie mit dem Speichercontroller verbunden sei, als Last. Die Last der Speichervorrichtungen nehme der Speichercontroller deshalb nicht wahr. Diesen Hintergrund scheine das LG München so nicht erkannt zu haben. Diese Argumentation konnte nicht überzeugen. Die Merkmale 4.2 („that only one N-bit- wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory con- troller“), 7 („a first one of the multiple ranks is selected“), 7.1.a („passing from the associated two memory devices in one of the multiple ranks“), 8 („a second one of the multiple ranks is selected“), 8.1.a („to the associated two memory devices in the second - 36 - one of the multiple ranks“) und 8.1.b („to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks“) versteht der Fachmann i. V. m. Absatz [0050] des Streitpatents so, dass jede spezifische Operation nur auf einen bestimmten Rang (z. B. A) der Ränge des Speichermoduls und nicht gleichzeitig auch auf die anderen Ränge gerichtet ist (vgl. Abs. [0053]: „each specific operation is targeted to a specific one of the ranks A, B, C, and D of a specific memory module 402“). Genau zu diesem ausgewählten Rang wird ein Datenpfad aktiviert (vgl. Merkmale 7.1 und 8.1). Die Datenübertragungsschaltungen (416) treiben Datenschreibsignale und ermöglichen die richtigen Datenpfade zwischen der Systemspeichersteuerung (420) und den ausgewählten Speichervorrichtungen (412) (vgl. Abs. [0050]: „the data transmission circuits 416 associated with each module 402 are operable to merge data read signals and to drive data write signals, enabling the proper data paths between the system memory controller 420 and the targeted or selected memory devices 412“). Gemäß Merkmal 8.1.b werden die Schreib-Tristate-Puffer für die zweite Dauer aktiviert, um den byteweisen Abschnitt der N-Bit-breiten Schreibdaten zu den zugehörigen zwei Speichervorrichtungen in der zweiten der mehreren Reihen zu treiben. Genau dieses Ermöglichen und Treiben des Datenpfads zu der ausgewählten Speichervorrichtung ist im Absatz [0046] des Streitpatents beschrieben, wonach für eine Schreiboperation die Steuerschaltung (430) Freigabesteuersignale an die Steuerlogikschaltung (502) jeder Datenübertragungsschaltung (416) bereitstellt, wodurch die Steuerlogikschaltung (502) entweder Pfad A oder B auswählt, um die Daten zu leiten. Dementsprechend wird, wenn die Steuerlogikschaltung (502) zum Beispiel ein "Freigabe-A"-Signal empfängt, ein erster Tristate-Puffer (504) in Pfad A freigegeben und treibt aktiv den Datenwert an seinen Ausgang, während ein zweiter Tristate-Puffer (506) in Pfad B deaktiviert wird mit seinem Ausgang in einem Zustand hoher Impedanz (vgl. NK 2, Abs. [0046]: „For a write operation, during the CAS latency, the control circuit 430, in one embodiment, provides enable control signals to the control logic circuitry 502 of each data transmission circuit 416, whereby the control logic circuitry 502 selects either path A or path B to direct the data. Accordingly, when the control logic circuitry 502 receives, for example, an "enable A" signal, a first tristate buffer 504 in path A is enabled and actively drives the data value on its output, while a second tristate buffer 506 in path B is disabled with its output in a high impedance condition.“). Somit versteht der Fachmann das Auswählen einer Reihe (Merkmale 4.2, 7 und 8), das Aktivieren eines Datenpfads zu einer Reihe (Merkmale - 37 - 7.1, 7.1.a, 8.1 und 8.1.a) i. V. m. dem Treiben von Daten zu bzw. von nur dem einen ausgewählten Rang (Merkmale 7.1.b 7.1.c, 8.1.b und 8.1.c) derart, dass ein Datenpfad wie bei einer Weiche zu einer Reihe aktiviert und zu den anderen Reihen deaktiviert wird. Auch damit wird die patentgemäße Aufgabe, eine hohe Zugriffsgeschwindigkeit bereitzustellen, erreicht, da durch das selektive Aktivieren des Datenpfads zu der ausgewählten Reihe im Gegensatz zum Stand der Technik, nicht jede Speichervorrichtung (212) während einer Leseoperation mehrere andere Speichervorrichtungen (212) und die Systemspeichersteuerung (220) als ihre Last über die Datenleitungen (250), die im Stand der Technik erhebliche Performanceprobleme verursachen, sieht (vgl. Abs. [0019] bis [0023]). 3. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hauptantrag ist nicht patentfähig, da es dem Fachmann durch Druckschrift NK11 nahegelegt wird (Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. a) EPÜ i. V. m. Art. 56 EPÜ). Die Ansprüche 1 der Hilfsanträge 1 bis 7 und 9 bis 14 sind unzulässig, da die darin beanspruchten Speichermodule ursprünglich nicht offenbart sind (Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 3 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. c) EPÜ). Darüber hinaus sind die Speichermodule der Ansprüche 1 nach den Hilfsanträgen 3, 8, 9 und 11 bis 14 nicht patentfähig, da sie dem Fachmann durch Druckschrift NK11 nahegelegt werden (Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. a) EPÜ i. V. m. Art. 56 EPÜ). Ferner sind die Speichermodule der Ansprüche 1 nach den Hilfsanträgen 1, 2, 4 bis 7 und 10 auch nicht patentfähig, da sie dem Fachmann durch Druckschrift QE4 nahegelegt werden (Art. II § 6 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 IntPatÜG, Art. 138 Abs. 1 lit. a) EPÜ i. V. m. Art. 56 EPÜ). 3.0 Zum Hauptantrag Die Druckschrift US 2006/0277355 A1 (NK 11) betrifft Speichervorrichtungen, insbesondere einen Controller und eine Architektur, die ein transparentes - 38 - Bankumschalten von Speichervorrichtungen ermöglicht (vgl. Abs. [0001]). Da elektronische Geräte immer ausgefeilter werden, steigt der Bedarf an mehr Speicher. Andererseits sind viele elektronische Anwendungen durch Industriestandards eingeschränkt, und physikalische Beschränkungen verhindern eine Erhöhung einer Busgröße (d. h. das Hinzufügen von mehr Kontaktstellen und/oder elektrischen Pfaden zu einem Speichermodul und/oder einer Systemspeichersteuerung ist oft unzulässig), weshalb die maximale Größe des adressierbaren Speichers auf einem Speichermodul begrenzt ist. Somit würde das Erhöhen der Speicherkapazität eines Speichermoduls eine größere Busgröße erfordern. Dies ist oft unerwünscht und unpraktisch für die Abwärtskompatibilität bestehender Geräte und etablierter Industriestandards (vgl. Abs. [0002] bis [0005]). Daher schlägt die Druckschrift NK 11 eine auf einem Speichermodul oder alternativ auf einer Systemhauptplatine montierte Steuereinheit und einen Speicherbankschalter vor, um selektiv Schreib- und Leseoperationen zu/von Speichervorrichtungen zu steuern, die kommunikativ mit dem Speicherbankschalter gekoppelt sind. Durch selektives Aktivieren oder Deaktivieren der Speichervorrichtungen in Echtzeit können separate Speichervorrichtungen mit kleinerer Kapazität eine einzelne Speichervorrichtung mit größerer Kapazität emulieren (vgl. Abs. [0010]). Die Speicherkapazität eines Speichermoduls wird durch Verwenden einer Vielzahl von Speichervorrichtungen mit geringerer Kapazität erweitert, die als einzelne Speichervorrichtung mit höherer Kapazität funktionieren. Dies wird erreicht, ohne dass dem Bus weitere Leitungen oder ein zusätzliches externes Signal hinzugefügt werden müssen. Darüber hinaus wird die Last des Busses nicht erhöht, da die Speicherbankschalter eine einzelne Last des Busses darstellen, nicht die Last der damit gekoppelten einzelnen Speichervorrichtungen. Eine Steuereinheit stellt eine Zustandsmaschine bereit, die die Befehle an mehrere Speichervorrichtungen in mehreren Bänken steuert, um eine einzelne Speicherbank zu lesen/schreiben, ohne dass die anderen Speicherbänke von dem Datenbus getrennt werden müssen (vgl. Abs. [0012]). - 39 - Figur 2 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Figur 5 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Die Figur 5 der NK 11 veranschaulicht ein Speichermodul (vgl. Abs. [0047]). Das Speichermodul (500) umfasst ein Substrat (502), auf dem mehrere Speichervorrichtungen (504) montiert sind, sowie eine Randschnittstelle (506), die dazu dient, das Speichermodul (500) kommunikativ mit einem Speichersteckplatz oder einem Kommunikationsbus (z. B. Speicherbus usw.) zu koppeln. Eine Speichersteuerung (510) ist auf dem Substrat (502) montiert und dazu konfiguriert, Schreib- und Leseoperationen zu/von den Speichervorrichtungen (504) zu steuern. Die Speichersteuerung (510) ist kommunikativ mit der Randschnittstelle (506) gekoppelt und empfängt Adress-, Befehls- und Steuersignale von der Randschnittstelle (506). Die Speichersteuerung (510) ist auch kommunikativ mit einem oder mehreren Speicherbankschaltern (508) gekoppelt, um Datenlese- und/oder -schreiboperationen zu/von den einen oder mehreren Speichervorrichtungen (504) und (512) zu steuern. Der Speicherbankschalter (508) ist kommunikativ mit den Speichervorrichtungen (504) und (512) gekoppelt, um Daten zu und von einer oder mehreren der Speichervorrichtungen (504) und (512) zu leiten. Der Speicherbankschalter (508) ist auch kommunikativ mit der Randschnittstelle (506) gekoppelt, um Signale zwischen der Randschnittstelle (506) und den Speichervorrichtungen (504) und (512) weiterzuleiten (vgl. Abs. [0047]). Der Betrieb der Speichersteuerung (510) und des Speicherbankschalters (508) bewirkt, dass die Speichervorrichtungen (504) und (512) eine einzelne Speichervorrichtung mit der Gesamtkapazität der kombinierten Speichervorrichtungen (504) und (512) emulieren. Das heißt, das Betriebssystem - 40 - adressiert eine einzelne logische Speicherbank, die von der Steuerung (510) auf die physikalischen Bänke der Speichergeräte (504) und (512) abgebildet wird (vgl. Abs. [0048]). Die Speicherbankschalter (508) können elektrisch mit zwei oder mehr Speichervorrichtungen (504) und (512) gekoppelt sein, wodurch die Kapazität eines Speichermoduls (500) erweitert wird (vgl. Abs. [0049]). In einer Implementierung, die in FIG. 5 gezeigt ist, können die Speichervorrichtungen (504) und (512) auf dem Speichermodul (500) als neun Speicherbankschalter oder -sätze (508) mit jeweils zwei Speicherbänken (504) und (512) angeordnet sein. Jede Speichervorrichtung hat 512 MBit DRAM. Als Ergebnis dieser Anordnung verwendet das Speichermodul 512-MBit-DRAM-Vorrichtungen, erscheint jedoch für den Systemprozessor als eine 1-GBit-DRAM-Vorrichtung (vgl. Abs. [0050]). Die ohmsche und/oder kapazitive Last auf dem Bus (110) wird nicht erhöht, weil das Speichermodul (106) eine einzige Last für den Bus (110) darstellt, statt der Last der einzelnen damit gekoppelten Speichervorrichtungen (vgl. Abs. [0027] und Fig. 1). In Figur 2 ist das kapazitätserweiternde Speichersystem (200) kommunikativ mit einer DIMM-Schnittstelle (202) gekoppelt. Die DIMM-Schnittstelle (202) kann mit einem Speichersockel und einem Kommunikationsbus gekoppelt sein, über den Daten, Speicheradressen, Befehle und Steuerinformationen übertragen werden. In einer Ausführungsform empfangen die Speicherbankschalter (206) und (208) Dateninformationen von der DIMM-Schnittstelle (202) jeweils über die Datenbusse (230) und (232). Die Steuereinheit (204) ist über einen Steuerbus (210) kommunikativ mit den dualen Speicherbankschaltern (206) und (208) gekoppelt und zeigt den Speicherbankschaltern (206) und (208) an, wie Daten von der DIMM- Schnittstelle (202) empfangen und/oder gespeichert werden sollen (vgl. Abs. [0028], [0029] und Fig. 2). Zum Beispiel enthält der Speicherbankschalter 206 die Ports A und B, die mit den Datenbussen 234 und 236 gekoppelt sind, durch die er Dateninformationen zu und/oder von vier Speicherbänken (d. h. Bank 0, Bank 1, Bank 2 und Bank 3) sendet und empfängt. Die vier Speicherbänke (d. h. Bank 0, Bank 1, Bank 2 und Bank 3) 212, 214, 216 und 218 sind auch kommunikativ mit einem Adressbus 220 gekoppelt, über den sie Adress- und Befehlsinformationen von der Steuereinheit 204 empfangen. In einer Ausführungsform decodiert die Steuereinheit 204 eine über die DIMM-Schnittstelle 202 empfangene Speicheradresse, bestimmt, welcher Speicherbank die empfangene Adresse - 41 - entspricht, und bewirkt, dass die Speicherbankschalter 206 und 208 die richtige Speicherbank aktivieren. Die Steuereinheit 204 kann eine empfangene Adresse auf mehrere Arten abbilden. Beispielsweise kann die Steuereinheit 204 einfach die niedrigeren Speicheradressen Port A und höhere Speicheradressen Port B zuordnen. Obwohl Adressinformationen an alle Speicherbänke über den Adressbus 220 gesendet werden können, kann der Speicherbankschalter 206 und/oder die Steuereinheit 204 bestimmen, auf welche Speichervorrichtungen oder Bänke zugegriffen wird (entweder für Lese- und/oder Schreiboperationen oder andere Operationen). Die Steuereinheit 204 kann eine Zustandsmaschine implementieren, die die Speicherbankschalter 206 und 208 steuert, wodurch gesteuert wird, auf welche Speicherbänke/Vorrichtungen, die mit den Ports A und B gekoppelt sind, zugegriffen wird (vgl. Abs. [0030] bis [0032] und Fig. 2). Figur 3 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Figur 4 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Die Figur 3 veranschaulicht ein Blockdiagramm eines Adress- und Befehlsverarbeitungssystems 300, das als Teil der Steuereinheit 204 implementiert sein kann. Das Befehlsverarbeitungssystem 300 steuert die physische Bankauswahl und die Bankumschaltrichtung. Speicheradressen und - 42 - Befehlsinformationen werden von der DIMM-Schnittstelle 202 empfangen, in einem Register 302 gepuffert und über den Adressbus 220 an alle Speicherbänke (z. B. Bank 0, Bank 1, Bank 2 und Bank 3) gesendet. Eine Bankschalter- Zustandsmaschine 308 bestimmt dann, welche Speicherbank aktiviert oder auf welche zugegriffen werden soll. In einer Ausführungsform ist diese Zustandsmaschine 308 eine logische Übersetzungstabelle, die eine primäre Raumadresse auf eine sekundäre Raumadresse basierend auf der vorhandenen Speicherkonfiguration abbildet. Die Zustandsmaschine 308 sendet über den Steuerbus 210 Steuerinformationen an die Speicherbankschalter 206 und 208, um anzuzeigen, welche Speicherbänke aktiviert/deaktiviert werden sollen oder auf welche zugegriffen werden soll. In einer Ausführungsform bildet die Steuereinheit 204 eine logische Speicherbank auf zwei physikalische Speicherbänke ab. Dies wird erreicht, indem eine der beiden physikalischen Speicherbänke (z. B. entweder Port A oder Port B) selektiv aktiviert wird, während die andere deaktiviert wird (vgl. Abs. [0039], [0040] und Fig. 3). Die Figur 4 veranschaulicht ein Blockdiagramm eines Datenverarbeitungssystems 400, das als Teil des Speicherbankschalters 206 implementiert sein kann. Daten von der DIMM-Schnittstelle 202 werden über den Datenbus 230 zu bidirektionalen Signaltreibern 402 und 404 übertragen und über getrennte Datenbusse 234 und 236 zu den verschiedenen Sätzen von Speicherbänken übertragen. Zudem werden Daten empfangen. Eine Lese- /Schreib-Logikeinheit 406 bestimmt, ob Daten von den Speichervorrichtungen (z. B. 212) gelesen oder in diese geschrieben werden (vgl. Abs. [0045] und Fig. 4). Die Figur 10 veranschaulicht eine einzelne Chipauswahlspeicherkonfiguration, in der eine Steuereinheit 1002 und ein Bankschalter 1004 verwendet werden, um zwei Speicherbänke 1006 und 1008 zu steuern, wobei jede Speicherbank zwei Speichervorrichtungen 1010 und 1012 in getrennten Datenbussen 1014 und 1016 aufweist. Die Figur 11 veranschaulicht eine Dual-Chip-Select-Speicherkonfiguration, in der zwei Steuereinheiten 1102 und 1104 und ein Bankschalter 1106 verwendet werden, um zwei Speicherbänke 1108 und 1110 zu steuern, wobei jede Speicherbank vier Speichervorrichtungen 1112 aufweist (vgl. Abs. [0053], [0054] und Fig. 10, 11). - 43 - Figur 10 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Figur 11 der NK 11 mit Illustrationen des Senats Somit offenbart die Druckschrift NK 11 in Übereinstimmung mit dem Wortlaut des erteilten Anspruchs 1 1. A memory module (vgl. Abs. [0027]: “memory module 106”, Abs. [0047]: “memory module 500” und Fig. 1, 5) 1.1 having a bit width of N (Die in Figur 2 gezeigten Datenbusse 230, 232 haben jeweils eine Breite von einem Byte bzw. 8 Bits) 1.2 for use in a computer system (vgl. Abs. [0027]: “computing system 100” und Fig. 1) including a system memory controller (vgl. Abs. [0027]: “processing unit 102” und Fig. 1), 2. the computer system including control lines (vgl. Abs. [0027]: “the bus size or communication path 110 to and/or from the memory module 106”; Abs. [0028]: “The DIMM interface 202 may be coupled to a memory socket and communication bus over which data, memory addresses, commands, and control information are transmitted” und Fig. 1, 2) and N-bit-wide data lines (vgl. Abs. [0027]: “the bus size or communication path 110 to and/or from the memory module 106”; Abs. [0028]: “The DIMM interface 202 may be coupled to a memory socket and communication bus over which data, memory - 44 - addresses, commands, and control information are transmitted” und Fig. 1, 2. Die in Figur 2 gezeigten Datenbusse 230, 232 haben jeweils eine Breite von einem Byte bzw. 8 Bits) coupling the memory module to the system memory controller, comprising: 3. a printed circuit board, PCB, (vgl. Abs. [0047]: “substrate 502” und Fig. 5) mountable in a module slot of the computer system (vgl. Abs. [0028]: “coupled to a memory socket“), 3.1 the PCB has an edge connector comprising a plurality of electrical contacts (vgl. Abs. [0047]: “The memory module 500 also includes an edge interface 506 that serves to communicatively couple the memory module 500 to a memory slot or to a communication bus (e.g., memory bus, etc.).”) 3.1.a which are positioned on an edge of the PCB (vgl. Fig. 5) and 3.1.b are positioned to be releasably coupled to corresponding contacts of a computer system socket to provide electrical conductivity between the system memory controller and the memory module (vgl. Abs. [0028]: “coupled to a memory socket“) (eine lösbare Kopplung liest der Fachmann bei einer Leiterplattenschnittstelle selbstverständlich mit); 4. memory devices (vgl. Abs. [0053]: “memory devices 1010 & 1012” und Fig. 10; Abs. [0054]: “memory devices 1112” und Fig. 11) each having a bit width of 4 bits (siehe die in Fig. 10 und 11 mit “4” gekennzeichneten Datenbusse zu den Speichervorrichtungen), 4.1 the memory devices being mechanically coupled to the PCB (502; siehe Fig. 5) and 4.2 arranged in multiple N-bit-wide ranks such that only one N-bit-wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory controller in response to the memory module receiving from the memory controller a set of control signals for a memory read or write operation (Gemäß Figur 5 weist das Speichermodul 500 insgesamt neun Datenübertragungsschaltungen (Speicherbankschalter) auf. Jede Datenübertragungsschaltung hat eine Bitbreite von 8 Bits (vgl. Fig. 10, 11). Zu den Speichervorrichtungen wird die Bitbreite durch 2x4 Bits pro Datenpfad A oder B gebildet. Zum DIMM-Interface 202 (siehe Figur 2) ist die Bitbreite durch 1x8 Bits gegeben. Da das Speichermodul insgesamt neun - 45 - Datenübertragungsschaltungen aufweist, beträgt die Gesamt-Bitbreite 72- Bits. Da die von dem Speichercontroller empfangenen Speicheradressen und Befehle für eine Lese- oder Schreiboperation sowohl die Speicherbankschalter 206 & 208 mittels der Zustandsmaschine 308 über den Bus 210 steuert (vgl. Abs. [0028], [0029], [0032] und [0039] sowie Fig. 2 bis 4), als auch die Reihe mittels der aus den empfangenen Chip- Auswahlsignalen CS0 (und CS1) erzeugten Chip-Auswahlsignalen CS0A, (CS1AA), CS0B (und CS1BB) (vgl. “Control Unit ASIC“ in Figur 10 bzw. “Control Unit A ASIC“ und “Control Unit B ASIC“ in Figur 11) ausgewählt wird, kommuniziert auch nur eine Reihe in Figur 10 oder 11 (hellgelb, hellblau, gelb, blau) mit dem Speichercontroller); 5. a control circuit (vgl. Abs. [0047]: “memory controller 510”; Abs. [0028]: “control unit 204”; Abs. [0053]: “control unit 1002”; Abs. [0054]: “control units 1102 & 1104” und Fig. 2, 5, 10, 11) mechanically coupled to the PCB (502) and operatively coupled to the memory devices (vgl. Abs. [0053]: “memory devices 1010 & 1012” und Fig. 10; Abs. [0054]: “memory devices 1112” und Fig. 11) via registered control lines (vgl. Fig. 2: “220”, “Registered Address, CMD, Clocks”, Abs. [0030] und Fig. 3), the control circuit configurable to 5.1 register first control signals for a memory read operation received from the system memory controller via the control lines (vgl. Abs. [0047]: “A memory controller 510 is mounted on the substrate 502 and configured to control write and read operations to/from the memory devices 506. The memory controller 510 is communicatively coupled to the edge interface 506 and receives address, command, and control signals from the edge interface 506” und Fig. 5) and 5.2 to produce first module control signals (vgl. Abs. [0039]: “This address and command processing system 300 may be implemented as part of the control unit 204”, “The state machine 308 sends control information to the memory bank switches 206 & 208 via the control bus 210 to indicate which memory banks should be activated/deactivated or accessed” und Fig. 3), 5.3 the control circuit being further configurable to register second control signals for a memory write operation received from the system memory controller via the control lines (vgl. Abs. [0047]: “A memory controller 510 is mounted on - 46 - the substrate 502 and configured to control write and read operations to/from the memory devices 506. The memory controller 510 is communicatively coupled to the edge interface 506 and receives address, command, and control signals from the edge interface 506” und Fig. 5) and 5.4 to produce second module control signals (vgl. Abs. [0039]: “This address and command processing system 300 may be implemented as part of the control unit 204”, “The state machine 308 sends control information to the memory bank switches 206 & 208 via the control bus 210 to indicate which memory banks should be activated/deactivated or accessed” und Fig. 3); and 6. n/2 (In den Figuren 10 und 11 gibt es jeweils halb so viele Datenübertragungsschaltungen (1004 bzw. 1106) wie Speichervorrichtungen pro Reihe (jeweils 2 untereinander angeordnete Speichervorrichtungen (z. B. 1012 und 1010 in Fig. 10) bilden eine Reihe (hellgelb, hellblau, gelb, blau))) data transmission circuits (vgl. Abs. [0050]: “in FIG. 5, … nine memory bank switches … 508”; Abs. [0049]: “the memory bank switches 508 are memory bank switches 206 as described above”; Abs. [0045]: “This data processing system 400 may be implemented as part of the memory bank switch 206”; Abs. [0053]: “bank switch 1004”; Abs. [0054]: “bank switch 1106” und Fig. 2, 4, 5, 10, 11) mechanically coupled to the PCB and distributed at corresponding positions along the edge connector of the PCB (vgl. Fig. 5), 6.1 the n/2 data transmission circuits (206, 208, 400, 508, 1004, 1106) configurable to be 6.1.a operatively coupled to the system memory controller (vgl. Abs. [0029]: “memory bank switches 206 & 208 receive data information from the DIMM interface 202 via data buses 230 & 232” und Fig. 2) and 6.1.b configurable to receive module control signals from the control circuit (vgl. Abs. [0029]: “The control unit 204 is communicatively coupled to the dual memory bank switches 206 & 208 via a control bus 210 and indicates to the memory bank switches 206 & 208 how data from the DIMM interface 202 should be received and/or stored”), - 47 - 6.2 each respective data transmission circuit (1004, 1106) of the n/2 data transmission circuits having a bit width of 8 bits (vgl. Fig. 10 und 11: “DQ(3:0)”, “DQ(7:4)”) and 6.2.a having a first side that is operatively coupled to a respective byte-wise section of the data lines (vgl. Fig. 2: “230”, “Data Byte 0”; vgl. Fig. 10 und 11: “DQ(3:0)”, “DQ(7:4)”), and 6.2.b a second side that is operatively coupled to two associated memory devices in each of the multiple ranks (eine zweite Seite (“DQA(3:0)”, “DQA(7:4)”) ist mit 2 untereinander angeordneten Speichervorrichtungen (1012 und 1010 in Fig. 10), die eine Reihe (hellgelb) bilden, verbunden. Entsprechendes gilt für die weiteren Reihen (hellgelb, hellblau, gelb, blau) in den Figuren 10 und 11), 6.3 the respective data transmission circuit (400) 6.3.a including a byte-wise read data path from the second side to the first side (byteweise (“DQ(7:0)”) in Fig. 4 vom Bezugszeichen 234 bzw. 236 zum Bezugszeichen 230), 6.3.a.1 the byte-wise read data path including read tristate buffers (509), 6.3.b a byte-wise write data path from the first side to the second side (byteweise (“DQ(7:0)”) in Fig. 4 vom Bezugszeichen 230 zum Bezugszeichen 234 bzw. 236), 6.3.b.1 the byte-wise write data path including write tristate buffers (504, 506), and 6.3.c control logic circuitry (“CONTROL BLOCK” in Fig. 4) controlling the byte-wise read data path and the byte-wise write data path (vgl. Abs. [0045]: “A read/write logic unit 406 determines whether data is being read from or written to the memory devices (e.g., 212).” und Fig. 4) in response to module control signals received from the control circuit (vgl. in Fig. 4 das Eingangssignal “BANK SWITCH CONTROL” über den Bus 210); 7. wherein, in the memory read operation, a first one of the multiple ranks is selected (Die vom Speichercontroller empfangenen Speicheradressen und Befehle für eine Leseoperation steuern die Speicherbankschalter 206 & 208 mittels der Zustandsmaschine 308 über den Bus 210 (vgl. Abs. [0028], [0029], [0032] und [0039] sowie Fig. 2 bis 4). Die Reihe (hellgelb, hellblau, gelb, blau) wird mittels der aus den empfangenen Chip-Auswahlsignalen CS0 (und CS1) erzeugten Chip-Auswahlsignalen CS0A, (CS1AA), CS0B - 48 - (und CS1BB) (vgl. „Control Unit ASIC“ in Figur 10 bzw. „Control Unit A ASIC“ und „Control Unit B ASIC“ in Figur 11) ausgewählt) to output N-bit wide read data (Gemäß Figur 5 weist das Speichermodul 500 insgesamt neun Datenübertragungsschaltungen (Speicherbankschalter) auf. Jede Datenübertragungsschaltung hat eine Bitbreite von 8 Bits (vgl. Fig. 10, 11). Zu den Speichervorrichtungen wird die Bitbreite durch 2x4 Bits pro Datenpfad A oder B gebildet. Zum DIMM-Interface 202 (siehe Figur 2) ist die Bitbreite durch 1x8 Bits gegeben. Da das Speichermodul insgesamt neun Datenübertragungsschaltungen aufweist, beträgt die Gesamt-Bitbreite 72- Bits.) in response to registered control signals for the memory read operation from the control circuit (vgl. Abs. [0039]: “The command processing system 300 controls physical bank selection and bank switching direction. Memory addresses and command information are received from the DIMM interface 202, buffered in a register 302 and sent to all memory banks (e.g., Bank 0, Bank 1, Bank 2 and Bank 3) over address bus 220.“ und Fig. 3), 7.1 and the control logic circuitry (“CONTROL BLOCK” in Fig. 4) is configurable to enable, in response to the first module control signals, the byte-wise read data path for a first time period (vgl. Abs. [0039]: “The state machine 308 sends control information to the memory bank switches 206 & 208 via the control bus 210 to indicate which memory banks should be activated/deactivated or accessed.”; Abs. [0031]: “each memory bank switch 206 and 208 includes signal drivers to drive data signals to and from the memory banks and to and from the DIMM interface 202”; Abs. [0045]: “Data is transmitted from the DIMM interface 202 via the data bus 230 to bidirectional signal drivers 402 & 404 that transmit and receive data over separate data busses 234 and 236 to the different sets of memory banks”; Abs. [0040]: “selectively enabling or activating one of the two physical memory banks (e.g., either Port A or Port B) while disabling or deactivating the other” und Fig. 2, 3, 4. Bei einer selektiven Aktivierung des Ports A oder des Ports B wird für den Zeitraum der Aktivierung auch der entsprechende Lesedatenpfad aktiviert.) 7.1.a when a respective byte-wise section (vgl. Fig. 10, 11: “DQ(3:0)” & “DQ(7:4)”) of the N-bit wide read data is passing from the associated two memory - 49 - devices in one of the multiple ranks (z. B. von den hellgelb in Figur 10 oder 11 markierten Speichervorrichtungen) to the respective byte-wise section (In Fig. 2: “230”, “Data Byte 0”) of the N-bit-wide data lines via the byte-wise read data path (vgl. Fig. 10, 11: “DQ(3:0)” & “DQ(7:4)”), 7.1.b teils whereby the read tristate buffers (vgl. z. B. 402 (READ) in Fig. 4) are enabled for the first time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide read data to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines (dabei liest der Fachmann selbstverständlich mit, dass für den Zeitraum der Aktivierung z. B. des Ports A auch der mit dem Port A verbundene Lesepuffer 402 aktiviert wird) and 7.1.cteils the read tristate buffers are disabled after the first time period (eine Deaktivierung z. B. des Lesepuffers 402 nach Beendigung der Datenübertragung liest der Fachmann selbstverständlich, zur Vermeidung einer Konkurrenzsituation zwischen Lese- und Schreiboperation und zur Energieeinsparung, mit); 8. wherein, in the memory write operation, a second one of the multiple ranks is selected (Die vom Speichercontroller empfangenen Speicheradressen und Befehle für eine Schreiboperation steuern die Speicherbankschalter 206 & 208 mittels der Zustandsmaschine 308 über den Bus 210 (vgl. Abs. [0028], [0029], [0032] und [0039] sowie Fig. 2 bis 4). Die Reihe (hellgelb, hellblau, gelb, blau) wird mittels der aus den empfangenen Chip-Auswahlsignalen CS0 (und CS1) erzeugten Chip-Auswahlsignalen CS0A, (CS1AA), CS0B (und CS1BB) (vgl. “Control Unit ASIC“ in Figur 10 bzw. “Control Unit A ASIC“ und “Control Unit B ASIC“ in Figur 11) ausgewählt) to receive N-bit wide write data (Gemäß Figur 5 weist das Speichermodul 500 insgesamt neun Datenübertragungsschaltungen (Speicherbankschalter) auf. Jede Datenübertragungsschaltung hat eine Bitbreite von 8 Bits (vgl. Fig. 10, 11). Zu den Speichervorrichtungen wird die Bitbreite durch 2x4 Bits pro Datenpfad A oder B gebildet. Zum DIMM-Interface 202 (siehe Figur 2) ist die Bitbreite durch 1x8 Bits gegeben. Da das Speichermodul insgesamt neun Datenübertragungsschaltungen aufweist, beträgt die Gesamt-Bitbreite 72- Bits.) in response to registered control signals for the memory write operation from the control circuit (vgl. Abs. [0039]: “The command processing system - 50 - 300 controls physical bank selection and bank switching direction. Memory addresses and command information are received from the DIMM interface 202, buffered in a register 302 and sent to all memory banks (e.g., Bank 0, Bank 1, Bank 2 and Bank 3) over address bus 220.“ und Fig. 3), 8.1 and the control logic circuitry (“CONTROL BLOCK” in Fig. 4) is configurable to enable, in response to the second module control signals, the byte-wise write data path for a second time period (vgl. Abs. [0039]: “The state machine 308 sends control information to the memory bank switches 206 & 208 via the control bus 210 to indicate which memory banks should be activated/deactivated or accessed.”; Abs. [0031]: “each memory bank switch 206 and 208 includes signal drivers to drive data signals to and from the memory banks and to and from the DIMM interface 202”; Abs. [0045]: “Data is transmitted from the DIMM interface 202 via the data bus 230 to bidirectional signal drivers 402 & 404 that transmit and receive data over separate data busses 234 and 236 to the different sets of memory banks”; Abs. [0040]: “selectively enabling or activating one of the two physical memory banks (e.g., either Port A or Port B) while disabling or deactivating the other” und Fig. 2, 3, 4. Bei einer selektiven Aktivierung des Ports A oder des Ports B wird für den Zeitraum der Aktivierung auch der entsprechende Schreibdatenpfad aktiviert.) 8.1.a when a respective byte-wise section (vgl. Fig. 10, 11: “DQ(3:0)” & “DQ(7:4)”) of the N-bit wide write data is passing from the respective byte-wise section (In Fig. 2: “230”, “Data Byte 0”) of the N-bit-wide data lines to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks (z. B. zu den hellgelb in Figur 10 oder 11 markierten Speichervorrichtungen) via the byte- wise write data path (vgl. Fig. 10, 11: “DQ(3:0)” & “DQ(7:4)”), 8.1.b teils whereby the write tristate buffers (vgl. z. B. D Flip-flop (WRITE) 404 in Fig. 4) are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks (dabei liest der Fachmann selbstverständlich mit, dass für den Zeitraum der Aktivierung z. B. des Ports B auch das mit dem Port B verbundene Flip-flop 402 aktiviert wird) and - 51 - 8.1.cteils the write tristate buffers (vgl. z. B. D Flip-flop (WRITE) 404 in Fig. 4) are disabled after the second time period (eine Deaktivierung z. B. des Flip-flop 404 nach Beendigung der Datenübertragung liest der Fachmann selbstverständlich, zur Vermeidung einer Konkurrenzsituation zwischen Lese- und Schreiboperation und zur Energieeinsparung, mit). Damit unterscheidet sich die Vorrichtung aus Druckschrift NK 11 von der des Anspruchs 1 dadurch, dass die bidirektionalen Signaltreiber 402 und 404 der Figur 4 der NK 11 generische Puffer und D Flip-Flops statt Tristate-Puffer im Lese- und Schreibpfad enthalten (Merkmale 6.3.a.1, 6.3.b.1, 7.1.b Rest , 7.1.cRest, 8.1.bRest und 8.1.cRest). Dieser Unterschied beruht jedoch auf keiner erfinderischen Tätigkeit. Der Fachmann erkennt, dass im bidirektionalen Signaltreiber 402 der NK 11 eine Situation auftreten kann, in der ein vom WRITE-Register des bidirektionalen Signaltreibers (402) an den Datenbus (234) ausgegebener Wert bzw. Spannungspegel („1“) vom READ-Puffer an den Datenbus (230) „zurückgeschrieben“ wird, wobei dieser „zurückgeschriebene“ Datenwert mit einem zeitlich nächsten Datenwert („0“) kollidieren kann, der vom Systemspeichercontroller auf den Datenbus (230) gelegt wird. Aus elektrischer Sicht bedeutet dies, dass ein hoher Spannungspegel auf einen niedrigen Spannungspegel trifft, aus datentechnischer Sicht liegt eine Datenkollision vor, die vermieden werden muss (vgl. die Abbildungen in den Rn. 236 und 238 der Klageschrift 2 Ni 31/22 (EP)). Abbildungen in den Rn. 236 und 238 der Klageschrift 2 Ni 31/22 (EP) Daher ist der Fachmann veranlasst, nach einer Lösung zu suchen, wie er eine Datenkollision vermeiden kann. Dem Fachmann ist aus seinem Fachwissen bekannt, dass durch den Einsatz von Tri-State-Puffern der Ausgang des Puffers vom - 52 - Ausgangsbus getrennt werden kann, sodass andere Geräte den Bus ohne Störung durch den Tri-State-Puffer ansteuern können (vgl. Wikipedia „Three-state logic“). Für einen bidirektionalen Datenbus müssen bidirektionale Puffer verwendet werden, die jeweils aus zwei antiparallel geschalteten Verstärkern mit Tristate-Ausgang bestehen (vgl. ZP4, S. 636; ZP5, Fig. 4.7; ZP6, S. 487, 489). Durch dieses Fachwissen wird der Fachmann angeregt, für die bidirektionalen Signaltreiber (402, 404) der NK 11 jeweils zwei antiparallel geschaltete Tristate-Puffer vorzusehen, um Datenkollisionen auf den bidirektionalen Datenbussen (230, 234) zu vermeiden (Merkmale 6.3.a.1, 6.3.b.1, 7.1.b rest, 7.1.crest, 8.1.b rest und 8.1.crest). Die Beklagte argumentiert, dass Tristate-Puffer nur eine von vielen Möglichkeiten zur Lösung des Problems (unterschiedliche Spannungspegel, „Datenkollision“) seien. Der Fachperson wären zum Prioritätszeitpunkt mehrere konkrete Schaltungen bekannt gewesen, die zusammen mit den bidirektionalen Treibern 402 und 404 aus NK11 hätten verwendet werden können. Außerdem, wenn die Fachperson auf die Idee käme, in der Schaltung aus NK11 den bidirektionalen Puffer aus ZP4 einzusetzen (was sie ohne Anlass und konkrete Anregung nicht täte), so läge es nahe, diesen bidirektionalen Puffer wie in NK12 beschrieben zu steuern. Darüber hinaus seien die Tristate-Puffer der ZP4 entweder in Schreib- oder in Leserichtung durchlässig, jedoch könnten nicht gleichzeitig beide Puffer deaktiviert werden. Diese Argumente konnten nicht überzeugen. Da Tristate-Puffer eine objektiv zweckmäßige Alternative für das bidirektionale Treiben von Datensignalen darstellen, für deren Verwendung die Entgegenhaltung NK11 keine Hinderungsgründe erkennen lässt, lag es für den Fachmann nahe, diese zur Vermeidung von Datenkollisionen in der Datenübertragungsschaltung einzusetzen (vgl. BGH, Urteil vom 11. März 2014, X ZR 139/10, GRUR 2014, 647 – Farbversorgungssystem). Kommen für den Fachmann zur Lösung eines Problems mehrere Alternativen in Betracht, können mehrere von ihnen naheliegend sein. Grundsätzlich ohne Bedeutung ist insofern, welche der Lösungsalternativen der Fachmann als erste in Betracht zöge (vgl. BGH, Urteil vom 16. Februar 2016, X ZR 5/14, GRUR 2016, 1023 – Anrufroutingverfahren). Darüber hinaus offenbart die NK11 dem Fachmann, dass entweder Port A oder Port B selektiv aktiviert wird, während der andere Port deaktiviert wird, um in eine der beiden Speicherbänke - 53 - zu schreiben oder von einer zu lesen (vgl. NK11, Abs. [0031], [0040]). Somit werden in der NK11 die Lese- und Schreibpuffer - die der Fachmann in naheliegender Weise als Tristate-Puffer ausgestaltet - eines deaktivierten Ports deaktiviert. Dabei ist für den Fachmann im Falle einer Aktivierung eines Ports selbstverständlich, nur den betreffenden Lese- oder Schreibpuffer des Ports durchzuschalten. Somit gelangt der Fachmann in naheliegender Weise zum Gegenstand des Anspruchs 1. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hauptantrag ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.1 Zum Hilfsantrag 1 3.1.1 Das Merkmal 6.4 HA1 ist nicht ursprünglich offenbart. Das neue Merkmal 6.4 HA1 verlangt, dass jede Moduldatenleitung (452‘) des jeweiligen Satzes von Moduldatenleitungen (452‘) mit einer jeweiligen Speichervorrichtung (412‘) in jedem der mehreren N-Bit breiten Reihen verbunden ist. Die Beklagte hat ausgeführt, dass das Merkmal 6.4 HA1 im Absatz [0058] der NK3 offenbart sei und die folgende Figur erstellt, um ihr Verständnis einer entsprechenden Konfiguration darzulegen: Von Beklagter erstellte Figur (BK-Schriftsatz vom 31. Juli 2023, S. 19, Rn. 46) Ein so konfiguriertes Speichermodul lässt sich den ursprünglichen Unterlagen jedoch nicht entnehmen. Wie bereits dargelegt, versteht der Fachmann das Auswählen einer Reihe (Merkmale 4.2 und 8), das Aktivieren eines Schreibdatenpfads zu einer Reihe - 54 - (Merkmale 8.1 und 8.1.a) i. V. m. dem Treiben von Daten zu der einen ausgewählten Reihe (Merkmale 8.1.b und 8.1.c) derart, dass ein Datenpfad wie bei einer Weiche zu einer Reihe aktiviert und zu den anderen Reihen deaktiviert wird. Figur 3B der NK 3 mit Illustrationen des Senats Figur 4B der NK 3 mit Illustrationen des Senats Der Stammanmeldung NK3 ist lediglich zu entnehmen, dass bei einem Schreibvorgang Daten nur auf einen von zwei Datenpfaden (in den Figuren 3B und 4B gelb und blau markiert) geleitet werden, die als Pfad A und Pfad B bezeichnet sind (vgl. NK 3, Abs. [0063]: „the control circuit 430, in one embodiment, provides enable control signals to the control logic circuitry 502 of each data transmission circuit 416, whereby the control logic circuitry 502 selects either path A or path B to direct the data. Accordingly, when the control logic circuitry 502 receives, for example, an "enable A" signal, a first tristate buffer 504 in path A is enabled and actively drives the data value on its output, while a second tristate buffer 506 in path B is disabled with its output in a high impedance condition.“). Die Reihen der Speichervorrichtungen (412) sind ebenfalls in zwei Gruppen unterteilt, wobei eine Gruppe dem Pfad A und eine Gruppe dem Pfad B zugeordnet ist. Dementsprechend sind die Speichervorrichtungen 412A, 412C von Reihe A und Reihe C über einen ersten der beiden Datenpfade mit den Datenübertragungsschaltungen 416 verbunden, und die Speichervorrichtungen 412B, 412D von Reihe B und Reihe D sind über einen zweiten der beiden Datenpfade mit den Datenübertragungsschaltungen 416 verbunden (vgl. NK3, Abs. [0061]: „In the operational embodiment shown in Figure 5, in a write operation, data entering a data transmission circuit 416 via a data line 518 is driven onto two data paths, labeled path - 55 - A and path B, preferably after passing through a write buffer 503. The ranks of memory devices 412 are likewise divided into two groups with one group associated with path A and one group associated with path B. As shown in Figure 3A, rank A and rank C are in the first group, and rank B and rank D are in the second group. Accordingly, the memory devices 412A, 412C of rank A and rank C are connected to the data transmission circuits 416 by a first one of the two data paths, and the memory devices 412B, 412D of rank B and rank D are connected to the data transmission circuits 416 by a second one of the two data paths.“ und Fig. 3A, 5). Demgemäß ist auch in Figur 3B die obere der beiden oberen Moduldatenleitungen ausschließlich mit den Speichervorrichtungen 412‘A 1 und 412C‘1 der Reihen A und C und die untere der beiden oberen Moduldatenleitungen ausschließlich mit den Speichervorrichtungen 412B‘1 und 412D‘1 der Reihen B und D verbunden (vgl. Figur 3B, 4B). Der Fachmann konnte der ursprünglichen Anmeldung somit nur entnehmen, dass die beiden Speichervorrichtungsgruppen nicht über eine einzige, sondern über getrennte Moduldatenleitungen mit einer Datenübertragungsschaltung 416 verbunden sind. Entsprechend erfordern alle Ausführungsbeispiele der NK3 von Fig. 3A bis Figur 6 eine Weiche. Einen Hinweis, einen der beiden Pfade „A“ oder „B“ bzw. der Terminals Y1 oder Y2 zu streichen ist der gesamten Stammanmeldung NK3 nicht zu entnehmen. Das Merkmal 6.4 HA1 ist somit in der Stammanmeldung NK3 nicht offenbart. Da eine Moduldatenleitung nicht mit einer Speichervorrichtung in jeder Reihe verbunden ist (vgl. Fig. 3B, 4B), ist der ursprünglichen Anmeldung auch nicht das Merkmal 6.4.a HA1 zu entnehmen, wonach eine Moduldatenleitung Daten durch die jeweilige Datenübertragungsschaltung zur jeweiligen Speichervorrichtung in jedem der mehreren N-Bit breiten Reihen überträgt. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 1 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.1.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 gemäß Hilfsantrag 1 dem Fachmann aus der QE4 nahegelegt. - 56 - Die US 7,464,225 B2 (QE4) betrifft integrierte Schaltkreisvorrichtungen, die Hochgeschwindigkeitssignalisierung solcher Vorrichtungen, Speichervorrichtun- gen und Speichersysteme (vgl. QE4, Sp. 1, Z. 8-10). Figur 5 der QE4 mit farbigen Illustrationen des Senats Die Figur 5 stellt eine Speichermodultopologie dar, die mehrere integrierte Schaltkreis-Speichervorrichtungen und mehrere integrierte Schaltkreis- Puffervorrichtungen mit einer integrierten Schaltkreis-Puffervorrichtung 501 für Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen umfasst. Dabei ist die Puffervorrichtung 501 mit den Signalpfaden 121 und 121a-b gekoppelt. Die Puffervorrichtung 501 gibt Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen an die Puffervorrichtungen 100a–b auf dem Signalpfad 121a und an die Puffervorrichtungen 100c–d auf dem Signalpfad 121b aus. Die Puffervorrichtung 501 kopiert die auf dem Signalpfad 121 empfangenen Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen und wiederholt die Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen auf den Signalpfaden 121a-b. Die Puffervorrichtung 501 empfängt Steuerinformationen, wie etwa eine Paketanforderung, die einen Zugriff auf mindestens eine der integrierten Speicherschaltungsvorrichtungen 101a–d - 57 - spezifiziert, und gibt ein entsprechendes Steuersignal (auf Signalpfad 121a und/oder 121b) an die angegebene integrierte Speicherschaltungsvorrichtung aus (vgl. QE4, Sp. 6, Z. 29-52 und Fig. 5). In einer Ausführungsform einer Speicherleseoperation empfängt der Puffer 100a Steuerinformationen (einschließlich Adressinformationen), die in einem Paketformat von einem Master auf dem Signalpfad 121 vorliegen können, und überträgt als Reaktion darauf entsprechende Signale an eine oder mehrere oder alle Speichervorrichtungen 101a-d auf einem oder mehreren Signalpfaden 1005. Eines oder mehrere der Speichergeräte 101a-d können durch die Übertragung von Daten an den Puffer 100a reagieren, der die Daten über einen oder mehrere Signalpfade 1006 empfängt und als Reaktion entsprechende Signale an einen Master (oder einen anderen Puffer) sendet. Ein Master überträgt die Steuerinformationen über einen oder mehrere Signalpfade 121 und empfängt die Daten über einen oder mehrere Signalpfade 120a (vgl. Sp. 12, Z. 60 – Sp. 13, Z. 4). In einer Ausführungsform einer Speicherschreiboperation empfängt der Puffer 100a Steuerinformationen (einschließlich Adressinformationen), die in einem Paketformat vorliegen können, von einem Master auf dem Signalpfad 121 und empfängt die Schreibdaten für ein oder mehrere Speichergeräte 101a-d, die in einem Paketformat vorliegen können von einem Master auf Signalpfad 120a. Der Puffer 100a überträgt dann entsprechende Signale an eine oder mehrere oder alle Speichervorrichtungen 101a-d auf einem oder mehreren Signalpfaden 1006, damit die Schreibdaten gespeichert werden können. Ein Master überträgt die Steuer-/Adress- /Taktinformationen über einen oder mehrere Signalpfade 121 und überträgt die Schreibdaten über einen oder mehrere Signalpfade 120a (vgl. Sp. 13, Z. 9-20). In einer Ausführungsform können gleichzeitige Schreib- und/oder Lesevorgänge für verschiedene Speichergeräte in den Speichergeräten 101a–d erfolgen (vgl. Sp. 13, Z. 21-23). Durch Modifizieren des Puffers 100a können neue Schnittstellenstandards von Speichergeräten schrittweise eingeführt werden, um mit einem Master oder einem Speichersystem zu arbeiten, das ältere Schnittstellenstandards unterstützt. In einer Ausführungsform kann ein Speichermodul über eine Schnittstelle oder einen Sockel eines älteren Speichermoduls eingesetzt werden, während Speichervorrichtungen neuerer Generation auf dem Speichermodul angeordnet sein können. Die - 58 - Abwärtskompatibilität mit vorhandenen Generationen von Speichergeräten kann erhalten bleiben. In ähnlicher Weise können schrittweise neue Generationen von Mastern oder Controllern eingeführt werden, die die Funktionen neuer Generationen von Speichergeräten nutzen und gleichzeitig die Abwärtskompatibilität mit bestehenden Generationen von Speichergeräten beibehalten (vgl. Sp. 17, Z. 9-24). Die Figur 18 veranschaulicht ein Blockdiagramm einer Puffervorrichtung 100a (vgl. Sp. 12, Z. 52). Beispielsweise können die Schnittstellen 1820a und 1820b so programmiert werden, dass sie eine Verbindung zu 16 „x4“ breiten Speichervorrichtungen, 8 „x8“ breiten Speichervorrichtungen oder 4 „x16“ breiten Speichervorrichtungen herstellen (vgl. Sp. 16, Z. 44-48). Figur 10 der QE4 Figur 18 der Druckschrift QE4 Überdies ist bezüglich der Lese- und der Schreiboperation angegeben, dass die Signal- und Datenübertragung zu oder von einer oder mehreren der Speichervorrichtungen erfolgen kann (vgl. Sp. 12, Z. 60 – Sp. 13, Z. 20: „memory read operation … One or more of memory devices 101a-d may respond by transmitting data to buffer 100a which receives the data via one or more signal paths 1006 and in response, transmits corresponding signals to a master (or other buffer). … memory write operation … buffer 100a … receives the write data for one - 59 - or more memory devices 101a-d that may be in a packet format from a master on signal path 120a. Buffer 100a then transmits corresponding signals to one or more memory devices 101a-d on one or more signal paths 1006 so that the write data may be stored.“). So bezieht sich in einer Ausführungsform ein Befehl auf eine Speicheroperation einer bestimmten integrierten Speicherschaltung (vgl. Sp. 5, Z. 24-26: „In an embodiment, a command relates to a memory operation of a particular integrated circuit memory device.“). Außerdem kann gleichzeitig auf mehrere Speichergeräte in verschiedenen Datenscheiben zugegriffen werden (vgl. Sp. 5, Z. 31-32: „Also, multiple memory devices in different data slices can be accessed simultaneously“). Diesen Angaben entnimmt der Fachmann somit, dass zum einen auf eine oder mehr Speichervorrichtungen in einer Datenscheibe („data slice“) und zum anderen auch gleichzeitig auf jeweils eine Speichervorrichtung in verschiedenen Datenscheiben zugegriffen werden kann. Die Figur 14 der QE 4 zeigt eine Vorrichtung mit einer Vielzahl von integrierten Speicherchips (1101a-d und 1401a-d) und einem Pufferchip (1100a), die nebeneinander angeordnet und in einem Gehäuse untergebracht sind (vgl. QE 4, Sp. 2, Z. 14-16). Figur 14 der QE 4 - 60 - Ausgehend von der Figur 5 der QE 4 ist es für den Fachmann naheliegend, in dieser Figur 5 nicht nur einen Stapel von beispielsweise acht x8-Speichermodulen (101a-d), sondern angeregt durch die Figur 14, zwei parallele Stapel mit jeweils acht x4- Speichermodulen jeweils über eine Datenleitung 1006 mit dem Puffer 100a zu verbinden (vgl. Sp. 2, Z. 14-16: „FIG. 14 illustrates a device having a plurality of integrated circuit memory dies and a buffer die that are disposed side-by-side and housed in a package“, Sp. 16, Z. 45-48: „interfaces 1820a and 1820b may be programmed to connect to 16 "x4" width memory devices, 8 "x8" width memory devices or 4 "x16" width memory devices“, Sp. 7, Z. 51-53: „In an embodiment, memory module 900 includes pairs of memory devices 101a-b and buffer devices 100a-d disposed on a first side of substrate 910“, Sp. 8, Z. 66 – Sp. 9, Z. 1: „Signal path 1006 is a bus for providing bidirectional data signals between a plurality of integrated circuit memory devices 101a-d and buffer 100a“ und Fig. 5, 10, 14, 15). So weist die QE4 darauf hin, dass eine Datenscheibe den vollständigen Datenpfad oder Teile von Datenpfaden zu und von einem einzelnen Speichergerät umfassen kann (vgl. QE4, Sp. 3, Z. 57-59) und, wie bereits ausgeführt, dass gleichzeitig auf mehrere Speichervorrichtungen in unterschiedlichen Datenscheiben zugegriffen werden kann (vgl. Sp. 5, Z. 31-32). Dabei ist dem Fachmann aus seinem Fachwissen, belegt durch die NK11, bekannt, statt die Bits 0-7 an eine x8-Speichervorrichtung, die Bits 0-3 an eine erste x4- und die Bits 4-7 an eine parallele zweite x4-Speichervorrichtung zu treiben (vgl. in Figur 10 der NK11 die beiden parallelen Datenbusse 1016 zu den parallelen Speichervorrichtungen 1010 und 1012, sowie Abs. [0053]). Dabei bilden alle ersten oberhalb der Puffer 100a-100d horizontal angeordneten Speichervorrichtungen 101a eine erste Reihe, wobei die Puffer 100a mit den Datensignalpfaden 120a-120d verbunden sind und jeder der Puffer 100a- d ist mit jeweils zwei Speichervorrichtungen in jeder Reihe verbunden. Somit ergibt sich für den Fachmann aus der Druckschrift QE4 i. V. m. seinem Fachwissen in Übereinstimmung mit dem Wortlaut des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1 1. A memory module (vgl. Sp. 6, Z. 33: “memory module 500” und Fig. 5) - 61 - 1.1 having a bit width of N (Die Bit-Breite des Speichermoduls (Datenpfade 120a-d) entspricht derjenigen der einzelnen Reihen (Speichervorrichtungen, die über Puffer 100a-d mit den Datenpfaden 120a- d verbunden sind)) 1.2 for use in a computer system including a system memory controller (vgl. Sp. 8, Z. 38-39: “master”), 2. the computer system including control lines (vgl. Sp. 6, Z. 34: “signal paths 121”) and N-bit-wide data lines (vgl. Sp. 3, Z. 49: “signal paths 120a-d”) coupling the memory module (“500”) to the system memory controller (“master”) (vgl. Sp. 16, Z. 44-48: “interface 1820a and 1820b are programmable to access different memory device widths. For example, interfaces 1820a and 1820b may be programmed to connect to 16 "x4" width memory devices, 8 "x8" width memory devices or 4 "x16" width memory devices.”), comprising: 3. a printed circuit board, PCB, (vgl. Sp. 7, Z. 46-48: “printed circuit board (“PCB”)”) mountable in a module slot of the computer system (vgl. Sp. 8, Z. 10-12: “In an embodiment, a memory module 900 is inserted into a socket 940 disposed on substrate 950. In an embodiment, substrate 950 is a main board …”), 3.1 the PCB has an edge connector comprising a plurality of electrical contacts (vgl. Sp. 7, Z. 62-64: “Memory module 900 includes connector interface 920 that has different interface portions for transferring data and control/address/clock signals.”, Sp. 8, Z. 19-20: “connector interface portions include at least one contact …”) 3.1.a which are positioned on an edge of the PCB (vgl. Sp. 8, Z. 9-10: “In an embodiment, connector interface 920 is disposed on an edge of substrate 910”) and 3.1.b are positioned to be releasably coupled to corresponding contacts of a computer system socket to provide electrical conductivity between the system memory controller and the memory module (vgl. Sp. 8, Z. 9-12: “In an embodiment, connector interface 920 is disposed on an edge of substrate 910. In an embodiment, a memory module 900 is inserted into a socket 940 disposed on substrate 950. In an embodiment, substrate 950 is - 62 - a main board …”, Z. 39-41: “A master may transmit and/or receive signals to and from the memory modules”); 4. memory devices (vgl. Sp. 3, Z. 48: “memory devices 101a-d”) each having a bit width of 4 bits (vgl. Sp. 16, Z. 47: “16 "x4" width memory devices”, Sp. 7, Z. 51-53: “In an embodiment, memory module 900 includes pairs of memory devices 101a-b and buffer devices 100a-d disposed on a first side of substrate 910”; dabei entnimmt der Fachmann der Figur 14 der QE4 den Hinweis, zwei parallele Stapel mit jeweils acht x4-Speichermodulen mit einem Puffer 100a zu verbinden), 4.1 the memory devices being mechanically coupled to the PCB (vgl. Sp. 7, Z. 51-53: “In an embodiment, memory module 900 includes pairs of memory devices 101a-b and buffer devices 100a-d disposed on a first side of substrate 910”) and 4.2 arranged in multiple N-bit-wide ranks (Die Bit-Breite des Speichermoduls (Datenpfade 120a-d) entspricht derjenigen der einzelnen Reihen (Speichervorrichtungen, die über Puffer 100a-d mit den Datenpfaden 120a- d verbunden sind) such that only one N-bit-wide rank on the memory module communicates N-bit-wide data with the memory controller in response to the memory module receiving from the memory controller a set of control signals for a memory read or write operation (vgl. Sp. 12, Z. 60- 65: “In a memory read operation embodiment, buffer 100a receives control information (including address information) that may be in a packet format from a master on signal path 121 and in response, transmits corresponding signals to one or more, or all of memory devices 101a-d”; Sp. 13, Z. 9-13: “In a memory write operation embodiment, buffer 100a receives control information (including address information) that may be in a packet format from a master on signal path 121 and receives the write data for one or more memory devices 101a-d”; da gemäß Sp. 12, Z. 60 – Sp. 13, Z. 20 die Lese- oder Schreiboperation auf eine bestimmte Speichervorrichtung, z.B. „101a“, gerichtet ist, bei der es sich gemäß Figur 14 auch um zwei parallel angeordnete Speichervorrichtungen handeln kann, zielt diese Operation auch auf einen bestimmten N-Bit breiten Rang, z.B. „a“ ab); - 63 - 4a HA1 wherein, when the system memory controller (“master”) executes a memory read or write operation, the memory read or write operation is targeted at a specific one of the multiple N-bit-wide ranks of the memory module (da gemäß Sp. 12, Z. 60 – Sp. 13, Z. 20 die Lese- oder Schreiboperation auf eine bestimmte Speichervorrichtung, z.B. „101a“, gerichtet ist, bei der es sich gemäß Figur 14 auch um zwei parallel angeordnete Speichervorrichtungen handeln kann, zielt diese Operation auch auf einen bestimmten N-Bit breiten Rang, z.B. „a“ ab); 5. a control circuit (vgl. Sp. 6, Z. 32: “buffer device 501 for control”) mechanically coupled to the PCB (“500”; vgl. Fig. 5) and operatively coupled to the memory devices via registered control lines (vgl. QE4, Sp. 6, Z. 47- 52: “buffer device 501 receives control information, such as a packet request, that specifies an access to at least one of the integrated circuit memory devices 101a-d and outputs a corresponding control signal (on signal path 121a and/or 121b) to the specified integrated circuit memory device” und Fig. 5), the control circuit configurable to 5.1 register first control signals for a memory read operation received from the system memory controller via the control lines (vgl. Sp. 13, Z. 2-3: “A master transmits the control information via one or more signal paths 121”) and 5.2 to produce first module control signals (vgl. Sp. 6, Z. 35-41: “Buffer device 501 outputs control, address and/or clock information to buffer devices 100a-b on signal path 121a and to buffer devices 100c-d on signal path 121b. In an embodiment buffer device 501 copies control, address and/or clock information received on signal path 121 and repeats the control, address and/or clock information on signal paths 121a-b.”), 5.3 the control circuit being further configurable to register second control signals for a memory write operation received from the system memory controller via the control lines (vgl. Sp. 13, Z. 18-19: “A master transmits the control/address/clock information via one or more signal paths 121”) and 5.4 to produce second module control signals (vgl. Sp. 6, Z. 35-41: “Buffer device 501 outputs control, address and/or clock information to buffer devices 100a-b on signal path 121a and to buffer devices 100c-d on signal path 121b. In an embodiment buffer device 501 copies control, address - 64 - and/or clock information received on signal path 121 and repeats the control, address and/or clock information on signal paths 121a-b.”); and 6. n/2 data transmission circuits (vgl. Sp. 6, Z. 36-37: “buffer devices 100a-b … buffer devices 100c-d”; wie bereits ausgeführt, ist es für den Fachmann, ausgehend von der Figur 5 der QE 4 selbstverständlich, in dieser Figur 5 nicht nur einen Stapel von beispielsweise acht x8-Speichermodulen (101a- d), sondern angeregt durch die Figur 14, zwei parallele Stapel mit jeweils acht x4-Speichermodulen jeweils über eine Datenleitung 1006 mit dem Puffer 100a zu verbinden, so dass in einer Reihe n=2 Speichervorrichtungen 101a mit n/2=1 Datenübertragungsschaltung 100a verbunden sind) mechanically coupled to the PCB (vgl. Fig. 5) and distributed at corresponding positions along the edge connector of the PCB (vgl. Fig. 9A), 6.1 the n/2 data transmission circuits (“buffer devices 100a-d”) configurable to be 6.1.a operatively coupled to the system memory controller (vgl. Sp. 6, Z. 34-41: “buffer device 501 is coupled to signal paths 121 and 121a-b. Buffer device 501 outputs control, address and/or clock information to buffer devices 100a-b on signal path 121a and to buffer devices 100c-d on signal path 121b. In an embodiment buffer device 501 copies control, address and/or clock information received on signal path 121 and repeats the control, address and/or clock information on signal paths 121a-b.”; da die Datenübertragungsschaltungen 100a-d von der Steuerschaltung 501 Signale des Systemspeichercontrollers erhalten, sind diese Datenübertragungsschaltungen 100a-d auch handelnd (operativ) mit dem Systemspeichercontroller gekoppelt) and 6.1.b configurable to receive module control signals from the control circuit (vgl. Sp. 6, Z. 35-37: “Buffer device 501 outputs control, address and/or clock information to buffer devices 100a-b on signal path 121a and to buffer devices 100c-d on signal path 121b”), - 65 - 6.2 each respective data transmission circuit (“100a-d”) of the n/2 data transmission circuits having a bit width of 8 bits (bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4-Speichermodulen müssen die Datenübertragungsschaltungen eine Breite von acht Bit aufweisen) and 6.2.a having a first side that is operatively coupled to a respective byte-wise section of the data lines (vgl. Fig. 5: “Signal Path (Data) 120a”; bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4-Speichermodulen müssen auch die Signalpfade 120a – 120d eine Breite von acht Bit = 1 Byte aufweisen), and 6.2.b HA1 a second side that is operatively coupled to two associated memory devices (“101a-d”) in each of the multiple ranks via a respective set of module data lines (“1006”) (vgl. Sp. 8, Z. 61 – Sp. 9, Z. 1: “Here, data (read and/or write) may be transferred between the plurality of integrated circuit memory devices 101a-d and buffer 100a on a signal path 1006 (data). … Signal path 1006 is a bus for providing bidirectional data signals between a plurality of integrated circuit memory devices 101a-d and buffer 100a”, Sp. 12, Z. 67: “receives the data via one or more signal paths 1006”, Sp. 13, Z. 16: “on one or more signal paths 1006” und Fig. 10; wobei der Fachmann, angeregt durch die Figur 14, zwei parallele Stapel mit jeweils acht x4-Speichermodulen jeweils über eine Datenleitung 1006 mit dem Puffer 100a verbindet (vgl. Sp. 16, Z. 45-48 und Fig. 5, 10, 14), 6.3 the respective data transmission circuit (“100a-d”) 6.3.a including a byte-wise read data path (vgl. Fig. 10, 18: „Signal Path 1006 (Data)“) from the second side to the first side (bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4-Speichermodulen müssen nicht nur die Signalpfade 120a – 120d, sondern auch die Datenpfade innerhalb der Datenübertragungsschaltungen 100a-d eine Breite von acht Bit = 1 Byte aufweisen), 6.3.a.1 the byte-wise read data path (vgl. Fig. 18: “RXD”) including read tristate buffers (Der Lesedatenpfad umfasst Lesepuffer im Transceiver 1894 und im Transceiver 1875. Dabei ist für den Fachmann gemäß seinem Fachwissen selbstverständlich, dass die Lesepuffer Tristate-Puffer sind, denn gemäß ZP4, S. 636 muss der Fachmann für einen bidirektionalen - 66 - Datenbus bidirektionale Puffer verwenden, die aus jeweils zwei antiparallel geschalteten Verstärkern mit Tristate-Ausgang bestehen), 6.3.b a byte-wise write data path (vgl. Fig. 10, 18: „Signal Path 1006 (Data)“) from the first side to the second side (bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4-Speichermodulen müssen nicht nur die Signalpfade 120a – 120d, sondern auch die Datenpfade innerhalb der Datenübertragungsschaltungen 100a-d eine Breite von acht Bit = 1 Byte aufweisen), 6.3.b.1 the byte-wise write data path (vgl. Fig. 18: “TXD”) including write tristate buffers (Der Schreibdatenpfad umfasst Schreibpuffer im Transceiver 1894 und im Transceiver 1875. Dabei ist für den Fachmann gemäß seinem Fachwissen selbstverständlich, dass die Schreibpuffer Tristate-Puffer sind, denn gemäß ZP4, S. 636 muss der Fachmann für einen bidirektionalen Datenbus bidirektionale Puffer verwenden, die aus jeweils zwei antiparallel geschalteten Verstärkern mit Tristate-Ausgang bestehen), and 6.3.c control logic circuitry (vgl. Sp. 14, Z. 51-53: „computations circuit 1865 controls the transfer of control/address/clock information and data between buffer interface 1103a and interfaces 1820a-c“, vgl. Fig. 18) controlling the byte-wise read data path and the byte-wise write data path (vgl. Fig. 18) in response to module control signals (vgl. Fig. 5: “121a, 121b”) received from the control circuit (vgl. Fig. 5: “Buffer 501”); 6.4 HA1 wherein each module data line (“1006”) of the respective set of module data lines (“1006”) is connected to a respective memory device (“101a- d”) in each of the multiple ranks (vgl. Sp. 8, Z. 61 – Sp. 9, Z. 1: “Here, data (read and/or write) may be transferred between the plurality of integrated circuit memory devices 101a-d and buffer 100a on a signal path 1006 (data). Signal path 1006 is a bus for providing bidirectional data signals between a plurality of integrated circuit memory devices 101a-d and buffer 100a.”; wobei der Fachmann, angeregt durch die Figur 14, zwei parallele Stapel mit jeweils acht x4-Speichermodulen jeweils über eine Datenleitung 1006 mit dem Puffer 100a verbindet), - 67 - 6.4.a HA1 such that each data line (“120a-d”) of the N-bit-wide data lines (“120a- d”) and a corresponding module data line (“1006”) of the respective set of module data lines (“1006”) carry data from the system memory controller (“master”) through the respective data transmission circuit (“100a-d”) to the respective memory device (“101a-d”) in each of the multiple N-bit-wide ranks (vgl. Sp. 12, Z. 60 – Sp. 13, Z. 20 und Fig. 5, 10, 14); 7. wherein, in the memory read operation, a first one of the multiple ranks is selected to output N-bit wide read data in response to registered control signals for the memory read operation from the control circuit (Da der Puffer 100a bei einer Speicherleseoperation Steuerinformationen (einschließlich Adressinformationen) über den Signalpfad 1005 an ein oder mehrere Speichervorrichtungen 101a-d überträgt, worauf eines oder mehrere der Speichergeräte 101a-d mit einer Übertragung von Daten an den Puffer 100a reagieren (vgl. Sp. 12, Z. 60-66) und die Schnittstelle bekannte Standards unterstützt (vgl. Sp. 15, Z. 41: „interface standards“, Sp. 17, Z. 11-12: „supports older interface standards“), ist für den Fachmann selbstverständlich, dass die Steuer- und Adresssignale Chip-Select- Signale zur Auswahl einer spezifischen Reihe umfassen), 7.1 and the control logic circuitry („1865“) is configurable to enable, in response to the first module control signals, the byte-wise read data path for a first time period (Da die Steuerlogikschaltung 1865 die Übertragung von Steuer- /Adress-/Taktinformationen und Daten zwischen Pufferschnittstelle 1103a und Schnittstellen 1820a-c steuert (vgl. Sp. 14, Z. 51-53), ist für den Fachmann selbstverständlich, dass diese Steuerlogikschaltung konfigurierbar ist, um als Reaktion auf die ersten Modulsteuersignale den byteweisen Lesedatenpfad für einen ersten Zeitraum zu aktivieren) 7.1.a when a respective byte-wise section of the N-bit wide read data is passing from the associated two memory devices in one of the multiple ranks to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines via the byte-wise read data path (vgl. Sp. 12, Z. 65 – Sp. 13, Z. 4; wie bereits ausgeführt, ist dem Fachmann bekannt, bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4- Speichermodulen, statt die Bits 0-7 von einer x8-Speichervorrichtung, die - 68 - Bits 0-3 von einer ersten x4- und die Bits 4-7 von einer parallelen zweiten x4-Speichervorrichtung zu lesen), 7.1.b whereby the read tristate buffers are enabled for the first time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide read data to the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines (Selbstverständlich wird der Fachmann die Lesepuffer in der Schaltung der Figur 18 der QE4 zum Lesen für einen ersten Zeitraum aktivieren und nach dem Lesen deaktivieren) and 7.1.c the read tristate buffers are disabled after the first time period (Selbstverständlich wird der Fachmann die Lesepuffer in der Schaltung der Figur 18 der QE4 zum Lesen für einen ersten Zeitraum aktivieren und nach dem Lesen deaktivieren); 8. wherein, in the memory write operation, a second one of the multiple ranks is selected to receive N-bit wide write data in response to registered control signals for the memory write operation from the control circuit (Da der Puffer 100a bei einer Speicherschreiboperation Steuerinformationen (einschließlich Adressinformationen) und Schreibdaten an ein oder mehrere Speichervorrichtungen 101a-d überträgt (vgl. Sp. 13, Z. 9-17) und die Schnittstelle bekannte Standards unterstützt (vgl. Sp. 15, Z. 41: „interface standards“, Sp. 17, Z. 11-12: „supports older interface standards“), ist für den Fachmann selbstverständlich, dass die Steuer- und Adresssignale Chip-Select-Signale zur Auswahl einer spezifischen Reihe umfassen), 8.1 and the control logic circuitry (“1865”) is configurable to enable, in response to the second module control signals, the byte-wise write data path for a second time period (Da die Steuerlogikschaltung 1865 die Übertragung von Steuer-/Adress-/Taktinformationen und Daten zwischen Pufferschnittstelle 1103a und Schnittstellen 1820a-c steuert (vgl. Sp. 14, Z. 51-53), ist für den Fachmann selbstverständlich, dass diese Steuerlogikschaltung konfigurierbar ist, um als Reaktion auf die Steuersignale des zweiten Moduls den byteweisen Schreibdatenpfad für einen zweiten Zeitraum zu aktivieren) - 69 - 8.1.a when a respective byte-wise section of the N-bit wide write data is passing from the respective byte-wise section of the N-bit-wide data lines to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks via the byte-wise write data path (vgl. Sp. 13, Z. 9-17; wie bereits ausgeführt, ist dem Fachmann bekannt, bei zwei parallelen Stapeln mit jeweils acht x4- Speichermodulen, statt die Bits 0-7 an eine x8-Speichervorrichtung, die Bits 0-3 an eine erste x4- und die Bits 4-7 an eine parallele zweiten x4- Speichervorrichtung zu treiben), 8.1.b whereby the write tristate buffers are enabled for the second time period to drive the byte-wise section of the N-bit wide write data to the associated two memory devices in the second one of the multiple ranks (Selbstverständlich wird der Fachmann die Schreibpuffer in der Schaltung der Figur 18 der QE4 zum Schreiben für einen zweiten Zeitraum aktivieren und nach dem Schreiben deaktivieren) and 8.1.c the write tristate buffers are disabled after the second time period (Selbstverständlich wird der Fachmann die Schreibpuffer in der Schaltung der Figur 18 der QE4 zum Schreiben für einen zweiten Zeitraum aktivieren und nach dem Schreiben deaktivieren). Die Beklagte argumentiert, dass ein Betrieb gemäß der Kolorierung der Figur 5 der QE4 durch den Senat von der QE4 so nicht vorgesehen sei, da die QE4 lediglich offenbare, dass alle Speichervorrichtungen gleichzeitig angesteuert würden (vgl. QE, Sp. 13, Z. 21-23: „In an embodiment, simultaneous write and/or read operations may occur for different memory devices in memory devices 101a-d.“). Diese Argumentation konnte nicht überzeugen, da die QE4 explizit offenbart, dass die Puffervorrichtung Daten an mindestens ein integriertes Speichergerät weiterleiten kann (vgl. Sp. 4, Z. 23-26: „the buffer device may store and/or route data … to at least one integrated circuit memory device“) und auch gleichzeitig auf Speichergeräte in unterschiedlichen Datenscheiben zugegriffen werden kann (vgl. QE4, Sp. 5, Z. 31-32: „Also, multiple memory devices in different data slices can be accessed simultaneously.“). - 70 - Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 1 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.2 Zum Hilfsantrag 2 3.2.1 Gemäß Rechtsprechung des BGH kann durch eine Vorveröffentlichung auch dasjenige offenbart sein, was im Patentanspruch und in der Beschreibung nicht ausdrücklich erwähnt, aus der Sicht des Fachmanns jedoch für die Ausführung der unter Schutz gestellten Lehre selbstverständlich ist und deshalb keiner besonderen Offenbarung bedarf, sondern „mitgelesen“ wird. Die Einbeziehung von Selbstverständlichem erlaubt jedoch keine Ergänzung der Offenbarung durch das Fachwissen, sondern dient lediglich der vollständigen Ermittlung des Sinngehalts, das heißt derjenigen technischen Information, die der fachkundige Leser der Quelle vor dem Hintergrund seines Fachwissens entnimmt (vgl. BGH, Urteil vom 18. März 2014 – X ZR 77/12, GRUR 2014, 758 - Proteintrennung) Der Stammanmeldung ist zwar zu entnehmen, dass die Steuerschaltung konfiguriert ist, um Eingangssteuersignale einschließlich Chip-Select-Signale zu registrieren (vgl. NK3, Abs. [0050]: „The control circuit 430, 430' of certain embodiments is configurable to be operatively coupled to control lines 440, 440' to receive control signals (e.g., bank address signals, row address signals, column address signals, address strobe signals, and rank-address or chip-select signals) from the system memory controller 420, 420'. The control circuit 430, 430' of certain embodiments registers signals from the control lines 440, 440' in a manner functionally comparable to the address register of a conventional RDIMM.“) (Merkmale 5.1 HA2 , 5.3 HA2). Jedoch ist nicht offenbart, dass genau diese Steuersignale, einschließlich der Chip-Select-Signale, über registrierte Steuerleitungen direkt an die Speichervorrichtungen übertragen werden (Merkmal 5.5 HA2 : „the control circuit (430') being further configured to transmit the registered first or second control signals, including the registered chip-select signals, to the memory devices (412') via the registered control lines for activating the specific one of the N-bit-wide ranks to perform the memory read or write operation“), denn - 71 - gemäß Abs. [0050] werden die Chip-Select-Signale in der Steuerschaltung verändert (vgl. NK3, Abs. [0050]: „The control circuit 430, 430’ may produce additional chip-select signals or output enable signals based on address decoding. Examples of circuits which can serve as the control circuit 430, 430' are described in more detail by U.S. Pat. Nos. 7,289,386 and 7,532,537, each of which is incorporated in its entirety by reference herein.“). Wie bereits ausgeführt, ist der US 7,532,537 B2 (ZP11) in Spalte 16, Zeile 45 bis Spalte 17, Zeile 67 zu entnehmen, dass basierend auf zwei Chip-Select-Signalen (CS 0 -CS 1 ) und einem Zeile/Spalte Adresssignal (A n+1 ) vier Chip-Select-Signale (CS 0A , CS 0B , CS 1A , CS 1B ) für vier Ränge erzeugt werden. Somit werden nicht die registrierten zwei Chip- Select-Signale, sondern die erzeugten vier Chip-Select-Signale übertragen. Somit ist der Stammanmeldung NK3 nicht zu entnehmen, dass die Steuerschaltung 430‘ die registrierten Steuersignale, einschließlich registrierter Chip-Select-Signale, vom Systemspeichercontroller unverändert an die mehreren Speichervorrichtungen 412’ überträgt. Die Beklagte argumentiert, dass die Steuerschaltung Signale von den Steuerleitungen wie ein herkömmliches RDIMM registriere (vgl. NK3, Abs. [0050]) und bei einem RDIMM aus dem Stand der Technik ein Register über Steuerleitungen mit den Speichervorrichtungen verbunden sei (vgl. NK3, Abs. [0033] und Fig. 1A, 1B), so dass auch im Streitpatent davon auszugehen sei, dass ein Register mit den Speichervorrichtungen verbunden sei. Auch diese Argumentation konnte nicht überzeugen, da die Stammanmeldung die aus dem Stand der Technik bekannten Lösungen der Figuren 1A und 1B als nachteilig beschreibt (vgl. NK3, Abs. [0033] bis [0035]) und daher eine andere Lösung mit lastreduzierten Speichermodulen vorschlägt (vgl. NK3, Abs. [0042]). In diesen sind die registrierten Steuerleitungen 440, 440' vom Systemspeichercontroller 420 zwar nicht nur mit der Steuerschaltung 430, sondern auch mit den Speichervorrichtungen 412, 412' gekoppelt (vgl. NK3, Abs. [0050]), jedoch ist der gesamten NK3 nicht zu entnehmen, dass die registrierten Steuersignale, einschließlich registrierter Chip-Select-Signale, unverändert von der Steuerschaltung 430‘ an die mehreren Speichervorrichtungen 412’ übertragen - 72 - werden. Damit ist das Merkmal 5.5 HA2 nicht ursprünglich offenbart. Dementsprechend erhalten die Speichervorrichtungen die Chip-Select-Signale für einen Speicherlese- oder –schreibvorgang auch nicht von dem Systemspeichercontroller, sondern von der Steuerschaltung, so dass auch das Merkmal 4.2 HA2 nicht ursprünglich offenbart ist. Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 2 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Stammanmeldung hinausgeht. 3.2.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 gemäß Hilfsantrag 2 dem Fachmann aus der QE4 nahegelegt. Der Fachmann entnimmt der QE4, dass die Puffervorrichtung 501 Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen, die auf dem Signalpfad 121 empfangen werden, kopiert und diese Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen auf den Signalpfaden 121a-b wiederholt (vgl. QE4, Sp. 6, Z. 37-41: „In an embodiment buffer device 501 copies control, address and/or clock information received on signal path 121 and repeats the control, address and/or clock information on signal paths 121a-b.“ und Fig. 5). Die Puffervorrichtung kann Daten, Steuerinformationen, Adressinformationen und/oder ein Taktsignal an mindestens eine integrierte Speicherschaltung speichern und/oder weiterleiten (vgl. QE4, Sp. 4, Z. 23-26: „the buffer device may store and/or route data, control information, address information and/or a clock signal to at least one integrated circuit memory device“). Der Signalpfad 1005 umfasst einzelne Steuersignalleitungen und Adresssignalleitungen (vgl. QE4, Sp. 9, Z. 13-16: „Signal path 1005 includes individual control signal lines … and address signal lines“ und Fig. 10). Da die - 73 - Schnittstelle bekannte Standards unterstützt (vgl. Sp. 15, Z. 41: „interface standards“, Sp. 17, Z. 11-12: „supports older interface standards“), ist für den Fachmann selbstverständlich, dass die Steuer- und Adresssignale Chip-Select- Signale umfassen (Merkmale 4.2 HA2 , 5.1 HA2 , 5.3 HA2 und 5.5 HA2). Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 2 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.3 Zum Hilfsantrag 3 3.3.1 Entsprechend der Argumentation zum Merkmal 5.5 HA2, ist auch bezüglich des Merkmals 5.5 HA3 den ursprünglichen Anmeldeunterlagen nicht zu entnehmen, dass die registrierten Steuersignale, einschließlich der registrierten Spaltenadresssignale, über registrierte Steuerleitungen unverändert an die Speichervorrichtungen übertragen werden, denn gemäß Abs. [0050] werden die Signale in der Steuerschaltung verändert. Des Weiteren ist den ursprünglichen Unterlagen nicht zu entnehmen, dass das Übertragen registrierter Spaltenadresssignale an die Speichervorrichtungen dazu dient, um auf eine bestimmte Spalte in der spezifischen der N-Bit breiten Ränge zuzugreifen. Die Beklagte verweist diesbezüglich auf den Absatz [0062] der NK3, dem jedoch lediglich zu entnehmen ist, dass bekannt ist, dass es sich bei der Column Address Strobe (CAS)-Latenz um eine Verzögerungszeit handelt, die zwischen dem Zeitpunkt vergeht, an dem der Speichercontroller 420 die Speichermodule 402 darüber informiert, auf eine bestimmte Spalte in einem ausgewählten Rang oder einer ausgewählten Zeile zuzugreifen, und dem Moment, in dem sich die Daten für oder aus der jeweiligen Spalte auf den Ausgangspins der ausgewählten Rangfolge oder Zeile befinden. Die Latenz kann vom Speichermodul verwendet werden, um den Betrieb der Datenübertragungsschaltungen 416 zu steuern. Während der Latenzzeit gelangen Adress- und Steuersignale vom Speichercontroller 420 zum Modulcontroller 430, der Steuersignale erzeugt, die an die Steuerlogikschaltung 502 gesendet werden (vgl. NK3, Abs. [0062]: „As is known, Column Address Strobe (CAS) latency is a delay time which elapses - 74 - between the moment the memory controller 420 informs the memory modules 402 to access a particular column in a selected rank or row and the moment the data for or from the particular column is on the output pins of the selected rank or row. The latency may be used by the memory module to control operation of the data transmission circuits 416. During the latency, address and control signals pass from the memory controller 420 to the control circuit 430 which produces controls sent to the control logic circuitry 502“). Diesen Angaben entnimmt der Fachmann unmittelbar und eindeutig lediglich, dass die Speichermodule 402, insbesondere deren Steuerschaltung 430, jedoch nicht die Speichervorrichtungen 412 Steuersignale für einen Zugriff auf eine bestimmte Spalte empfangen. Damit ist das Merkmal 5.5 HA3 nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 3 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.3.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3 dem Fachmann aus der NK11 nahegelegt. Die Druckschrift NK 11 offenbart auch das Merkmal 4a HA1 (vgl. NK 11, Abs. [0031]: „In one embodiment of the invention, the control unit 204 decodes a memory address received over the DIMM interface 202, determines to which memory bank the received address corresponds, and causes the memory bank switch 206 and 208 to activate the correct memory bank. For example, if the control unit 204 determines that a particular address is associated with, or mapped to, Bank 1212 coupled to memory bank switch 206, then it causes Port B to be activated and Port A to be disabled so that the data is written to the correct memory bank 212.“). Die NK11 offenbart überdies, dass die Steuereinheit (204) ein Adressbit, das einer Spalte (12) entspricht, zur Auswahl einer Speicherbank verwendet. Somit wird eine von der Steuereinheit (204) empfangene primäre Adresse auf eine den Speicherbänken entsprechende sekundäre Adresse abgebildet (vgl. NK11, Abs. - 75 - [0037]: „the address bit corresponding to Column 12 is used to select a memory bank (banks on Port A or Port B). … Thus, a primary space address received by the control unit 204 is mapped to a secondary space address corresponding to the memory banks.“). Gemäß Figur 7A der NK11 ist auch ein Spaltenadresssignal (grün unterlegt) in der sekundären Adresse enthalten: Figur 7A der NK11 mit farbigen Hervorhebungen des Senats Die Adressen, die weitergegeben werden, sind in Figur 13 „ACA“ und „ACB“ (Merkmale 4.2 HA3 , 5.1 HA3 , 5.3 HA3 , 5.5 HA3). Des Weiteren offenbart die Druckschrift NK 11 in der Figur 9 einen Parameter „Posted CAS_n“. Da „POST“ für „Power-On Self-Test“ steht, versteht der Fachmann den Parameter „Posted CAS_n“ so, dass das System beim Starten den CAS-Latenzwert einstellt (vgl. NK17, S. 1, zweiter Abs.: „When an ordinary modern computer is turned on, it starts by doing a self-test (POST). Since about the mid- 1990s, this process includes automatically configuring the hardware currently present. SPD is a memory hardware feature that makes it possible for the computer to know what memory is present, and what timings to use to access the memory.“ und vierter Abs.: „For example, the SPD data on an SDRAM module might provide information about the CAS latency, allowing this to be correctly set without user intervention. “). Dabei ist dem Fachmann aus seinem Fachwissen bekannt, dass die CAS-Latenz als ein Zeitintervall zwischen dem Spaltenzugriffsbefehl und dem - 76 - Beginn der Datenrückgabe durch das DRAM definiert ist (vgl. ZP2, S. 428, Tabelle 11.1 und S. 430, Fig. 11.4). Ausschnitt aus Tabelle 11.1 der ZP2 Figur 11.4 der ZP2 Somit ergeben sich die Merkmale 9 HA3 und 9.1 HA3 für den Fachmann in naheliegender Weise aus seinem Fachwissen in Verbindung mit der NK11. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 3 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.4 Zum Hilfsantrag 4 3.4.1 Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Überdies ist das Merkmal 5.5 HA3, wie zum Hilfsantrag 3 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 4 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.4.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4 dem Fachmann aus der QE4 nahegelegt. Die QE4 offenbart zum einen, dass Adressen (z. B. Zeilen- und/oder Spaltenadressen) für den Zugriff auf bestimmte Speicherplätze in einem bestimmten integrierten Speicherschaltkreis und/oder Befehle auf dem Signalpfad - 77 - 121 von einer Speichermodul-Anschlussschnittstelle bereitgestellt werden (vgl. QE4, Sp. 5, Z. 20-24: „In an embodiment, addresses (for example, row and/or colunm addresses) for accessing particular memory locations in a particular integrated circuit memory device and/or commands are provided on signal path 121 from a memory module connector interface.“). Zum anderen werden Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen von der Puffervorrichtung 501 kopiert und diese Steuer-, Adress- und/oder Taktinformationen auf den Signalpfaden 121a-b wiederholt (vgl. QE4, Sp. 6, Z. 37-41 und Fig. 5). Die Puffervorrichtung kann Daten, Steuerinformationen, Adressinformationen und/oder ein Taktsignal an mindestens eine integrierte Speicherschaltung speichern und/oder weiterleiten (vgl. QE4, Sp. 4, Z. 23-26). Der Signalpfad 1005 umfasst einzelne Steuersignalleitungen, beispielsweise eine Zeilenadress-Strobe-Leitung und eine Spaltenadress-Strobe- Leitung (vgl. QE4, Sp. 9, Z. 13-16: „Signal path 1005 includes individual control signal lines, for example, a row address strobe line, colunm address strobe line, etc., and address signal lines“ und Fig. 10). Somit werden Spaltenadressen vom Puffer 501 empfangen und an den Puffer 100a weitergeleitet, der diese an die Speichervorrichtungen, um auf eine bestimmte Spalte zuzugreifen, weiterleitet (Merkmale 4.2 HA3 , 5.1 HA3 , 5.3 HA3 , 5.5 HA3). Des Weiteren offenbart die QE4, dass der Puffer 100a in einer Ausführungsform mit einem SPD-Gerät kommuniziert, um Parameter und Konfigurationsinformationen bezüglich des Geräts 1000 und/oder Speichermoduls 900 zu speichern und abzurufen (vgl. Sp. 9, Z. 21-24: „In an embodiment, buffer 100a communicates with an SPD device to store and retrieve parameters and configuration information regarding device 1000 and/or memory module 900.“). Zu den SPD-Konfigurationsinformationen gehören Zeitinformationen oder Parameter für den Zugriff auf Speichergeräte, beispielsweise eine Zeit für den Zugriff auf eine Zeile oder das Speichergerät und eine Zeit für den Zugriff auf eine Spalte des Speichergeräts (vgl. Sp. 10, Z. 3-7: „SPD configuration information includes timing information or parameters for accessing memory devices, such as a time to access a row or the memory device, a time to access a column of the memory device“). Auch erwähnt die QE 4 eine Zugriffslatenz (vgl. Sp. 14, Z. 40: „access latency“). Wie bereits ausgeführt, ist dem Fachmann aus seinem Fachwissen bekannt, dass - 78 - die CAS-Latenz als ein Zeitintervall zwischen dem Spaltenzugriffsbefehl und dem Beginn der Datenrückgabe durch das DRAM definiert ist (vgl. ZP2, S. 428, Tabelle 11.1 und S. 430, Fig. 11.4), wobei der Fachmann die Datenrückgabe durch das DRAM als Datenrückgabe an den Ausgangspins versteht. Somit ergeben sich die Merkmale 9 HA3 und 9.1 HA3 für den Fachmann in naheliegender Weise aus seinem Fachwissen in Verbindung mit der QE4. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 4 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.5 Zum Hilfsantrag 5 3.5.1 Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Überdies sind die Merkmale 4.2 HA2 und 5.5 HA2, wie zum Hilfsantrag 2 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 5 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.5.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 5 dem Fachmann aus der QE4 nahegelegt. Der Fachmann entnimmt der QE 4, dass der Speichercontroller über den Signalpfad 120a (vgl. Fig. 5, 18) nur die Last des Transceivers 1875 sieht, wobei dieser Transceiver nur einen Eingangs- und einen Ausgangspuffer aufweist (vgl. QE4, Sp. 13, Z. 38-40: „buffer interface 1103a includes at least one transceiver 1875 (i.e. transmit and receive circuit) coupled to signal path 120a to transmit and receive data“, Sp. 13, Z. 63-64: „transceiver 1875 includes an output driver and a receiver“ und Fig. 18). Dabei ist es für den Fachmann aufgrund gleicher Anforderungen und zur Vereinfachung naheliegend, die Eingangspuffer einer Schaltung, hier einer Puffervorrichtung 100a und einer Speichervorrichtung 101a- - 79 - d, identisch zu designen. Damit sieht der Speichercontroller während einer Schreiboperation auf dem Signalpfad 120a jedoch nur die Last des einzelnen Puffers 1875, die der Last des Eingangspuffers einer einzelnen Speichervorrichtung entspricht, mithin eine einzelne Speichervorrichtungslast von dem Speichermodul, so dass das Merkmal 9 HA5 dem Fachmann durch die QE4 nahegelegt ist. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 5 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.6 Zum Hilfsantrag 6 3.6.1 Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Überdies sind die Merkmale 4.2 HA2 und 5.5 HA2, wie zum Hilfsantrag 2 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 6 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.6.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 6 dem Fachmann aus den zu den Hilfsanträgen 2 und 4 genannten Gründen aus der QE4 nahegelegt. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 6 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.7 Zum Hilfsantrag 7 3.7.1 Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 7 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent - 80 - über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.7.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 7 dem Fachmann aus den zu den Hilfsanträgen 1, 4 und 5 genannten Gründen aus der QE4 nahegelegt. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 7 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.8 Zum Hilfsantrag 8 3.8.1 Der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 8 wird dem Fachmann aus der NK11 nahegelegt. Wie bereits zum Hilfsantrag 3 ausgeführt, offenbart die Druckschrift NK11 auch die Merkmale 4a HA1 und 9 HA3 . Die Beklagte führt aus, dass die NK11 nicht offenbare, wie groß der Betrag einer einzelnen Last sei und daher das Merkmal 9 HA5 nicht zeige. Diese Ausführung vermochte nicht zu überzeugen. So entnimmt der Fachmann der NK11, dass die ohmsche und/oder kapazitive Last auf dem Bus 110 nicht erhöht wird, da das Speichermodul 106 eine einzelne Last für den Bus 110 darstellt und nicht die Last der einzelnen daran gekoppelten Speichervorrichtungen (vgl. Abs. [0027]: „Moreover, the resistive and/or capacitive load on the bus 110 is not increased because the memory module 106 presents a single load to the bus 110, not the load of the individual memory devices coupled thereto“ und Figur 1). Da hier im Gegensatz zur Last der mehreren gekoppelten Speichervorrichtungen („load of the individual memory devices coupled thereto“) von einer einzelnen Last („single load“) gesprochen wird und die Last eben nicht durch mehrere Speichervorrichtungen erhöht wird, versteht der Fachmann diese einzelne Last als einzelne Speichervorrichtungslast (Merkmal 9 HA5). - 81 - Ergänzend wird darauf hingewiesen, dass bei Ausführung der in der Figur 4 der NK11 gezeigten taktflankengesteuerten D-Flipflops und Lesepuffer der bidirektionalen Signaltreiber 402 und 404 als Tristate-Puffer, um eine Datenkollision auf dem Datenbus 230 zu verhindern (vgl. NK12, Fig. 4; ZP4, S. 636, ZP6, ab S. 487, Kap. „Three-state logic“), die Last eines Tristate-Puffers beim Schreiben der Last eines Eingangs-Tristate-Puffers einer einzelnen Speichervorrichtung entspricht. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 8 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.9 Zum Hilfsantrag 9 3.9.1 Das Merkmal 5.5 HA3 ist, wie zum Hilfsantrag 3 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 9 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.9.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 9 dem Fachmann aus den zu den Hilfsanträgen 3 und 8 genannten Gründen aus der NK11 nahegelegt. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 9 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.10 Zum Hilfsantrag 10 3.10.1 Die Merkmale 6.4 HA1 und 6.4.a HA1 sind, wie zum Hilfsantrag 1 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Überdies sind die Merkmale 4.2 HA2 und 5.5 HA2, wie zum Hilfsantrag 2 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. - 82 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 10 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.10.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 gemäß Hilfsantrag 10 dem Fachmann aus der QE4 nahegelegt. Dem Fachmann ist aus seinem Fachwissen bekannt, dass in Computersystemen mehrere Speichermodule verwendet werden. So offenbart die Figur 7.5 der Druckschrift ZP2 ein Speichersystem mit drei Speichermodulen („DIMM0“, „DIMM1“, „DIMM2“), wobei die Speichermodule über einen Bus („Bus“) mit einem Speichercontroller („Memory Controller“) verbunden sind (Merkmal 10 HA10). Beim Lesen oder Schreiben wird jeweils ein Speichermodul angesprochen, wozu unter anderem Chip-Select-Signale des Speichercontrollers dienen (vgl. Figur 7.6 der ZP2). Chip-Select 1 spricht DIMM1 und Chip-Select 2 spricht DIMM2 an (Merkmal 10.1 HA10). Figuren 7.5 und 7.6 der Druckschrift ZP2 - 83 - Dabei liegt es für einen Fachmann nahe, die lastreduzierenden Schaltungen (Puffer 100a bis 100d in Figur 5 der QE4) auf dem Modul zu deaktivieren, wenn die Daten in ein anderes Modul geschrieben werden (Merkmal 10.2 HA10). Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 10 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.11 Zum Hilfsantrag 11 3.11.1 Die Beklagte führt aus, dass die Merkmale 8.1.b HA11, 8.1.cHA11, 8.1.d HA11 und 8.1.e HA11 eine Anpassung des Merkmals zur “Speicheroperation” des erteilten Anspruchs 1 an die neu aufgenommenen Merkmale, die die “Datenweiche” umsetzten, sei. Zur Ursprungsoffenbarung werde auf die Absätze [0061], [0067] und Figur 5 der NK3 verwiesen. Darüber hinaus seien Verallgemeinerungen nach BGH- Rechtsprechung zulässig. Diese Ausführungen konnten nicht überzeugen. Gemäß der Rechtsprechung des BGH ist die Verallgemeinerung ursprungsoffenbarter Ausführungsbeispiele zulässig, wenn von mehreren Merkmalen eines Ausführungsbeispiels, die zusammengenommen, aber auch für sich betrachtet dem erfindungsgemäßen Erfolg förderlich sind, nur eines oder nur einzelne in den Anspruch aufgenommen worden sind. Unzulässig ist eine Verallgemeinerung hingegen, wenn den ursprünglich eingereichten Unterlagen zu entnehmen ist, dass einzelne Merkmale in einem untrennbaren Zusammenhang miteinander stehen, der Patentanspruch aber diese Merkmale nicht in ihrer Gesamtheit vorsieht (vgl. BGH, Urteil vom 11. Januar 2024 – X ZR 68/21, GRUR-RS 2024, 5983, Rn. 44; BGH, Urteil vom 26. September 2023 – X ZR 76/21, GRUR 2024, 42 Rn. 41 f. – Farb- und Helligkeitseinstellung). So ist dem Absatz [0063] zu entnehmen, dass, wenn die Steuerlogikschaltung 502 ein „Aktivieren A“-Signal empfängt, ein erster Tristate- Puffer 504 in Pfad A aktiviert wird und den Datenwert aktiv an seinem Ausgang steuert, während ein zweiter Tristate-Puffer 506 in Pfad B deaktiviert wird und sein Ausgang sich in einem hochohmigen Zustand befindet. In diesem Zustand ermöglicht die - 84 - Datenübertragungsschaltung 416, dass die Daten entlang Pfad A zu einem ersten Anschluss Y1 geleitet werden, der nur mit der ersten Gruppe der Speichergeräte 412, z. B. denen in den Reihen A und C, verbunden ist und nur mit diesen kommuniziert. Wenn in ähnlicher Weise ein „Aktivieren B“-Signal empfangen wird, öffnet [sic] der erste Tristate 504 Pfad A und der zweite Tristate 506 schließt [sic] Pfad B, wodurch die Daten zu einem zweiten Anschluss Y2 geleitet werden, der nur mit der zweiten Gruppe der Speichergeräte 412, z. B. denen in den Reihen B und D, verbunden ist und nur mit dieser kommuniziert (vgl. NK3, Abs. [0063]). Offensichtlich muss es dabei „Wenn in ähnlicher Weise ein „Aktivieren B“-Signal empfangen wird, schließt der erste Tristate 504 Pfad A und der zweite Tristate 506 öffnet Pfad B“ heißen. Somit steht die Aktivierung in Pfad A mit der Deaktivierung in Pfad B bzw. die Aktivierung in Pfad B mit der Deaktivierung in Pfad A in einem untrennbaren Zusammenhang miteinander. Da das Merkmal 8.1.b HA11 nicht den Zusatz enthält, dass gleichzeitig der Schreib-Tristate- Puffer in Pfad B deaktiviert ist und das Merkmal 8.1.d HA11 nicht den Zusatz enthält, dass gleichzeitig der Schreib-Tristate-Puffer in Pfad A deaktiviert ist, handelt es sich bei den Merkmalen 8.1.b HA11 und 8.1.d HA11 um eine unzulässige Zwischenverallgemeinerung. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 11 ist demnach unzulässig. 3.11.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 gemäß Hilfsantrag 11 dem Fachmann aus der NK 11 nahegelegt. Wie zum Hilfsantrag 3 ausgeführt, offenbart die Druckschrift NK 11 auch das Merkmal 4a HA1 . So offenbart die Figur 10 der NK11 zwei 8-Bit breite Ränge (1006 und 1008), die in eine erste Gruppe (1006) und eine zweite Gruppe (1008) unterteilt sind. Entsprechend offenbart die Figur 11 der NK11 vier 8-Bit breite Ränge (1112 links in 1108, 1112 rechts in 1108, 1112 links in 1110, 1112 rechts in 1110), die in eine erste Gruppe (1108) und eine zweite Gruppe (1110) unterteilt sind (Merkmal 4a HA11). Dabei ist der byteweise Schreibdatenpfad („DQ(3:0)“ & „DQ(7:4)“) in zwei byteweise Datenpfade A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) und B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) verzweigt, - 85 - wobei Datenpfad A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) mit der ersten Gruppe (1006 in Fig. 10, 1108 in Fig. 11) von Rängen und Datenpfad B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) mit der zweiten Gruppe (1008 in Fig. 10, 1110 in Fig. 11) von Rängen verknüpft ist (Teilmerkmal von 6.3.b.2 HA11). Wie bereits ausgeführt, wird der Fachmann durch sein Fachwissen angeregt, für die bidirektionalen Signaltreiber (402, 404) der Figur 4 der NK 11 jeweils zwei antiparallel geschaltete Tristate-Puffer vorzusehen, um Datenkollisionen auf den bidirektionalen Datenbussen (230, 234) zu vermeiden, so dass das verbleibende Teilmerkmal von 6.3.b.2 HA11, wobei der Datenpfad A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) erste Schreib-Tristate-Puffer und der Datenpfad B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) zweite Schreib- Tristate-Puffer umfasst, naheliegend ist. Figur 10 der NK 11 mit Illustrationen Figur 11 der NK 11 mit Illustrationen Die NK11 weist darüber hinaus darauf hin, dass, wenn die Steuereinheit 204 feststellt, dass eine bestimmte Adresse mit der Bank 1 212 verknüpft oder ihr zugeordnet ist, die mit dem Speicherbankschalter 206 verbunden ist, veranlasst sie, dass Port B aktiviert und Port A deaktiviert wird, sodass die Daten in die richtige Speicherbank 212 geschrieben werden (vgl. NK11, Abs. [0031]). Die Steuereinheit 204 ordnet eine logische Speicherbank zwei physischen Speicherbänken zu. Dies wird erreicht, indem eine der beiden physischen Speicherbänke (z. B. entweder Port A oder Port B) selektiv - 86 - freigegeben oder aktiviert wird, während die andere gesperrt oder deaktiviert wird. Auf diese Weise wird nur in eine der beiden physischen Speicherbänke geschrieben oder daraus gelesen (vgl. Abs. [0040]). Somit werden, i. V. m. Figur 11, wenn der zweite (beide 1112 rechts in 1108; gelb markiert) der mehreren Ränge Teil der ersten Gruppe (1108) von Rängen ist, die Schreib-Tristate-Puffer (naheliegend) von Datenpfad A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) für den zweiten Zeitraum aktiviert, um den byteweisen Abschnitt („DQ(3:0)“ & „DQ(7:4)“) der N-Bit breiten Schreibdaten zu den zugehörigen zwei Speichergeräten (beide rechts in 1108; gelb markiert) in dem zweiten der mehreren Ränge zu leiten (Merkmal 8.1.b HA11) und, wenn der zweite der mehreren Ränge (beide 1112 rechts in 1110; blau markiert) Teil der zweiten Gruppe (1110) von Rängen ist, die Schreib-Tristate-Puffer (naheliegend) des Datenpfads B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) für die zweite Zeitspanne aktiviert werden, um den byteweisen Abschnitt („DQ(3:0)“ & „DQ(7:4)“) der N-Bit breiten Schreibdaten zu den zugehörigen zwei Speichergeräten (beide 1112 rechts in 1110; blau markiert) im zweiten der mehreren Ränge zu leiten (Merkmal 8.1.d HA11). Dabei ist es für den Fachmann selbstverständlich, dass sowohl die Schreib-Tristate-Puffer von Datenpfad A, als auch die Schreib-Tristate- Puffer des Datenpfads B nach der Schreib-Zeitspanne deaktiviert werden (Merkmale 8.1.c HA11, 8.1.e HA11). Die Beklagte argumentiert, dass im Absatz [0033] der NK11 offenbart sei, dass die Schreibdaten im Spaltenmodus an die beiden Ports A und B des Switch 206/208 gesendet werden. Diese Argumentation konnte nicht überzeugen, da es sich bei der Beschreibung im Absatz [0033] der NK11 um ein anderes Ausführungsbeispiel handelt, wohingegen in den Absätzen [0031] und [0040] der NK11 explizit offenbart ist, dass entweder Port A oder Port B aktiviert wird, während der andere deaktiviert wird. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 11 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). - 87 - 3.12 Zum Hilfsantrag 11a 3.12.1 Da das Merkmal 8.1.b HA11a den Zusatz enthält, dass gleichzeitig der Schreib- Tristate-Puffer in Pfad B deaktiviert ist und das Merkmal 8.1.d HA11a den Zusatz enthält, dass gleichzeitig der Schreib-Tristate-Puffer in Pfad A deaktiviert ist, ist der Anspruch 1 nach Hilfsantrag 11a zulässig. 3.12.2 Der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 11a wird dem Fachmann aus der NK11 nahegelegt. Wie bereits zum Hilfsantrag 11 ausgeführt, offenbart die NK11, dass in einem Fall Port B aktiviert und Port A deaktiviert wird und im anderen Fall umgekehrt, um die Daten in die richtige Speicherbank zu schreiben (vgl. NK11, Abs. [0031], [0040]), so dass auch die Merkmale 8.1.b HA11a und 8.1.d HA11a in der NK11 offenbart sind. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 11a ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.13 Zum Hilfsantrag 12 3.13.1 Die Beklagte führt aus, dass das Merkmal 6.3.a.2 HA12 in den Absätzen [0060], [0064], [0067] und Figur 5 der NK3 ursprünglich offenbart sei. Diesen Ausführungen war nicht zu folgen. So gibt das Merkmal 6.3.a.2 HA12 an, dass der byteweise Lesedatenpfad einen Multiplexer (508) umfasst, um Datensignale zusammenzuführen, die aus den Speichervorrichtungen (412’) eines Rangs gelesen und an ersten Anschlüssen Y1 der Datenübertragungsschaltung empfangen werden, wenn der Rang Teil der ersten Gruppe von Rängen ist, oder an zweiten Anschlüssen Y2 der Datenübertragungsschaltung empfangen werden, wenn der Rang Teil der zweiten Gruppe von Rängen ist. Somit sollen gemäß dem neuen Merkmal 6.3.a.2 HA12 Datensignale aus mehreren Speichervorrichtungen eines Rangs durch den Multiplexer - 88 - zusammengeführt werden. Unter „zusammenführen“ versteht der Fachmann sowohl ein beliebiges Kombinieren, als auch ein Auswählen. Den ursprünglichen Anmeldeunterlagen ist jedoch lediglich zu entnehmen, dass Datensignale, die aus den Speichergeräten 412 eines Rangs gelesen werden, an den ersten oder zweiten Anschlüssen Y1, Y2 der Datenübertragungsschaltung 416 empfangen und einem Multiplexer 508 zugeführt werden, der eines davon auswählt, um es an seinen Ausgang weiterzuleiten (vgl. NK3, Abs. [0064]: „In the illustrated embodiment of Figure 5, for example, data signals read from the memory devices 412 of a rank are received at the first or second terminals Y1, Y2 of the data transmission circuit 416. The data signals are fed to a multiplexer 508, which selects one to route to its output.“). Der von der Beklagten genannte Satz des Absatzes [0067] bezieht sich allgemein auf die Datenübertragungsschaltungen 416 und erläutert, dass diese dazu geeignet sind, Datenlesesignale zusammenzuführen und Datenschreibsignale zu erzeugen, wodurch die richtigen Datenpfade zwischen dem Systemspeichercontroller 420 und den gezielten oder ausgewählten Speichergeräten 412 ermöglicht werden (vgl. NK3, Abs. [0067]: „As discussed above, the data transmission circuits 416 associated with each module 402 are operable to merge data read signals and to drive data write signals, enabling the proper data paths between the system memory controller 420 and the targeted or selected memory devices 412.“). Dieses bedeutet jedoch nur, dass die Datenübertragungsschaltungen Datenlesesignale zusammenführen, jedoch nicht, dass der Multiplexer Datensignale, die aus den Speichervorrichtungen eines Rangs gelesen werden, zusammenführt. Da die Ränge der Speichervorrichtungen in zwei Gruppen unterteilt sind, wobei eine erste Gruppe (Rang A und Rang C) mit Pfad A und eine zweite (Rang B und Rang D) mit Pfad B verknüpft ist (vgl. NK3, Abs. [0061]: „The ranks of memory devices 412 are likewise divided into two groups with one group associated with path A and one group associated with path B. As shown in Figure 3A, rank A and rank C are in the first group, and rank B and rank D are in the second group.“), wird somit durch den Multiplexer eines der Datensignale der ersten Gruppe (Rang A und Rang C) oder der zweiten Gruppe (Rang B und Rang D) ausgewählt. Darüber hinaus legt das zusätzliche Merkmal 6.3.a.2 HA12 fest, dass der byteweise Lesedatenpfad einen Multiplexer (508) umfasst. Das Merkmal 6.3.a.1 gibt jedoch an, - 89 - dass der byteweise Lesedatenpfad mehrere Lese-Tristate-Puffer (509) aufweist. Auch diese Ausgestaltung ist der NK3 nicht zu entnehmen. Die Figur 5 offenbart lediglich einen Lese-Tristate-Puffer (509), der einem Multiplexer (508) im Lesedatenpfad in Leserichtung nachgeschaltet ist. Der Absatz [0060] der NK3 gibt zwar an, dass die Ausführungsform von Figur 5 1-Bit breit ist und eine einzelne Datenleitung 518 zwischen dem Speichercontroller 420 und den Speichergeräten 412 schaltet, wobei in anderen Ausführungsformen die Datenübertragungsschaltung 416 mehrere Bit breit sein kann, beispielsweise 8 Bit, und eine entsprechende Anzahl von Datenleitungen 518 schalten kann (vgl. NK3, Abs. [0060]), jedoch ist auch diesem Absatz nicht zu entnehmen, dass der Lesedatenpfad gleichzeitig nur einen Multiplexer aber mehrere Lese-Tristate-Puffer aufweist. Ferner offenbart die Figur 5 der NK3, dass der Multiplexer (508) dem Lese-Tristate- Puffer (509) im Lesedatenpfad in Leserichtung vorgeschaltet ist. Eine beliebige Position des Multiplexers im Lesedatenpfad, wie von Merkmal 6.3.a.2 HA12 angegeben, ist nicht ursprünglich offenbart. Das Merkmal 6.3.a.2 HA12 ist somit nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 12 ist demnach unzulässig. 3.13.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 gemäß Hilfsantrag 12 dem Fachmann aus der NK 11 nahegelegt. Die Druckschrift NK11 offenbart dem Fachmann auch einen Multiplexer gemäß Merkmal 6.3.a.2 HA12 , denn die Druckschrift NK11 weist den Fachmann darauf hin, dass beide an die Ports A und B angeschlossenen Speichergeräte (z. B. Bank 0 214 und Bank 1 212) gelesen werden, und die Daten vom ausgewählten Zielspeichergerät auf die DIMM-Schnittstelle 202 gemultiplext werden (vgl. NK11, Abs. [0033]: „Both memory devices (e.g., Bank 0214 and Bank 1212), coupled to ports A and B, are read and the data from the selected target memory device is multiplexed onto the DIMM interface 202.“). Somit multiplexen die Lesepuffer der bidirektionalen Signaltreiber 402, 404, die Daten und stellen daher eine - 90 - Selektionsschaltung im Sinne eines Multiplexers dar. Dabei werden die Datensignale ausgewählt, die aus den Speichergeräten (1112) eines Rangs (z.B. hellgelb in Fig. 10 oder 11) gelesen und an ersten Anschlüssen („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) der Datenübertragungsschaltung empfangen werden, wenn der Rang (z.B. hellgelb in Fig. 10 oder 11) Teil der ersten Gruppe (1006 in Fig. 10, 1108 in Fig. 11) von Rängen (hellgelb, hellblau, gelb, blau) ist, oder an zweiten Anschlüssen („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) der Datenübertragungsschaltung empfangen werden, wenn der Rang (z.B. hellblau in Fig. 10 oder 11) Teil der zweiten Gruppe (1008 in Fig. 10, 1110 in Fig. 11) von Rängen ist. Dabei ist auch der byteweise Schreibdatenpfad („DQ(3:0)“ & „DQ(7:4)“) in zwei byteweise Datenpfade A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) und B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) verzweigt, wobei Datenpfad A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) mit den ersten Anschlüssen der Datenübertragungsschaltung und der ersten Gruppe (1006 in Fig. 10, 1108 in Fig. 11) von Rängen verknüpft ist und Datenpfad B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) mit den zweiten Anschlüssen der Datenübertragungsschaltung und der zweiten Gruppe (1008 in Fig. 10, 1110 in Fig. 11) von Rängen verknüpft ist (Teilmerkmal von 6.3.b.2 HA12). Wie bereits zum Hilfsantrag 11 ausgeführt, sind erste Schreib-Tristate-Puffer im Datenpfad A („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) und zweite Schreib-Tristate-Puffer im Datenpfad B („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) naheliegend (verbleibendes Teilmerkmal von 6.3.b.2 HA12). Ferner offenbart die NK11, dass die jeweils anderen Speichervorrichtungen auf dem anderen Port (Pfad) deaktiviert sind, wenn Daten in die Speichervorrichtungen eines Pfads geschrieben werden (vgl. Abs. [0040]: „selectively enabling or activating one of the two physical memory banks (e.g., either Port A or Port B) while disabling or deactivating the other“). Folglich offenbart die NK11 auch die Merkmale 8.1.b.1 HA12 und 8.1.d.1 HA12 des Anspruchs 1 von Hilfsantrag 12. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 12 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.14 Zum Hilfsantrag 12a - 91 - 3.14.1 Zwar wurde durch die Änderung des Wortes „merge“ in „select“ im Merkmal 6.3.a.2 HA12a eine zum Merkmal 6.3.a.2 HA12 dargelegte unzulässige Erweiterung behoben. Da jedoch auch das Merkmal 6.3.a.2 HA12a in Kombination mit dem Merkmal 6.3.a.1 eine Ausgestaltung eines byteweisen Lesedatenpfads mit einem beliebig positionierten Multiplexer (508) und mehreren Lese-Tristate-Puffern (509) definiert, die, wie zum Hilfsantrag 12 ausgeführt, den ursprünglichen Unterlagen nicht zu entnehmen ist, ist auch das Merkmal 6.3.a.2 HA12a nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 12a ist demnach ebenfalls unzulässig. 3.14.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 12a dem Fachmann aus den zu dem Hilfsantrag 12 genannten Gründen aus der NK11 nahegelegt. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 12a ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.15 Zum Hilfsantrag 13 3.15.1 Das Merkmal 6.3.a.2 HA12 ist, wie zum Hilfsantrag 12 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Da auch die Merkmale 7.1.b HA13 und 7.1.d HA13 des Hilfsantrags 13 eine Ausgestaltung eines byteweisen Lesedatenpfads mit einem Multiplexer (508) und mehreren Lese-Tristate-Puffern (509) definiert, die, wie zum Hilfsantrag 12 ausgeführt, den ursprünglichen Unterlagen nicht zu entnehmen ist, sind auch die Merkmale 7.1.b HA13 und 7.1.d HA13 nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 13 ist somit ebenfalls unzulässig. 3.15.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 13 dem Fachmann aus der NK11 nahegelegt. - 92 - Wie bereits ausgeführt, offenbart die NK11 die selektive Aktivierung des Ports A oder des Ports B und des entsprechenden Lesedatenpfads (vgl. NK11, Abs. [0040], [0045]). Dabei liest der Fachmann selbstverständlich mit, dass für den Zeitraum der Aktivierung z. B. des Ports A zumindest auch der mit dem Port A verbundene Lesepuffer 402 aktiviert wird. Darüber hinaus offenbaren die Figuren 4, 10 und 11 der NK11, dass, wenn der erste (z.B. hellgelb in Fig. 10 oder 11) der mehreren Ränge (hellgelb, hellblau, gelb, blau) Teil der ersten Gruppe (1006 in Fig. 10, 1108 in Fig. 11) von Rängen (hellgelb, hellblau, gelb, blau) ist, der Multiplexer (Lesepuffer der bidirektionalen Signaltreiber 402, 404) Daten von den ersten Anschlüssen („DQA(3:0)“ & „DQA(7:4)“) auswählt (Merkmal 7.1.b HA13). Entsprechend ist für den Fachmann naheliegend, dass, wenn der erste (z.B. hellblau in Fig. 10 oder 11) der mehreren Ränge (hellgelb, hellblau, gelb, blau) Teil der zweiten Gruppe (1008 in Fig. 10, 1110 in Fig. 11) von Rängen ist, der Multiplexer (Lesepuffer der bidirektionalen Signaltreiber 402, 404) Daten von den zweiten Anschlüssen („DQB(3:0)“ & „DQB(7:4)“) auswählt, die Lese-Tristate-Puffer (404 (READ)) für die erste Zeitperiode aktiviert werden, um den byteweisen Abschnitt (DQ(7:0)) der N-Bit breiten Lesedaten zu dem jeweiligen byteweisen Abschnitt (DQ(7:0)) der N-Bit breiten Datenleitungen (230) zu treiben (Merkmal 7.1.d HA13). Dass bei einer Speicherleseoperation die Schreibpuffer deaktiviert sein müssen (Merkmale 7.1.b.1 HA13, 7.1.d.1 HA13), und die Lesepuffer nach der Leseoperation deaktiviert werden (Merkmal 7.1.e HA13), ist für den Fachmann selbstverständlich. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 13 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.16 Zum Hilfsantrag 13a 3.16.1 Die Merkmale 6.3.a.2 HA12a , 7.1.b HA13 und 7.1.d HA13 sind, wie zu den Hilfsanträgen 12a und 13 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. - 93 - Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 13a ist demnach ebenfalls unzulässig. 3.16.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 13a dem Fachmann aus den zu dem Hilfsantrag 13 genannten Gründen aus der NK11 nahegelegt. Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 13a ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). 3.17 Zum Hilfsantrag 14 3.17.1 Das Merkmal 6.3.a.2 HA12 ist, wie zum Hilfsantrag 12 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Überdies sind die Merkmale 4.2 HA2, 5.5HA2, 7.1.b HA13 und 7.1.d HA13 , wie zu den Hilfsanträgen 2 und 13 ausgeführt, nicht ursprünglich offenbart. Der Anspruch 1 des Hilfsantrags 14 ist demnach unzulässig, da mit ihm das Streitpatent über den Umfang der ursprünglich eingereichten Anmeldung hinausgeht. 3.17.2 Darüber hinaus wird der Gegenstand des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 14 dem Fachmann aus der NK11 nahegelegt. Die NK11 offenbart, dass die Steuereinheit („Control Unit ASIC“, 204, 1002, 1102. 1104) Eingangssteuersignale („AC“, „CS0“, „CS1“) empfängt, wobei die Eingangssteuersignale Chip-Select-Signale („CS0“, „CS1“), die zum Auswählen des spezifischen der mehreren Ränge dienen, umfassen (vgl. NK11, Abs. [0053]: „FIG. 10 illustrates a single chip-select memory configuration“, Abs. [0054]: „FIG. 11 illustrates a dual chip-select memory configuration”, sowie Figuren 2, 10 und 11; Merkmal 4.2 HA2). Die Steuereinheit ist außerdem dazu konfiguriert, die Eingangssteuersignale („AC“, „CS0“, „CS1“), einschließlich der Chip-Select- Signale („CS0“, „CS1“), zu registrieren (gemäß Figuren 10 und 11 erfasst die Steuereinheit die Signale „AC“, „CS0“ und „CS1“ und gibt die Steuersignale „ACA“, „CS0A“, „ACB“, „CS0B“, „ACAA“, „CS1AA“, „ACBB“ und „CS1BB“, die den - 94 - erfassten Eingangssignalen „AC“, „CS0“ und „CS1“ entsprechen, aus) und die registrierten ersten oder zweiten Steuersignale („ACA“, „CS0A“, „ACB“, „CS0B“, „ACAA“, „CS1AA“, „ACBB“ und „CS1BB“), einschließlich der registrierten Chip- Auswahlsignale („CS0A“, „CS0B“, „CS1AA“ und „CS1BB“), über die registrierten Steuerleitungen (220) an die Speichergeräte (1010, 1012, 1112) zu übertragen, um die bestimmte der N-Bit breiten Reihen zu aktivieren, um den Speicherlese- oder - schreibvorgang auszuführen (vgl. Fig. 2, 10, 11; der Rang wird mittels der Chip- Auswahlsignale CS0A, CS1AA, CS0B und CS1BB ausgewählt; Merkmale 5.1 HA2 , 5.3 HA2 und 5.5 HA2). Das Speichermodul des Anspruchs 1 nach Hilfsantrag 14 ist daher wegen fehlender erfinderischer Tätigkeit auch nicht patentfähig (Art. 56 EPÜ i. V. m. Art. 52 Abs. 1 EPÜ). III. Die Kostenentscheidung beruht auf § 84 Abs. 2 Satz 1 und Satz 2 Halbsatz 1 PatG i. V. m. § 91 Abs. 1 ZPO. Die Entscheidung über die vorläufige Vollstreckbarkeit beruht auf § 99 Abs. 1 PatG i. V. m. § 709 Satz 1 und 2 ZPO. IV. Rechtsmittelbelehrung Gegen dieses Urteil ist das Rechtsmittel der Berufung gemäß § 110 PatG statthaft. Die Berufung ist innerhalb eines Monats nach Zustellung des in vollständiger Form abgefassten Urteils spätestens nach Ablauf von fünf Monaten nach Verkündung durch einen in der Bundesrepublik Deutschland zugelassenen Rechtsanwalt oder Patentanwalt schriftlich oder in elektronischer Form beim Bundesgerichtshof, Herrenstraße 45a, 76133 Karlsruhe, einzulegen. - 95 - Die Berufungsschrift muss - die Bezeichnung des Urteils, gegen das die Berufung gerichtet ist, sowie - die Erklärung, dass gegen dieses Urteil Berufung eingelegt werde, enthalten. Mit der Berufungsschrift soll eine Ausfertigung oder beglaubigte Abschrift des angefochtenen Urteils vorgelegt werden. Dr. Himmelmann Eisenrauch Dr. Zebisch Dr. Kapels Dr. Schenkl - 96 - Bundespatentgericht 2 Ni 24/22 (EP) (Aktenzeichen) Verkündet am 7. November 2024 …