OffeneUrteileSuche
Entscheidung

III ZR 170/14

Bundesgerichtshof, Entscheidung vom

ZivilrechtBundesgericht
69mal zitiert
4Zitate
3Normen
Originalquelle anzeigen

Zitationsnetzwerk

54 Entscheidungen · 3 Normen

VolltextNur Zitat
Entscheidungsgründe
BUNDESGERICHTSHOF BESCHLUSS I I I Z R 1 7 0 / 1 4 vom 26. August 2015 in dem Rechtsstreit - 2 - Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat am 26. August 2015 durch die Richter Wöstmann, Hucke, Tombrink, Dr. Remmert und Reiter beschlossen: Die Selbstablehnung des Vorsitzenden Richters Dr. H. ist unbegründet. Gründe I. Der Vorsitzende Richter Dr. H. hat gemäß § 48 ZPO angezeigt, dass der Vorsitzende Richter des 11. Zivilsenats des Oberlandesgerichts C. , der bei der mit der Revision angefochtenen Entscheidung mitgewirkt hat, der Vater seines Schwiegersohnes ist. Die hierzu angehörten Parteien haben von einer Stellungnahme abgesehen beziehungsweise mitgeteilt, dass der erken- nende Senat von Amts wegen entscheiden möge. II. Die Selbstablehnung ist unbegründet. Aus dem Umstand, dass der Vater des Schwiegersohnes des Rechtsmit- telrichters bei der angefochtenen Entscheidung mitgewirkt hat, ergibt sich we- der ein Ausschlussgrund gemäß § 41 Nr. 6 ZPO noch ein Grund, der im Sinne von § 42 Abs. 2 ZPO geeignet ist, eine Besorgnis der Befangenheit des Rechtsmittelrichters zu rechtfertigen. Insoweit gilt nichts anderes als in dem 1 2 3 - 3 - Fall, dass der Ehegatte des Rechtsmittelrichters an der vorinstanzlichen Ent- scheidung mitgewirkt hat (s. dazu BGH, Beschlüsse vom 20. Oktober 2003 - II ZB 31/02, NJW 2004, 163 f und vom 17. März 2008 - II ZR 313/06, NJW 2008, 1672). Zu der Vorstellung, dass der Rechtsmittelrichter der Sache nicht unvoreingenommen und unparteiisch gegenüberstehe, kann eine objektiv und vernünftig denkende Partei nicht allein deswegen gelangen, weil dieser mit ei- nem bei dem angefochtenen Urteil mitwirkenden Richter verheiratet, verwandt oder verschwägert ist (vgl. BGH, Beschluss vom 20. Oktober 2003 aaO S. 164). Umstände, aus denen sich hier etwas anderes ergeben könnte, sind weder dargetan noch sonst ersichtlich. Wöstmann Hucke Tombrink Remmert Reiter Vorinstanzen: LG Hannover, Entscheidung vom 04.12.2013 - 11 O 8/13 - OLG Celle, Entscheidung vom 19.05.2014 - 11 U 5/14 -