Beschluss
OVG 3 L 91.19
Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg 3. Senat, Entscheidung vom
ECLI:DE:OVGBEBB:2019:0614.3L91.19.00
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Leitsätze
In Verfahren, die eine Niederlassungserlaubnis zum Gegenstand haben, ist der Streitwert mit dem Auffangwert von 5.000,00 Euro gemäß § 52 Abs. 2 GKG zu bestimmen.(Rn.2)
Tenor
Die Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung in dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vom 18. Februar 2019 wird zurückgewiesen.
Das Beschwerdeverfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet.
Entscheidungsgründe
Leitsatz: In Verfahren, die eine Niederlassungserlaubnis zum Gegenstand haben, ist der Streitwert mit dem Auffangwert von 5.000,00 Euro gemäß § 52 Abs. 2 GKG zu bestimmen.(Rn.2) Die Beschwerde gegen die Streitwertfestsetzung in dem Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vom 18. Februar 2019 wird zurückgewiesen. Das Beschwerdeverfahren ist gerichtsgebührenfrei; Kosten werden nicht erstattet. Die gemäß § 68 Abs. 1 Satz 1 GKG zulässige und aus eigenem anwaltlichem Recht (vgl. § 32 Abs. 2 RVG) eingelegte Streitwertbeschwerde ist unbegründet. Das Verwaltungsgericht hat den Streitwert zu Recht auf 5.000,00 EUR festgesetzt. Nach der ständigen Rechtsprechung des Senats ist in Verfahren, die eine Niederlassungserlaubnis zum Gegenstand haben, der Streitwert - der Empfehlung von Nr. 8.1 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2013 (NVwZ-Beilage 2013, 58) entsprechend - mit dem Auffangwert von 5.000,00 Euro gemäß § 52 Abs. 2 GKG zu bestimmen (vgl. Beschlüsse vom 19. Dezember 2012 - OVG 3 N 213.12 -, vom 19. Dezember 2012 - OVG 3 N 214.12 -, vom 21. Dezember 2012 - OVG 3 N 211.12 -, vom 28. Oktober 2016 - OVG 3 B 16.16 -, vom 25. April 2017 - OVG 3 N 72.16 -, vom 21. Juni 2017 - OVG 3 N 72.17 - sowie vom 2. Juli 2018 - OVG 3 N 151.17 -). Dies wird auch in der weiteren obergerichtlichen Rechtsprechung so vertreten (vgl. VGH München, Urteil vom 5. August 2015 - 10 B 15.429 - juris Rn. 32; Beschluss vom 7. Dezember 2015 - 19 ZB 14.2293 - juris Rn. 14; Beschluss vom 7. März 2016 - 10 ZB 14.822 - juris Rn. 14; VGH Kassel, Beschluss vom 24. Mai 2016 - 6 A 2732/15 - juris Rn. 32; s. auch zu Eilverfahren: OVG Münster, Beschluss vom 2. September 2016 - 18 B 791/16 - juris Rn. 21; OVG Berlin-Brandenburg, Beschuss vom 12. April 2017 - OVG 11 S 6.17 - juris Rn. 6; VGH München, Beschluss vom 17. Mai 2017 - 19 CS 17.37 - juris Rn. 14; OVG Bautzen, Beschluss vom 9. April 2018 - 3 B 34/18 - juris Rn. 20). Soweit der VGH Mannheim (vgl. Beschlüsse vom 25. Mai 2016 - 11 C 2480/15 - juris Rn. 5 und vom 7. November 2018 - 11 S 2018/18 - juris Rn. 32) einen hiervon abweichenden Standpunkt vertritt, gibt dies angesichts der im Interesse der Rechtssicherheit und der Gleichbehandlung gebotenen weitgehenden Schematisierung und Pauschalierung der Wertbemessung für gleichartige Streitigkeiten (vgl. BVerwG, Beschluss vom 15. September 2015 - 9 KSt 2.15 - juris Rn. 4; Dörndorfer, in: Binz/Dörndorfer/Zimmermann, GKG, 4. Aufl. 2019, § 52 Rn. 5) keinen Anlass zu einer Neubewertung. Die Kostenentscheidung beruht auf § 68 Abs. 3 GKG. Die vorstehenden Entscheidungen sind gemäß § 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 6 Satz 1 GKG durch den Einzelrichter zu treffen, weil die angefochtene Entscheidung von einem Einzelrichter erlassen worden ist und der Rechtssache keine grundsätzliche Bedeutung zukommt (§ 66 Abs. 6 Satz 2 GKG). Dieser Beschluss ist unanfechtbar (§ 68 Abs. 1 Satz 5 i.V.m. § 66 Abs. 3 Satz 3 GKG).